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Tourismus: Thomas Cook holt mit Neckermann Schwung

Der zweitgrößte europäische Reisekonzern Thomas Cook und seine Hauptmarke Neckermann starten mit deutlichem Buchungsplus in die Sommersaison. Endlich greifen die Frühbucherrabatte.

Der zweitgrößte europäische Reisekonzern Thomas Cook und seine Hauptmarke Neckermann starten mit deutlichem Buchungsplus in die Sommersaison. Das gesteckte Ziel bei Neckermann von 10 Prozent mehr Buchungen bis Ende März werde erreicht, sagte Bereichsvorstand Detlef Altmann am Donnerstagabend in Frankfurt. "Wir erleben derzeit eine Trendwende für die Pauschalreise." Die Frühbucherrabatte hätten sich ausgezahlt. Das Wachstum sei auch von den Preissenkungen von bis zu 15 Prozent beflügelt worden. Wegen der der niedrigeren Preise sei der Umsatz aber weniger stark gestiegen.

Boom bei US-Reisen

Fernreisen in den Dollarraum wie nach Mexiko oder die Dominikanische Republik wiesen starke Zuwächse auf. Buchungen für US-Reisen hätten sich sogar verdoppelt. Für die Sommersaison liefen auch Reisen nach Tunesien (15 Prozent), Ägypten (13 Prozent) und Mallorca (8 Prozent) gut. Für die laufende Wintersaison lägen die Buchungen derzeit rund sechs Prozent über dem Vorjahresniveau, insgesamt werde ein Plus von rund 7 Prozent erwartet.

Ziel: 1000.000 Nordamerikareisen jährlich

Auch bei Thomas Cook-Reisen ziehen die Buchungen an. Für die Sommersaison wird ein Gästezuwachs von acht bis neun Prozent erwartet. Erstmals steigt Thomas Cook Reisen in den Markt mit US-Reisen ein. Innerhalb von fünf Jahren sollen jährlich mehr als 100.000 Reisen nach Nordamerika verkauft werden, sagte Geschäftsführerin Gisela Sökeland. Den Gesamtmarkt schätzt Thomas Cook auf 400.000 bis 500.000 Reisen pro Jahr. Thomas Cook Reisen ist seit der Sommersaison 2003 Nachfolger der Marken Kreutzer und Terramar.

Im Sommer erstmals Kooperation mit Billigfliegern

Erstmals wird Neckermann vom Sommer an mit einem Billigflieger zusammenarbeiten. Zwei Mal wöchentlich gibt es Flüge von German Wings von Köln nach Mallorca. Zum Thomas-Cook-Konzern gehört auch die frühere Fluggesellschaft Condor, bei der die Kosten deutlich sinken sollen. Im vergangenen Jahr war der Thomas Cook-Konzern, der je zur Hälfte der Lufthansa und KarstadtQuelle gehört, angesichts der Flaute im Tourismus und der Überkapazitäten in tiefrote Zahlen geraten. Für das Geschäftsjahr 2002/2003 (31. Oktober) schätzte die Lufthansa nach früheren Angaben den Nachsteuerverlust auf bis zu 300 Millionen Euro.

DPA