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Untersuchungsausschuss: Was Carsten Maschmeyer über Gerhard Schröder aussagte ...

Es ging um Altkanzler Gerhard Schröder, als Carsten Maschmeyer eine klare Aussage machte. Das ARD-Magazin "Panorama" hat Zweifel an dieser Aussage. Doch Maschmeyer beharrt darauf, die Wahrheit gesagt zu haben.

Musste vor dem Untersuchungsausschuss aussagen: Carsten Maschmeyer

Musste vor dem Untersuchungsausschuss aussagen: Carsten Maschmeyer

Die besten Fragen kommen oft am Schluss. Nach mehr als eineinhalb Stunden Befragung vor dem "4. Untersuchungsausschuss", der die Cum-Ex-Geschäfte zu Lasten deutscher Steuerzahler aufklären soll, wurde der Zeuge Carsten Maschmeyer nach seinen Freunden gefragt. Und er kam ins Plaudern.

Da war Clemens Tönnies, der Fleischunternehmer und Schalke-Boss, auch er hatte über eine Firma, an der er beteiligt war, Cum-Ex-Deals getätigt. Maschmeyer sagte, dass er mit Tönnies erst später gesprochen habe. Beim Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz sah es anders aus. Prinz, berichtete Maschmeyer dem Ausschuss, habe zur "Fußballrunde" gezählt. Gemeinsam sah man Spiele der Champions League, sprach auch über Finanzdinge. Mitglied der Fußballrunde war auch der Banker Eric Sarasin, über dessen Institut die Cum-Ex-Deals liefen.

Carsten Maschmeyer: "Schröder und Sarasin kennen sich nicht"

Gerhard Schröder ist bis heute ein sehr enger Freund Carsten Maschmeyers. Auch nach dem Altkanzler fragte ihn der Grünen-Vertreter Gerhard Schick im Untersuchungsausschuss: Ob Maschmeyer mit dem Altkanzler über die Cum-Ex-Investments gesprochen habe? Nein, entgegnete der Multimillionär, und Schröder sei auch nicht in der Fußballrunde gewesen. Wörtlich sagte Maschmeyer dann: "Herr Schröder und Herr Sarasin kennen sich nicht."

Das ARD-Magazin "Panorama" zieht diese Aussage in Zweifel. Doch Maschmeyer besteht darauf, vor dem Untersuchungsausschuss die Wahrheit gesagt zu haben. "Selbstverständlich hat Herr Maschmeyer alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet", sagte eine Pressesprecherin Maschmeyers dem stern.

Dass Maschmeyer in einem Untersuchungsausschuss die Wahrheit sagen muss, darauf hatte ihn der Ausschussvorsitzende zu Beginn der Sitzung explizit hingewiesen.

Hinweis: Dieser Text wurde aus juristischen Gründen überarbeitet.