Der Arzt kann mit diesem Verfahren erkennen, welches Allergen eine Arzneimittelallergie, eine Nahrungsmittelallergie oder eine Pseudoallergie wie die Milchzucker-Unverträglichkeit auslöst. Der Test ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine allergenarme Diät Erfolg brachte.
Der Arzt beginnt den Test, indem er dem Patienten eine kleine Menge des Allergens verabreicht, zum Beispiel einen Tropfen Kuhmilch bei Verdacht auf eine Milcheiweißallergie. Der Patient schluckt die Portion und trinkt etwas Wasser. Alle 30 bis 60 Minuten verdoppelt der Arzt die Dosis, bis die durchschnittliche Essmenge eines Tages erreicht ist oder bis eine Reaktion eintritt. Dazu zählen unter anderem Hautreizungen (Juckreiz, Rötung, Quaddeln, Schwellung), Heiserkeit, Rachenschwellungen, Bauchschmerzen und Durchfall, Schnupfen, ein Asthma-Anfall oder selten ein allergischer Schock. Der Patient sollte 24 bis 48 Stunden unter Beobachtung bleiben, da sich die Symptome auch später noch zeigen können.
Damit die Psyche des Patienten den Test nicht beeinflusst und das Ergebnis möglichst objektiv ist, arbeiten die Allergologen mit einem Trick: Sie geben bei der oralen Provokation abwechselnd Scheinsubstanzen, so genannte Placebos, und echte Allergene. Außerdem sollte der Test so ablaufen, dass weder Arzt noch Patient wissen, welches Nahrungsmittel gegeben wird. Das nennt man einen doppelblinden Test. Am besten gelingt das, wenn die Nahrungsmittel in einen Brei gerührt werden und wenn eine Assistentin den vorbereiteten Brei dem Patienten reicht. Geschmacksstoffe und Farben maskieren das Allergen zusätzlich.
Bei Verdacht auf diese Auslöser kann sich die Untersuchung lohnen: