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Wulf von Schimmelmann: Ein unaufgeregter Banker

Seit mehr als sieben Jahren steht Wulf von Schimmelmann an der Spitze der Deutschen Postbank. Der 59-jährige Banker hat den aus der Deutschen Bundespost hervorgegangenen Staatsbetrieb auf Trab gebracht.

Vor wenigen Jahren noch eher spöttisch als "Herr der Sparbücher" bezeichnet, ist Wulf von Schimmelmann längst mehr als das. Er hat dafür gesorgt, dass die Postbank als modernes Finanzhaus breit aufgestellt und selbst am Kapitalmarkt erfolgreich ist. Nach seinem Meisterstück, dem erfolgreichen Börsendebüt im Juni 2004, kann Schimmelmann mit dem DAX-Aufstieg einen weiteren Höhepunkt feiern.

Ein leiser Führungsmanager

Wie Klaus Zumwinkel, Chef des Mutterkonzerns Post und Aufsichtsratschef bei der Postbank, gehört Schimmelmann zu den eher leisen Führungsmanagern im Land. Beide kennen sich seit langem und waren gemeinsam schon am Anfang ihrer Karrieren in den 70er Jahren bei der Beratungsfirma McKinsey & Co.

Seit fast drei Jahrzehnten ist Schimmelmann bereits im Bankgeschäft zu Hause. Nach Managertätigkeiten in leitenden Positionen bei der Landesgirokasse in Stuttgart, der DG Bank und in der Geschäftsleitung der Frankfurter BHF-Bank holte ihn Zumwinkel zum 1. Februar 1999 als Vorstandschef zur Postbank.

Untersuchte schon auf der Uni das Sparverhalten

Der hoch gewachsene Schimmelmann, ein Spross einer dänisch-holsteinischen Adelsfamilie tritt stets elegant und diplomatisch auf. Er wohnt - wie viele andere Banker - in Bad Homburg bei Frankfurt am Main.

Geboren am 19. Februar 1947 im bayerischen Steinhöring absolvierte er sein wirtschaftswissenschaftliches Studium in Hamburg und Zürich. Von der Universität Konstanz erhielt er eine Honorarprofessur. Bereits in seiner Dissertation beschäftigte sich der begeisterte Golfer, Tennisspieler und Segler mit dem Sparanlageverhalten der Deutschen.

Edgar Bauer/DPA / DPA