Der Arzt wird Ihnen zunächst einige Fragen stellen, um herauszufinden, welche Substanz Ihre Beschwerden auslöst. Er wird zum Beispiel wissen wollen, ob Sie diese Symptome schon einmal aufgetreten sind, ob Sie in den letzten Wochen mit neuen Substanzen in Berührung gekommen sind oder wann und unter welchen Umständen das Ekzem entstanden ist. So kann es sein, dass sich Ihre Beschwerden am Wochenende oder im Urlaub weniger stark ausgeprägt sind oder verschwinden - dann spricht einiges dafür, dass der Auslöser aus Ihrem Berufsumfeld stammt. Wichtig ist auch, ob andere Mitglieder Ihrer Familie Hautprobleme haben und ob Sie unter anderen Krankheiten leiden.
Da wir im Alltag mit vielen tausend Chemikalien in Berührung kommen, ist die Suche nicht ganz einfach. Sagen Sie Ihrem Arzt, mit welchen Stoffen Sie privat und beruflich regelmäßig zu tun haben. Allergie auslösende Substanzen stecken etwa in Schmuck, Kleidung, Brille oder Hörgerät, Salben, Kosmetika, Pflegeprodukte, Putzmittel, Klebstoff, Wandfarben.
Als nächstes wird der Arzt Ihre Haut untersuchen. Auch die Lage und Größe sowie das Aussehen des Ekzems können ihm wichtige Hinweise geben. Tritt das Ekzem nur an einer Hand oder an beidem Händen auf? Vielleicht am Hals oder an der Einstichstelle eines Piercings? Daneben wird er andere, ähnlich aussehende Krankheiten in Betracht ziehen und gegebenenfalls ausschließen.
Hat der Arzt die Zahl der verdächtigen Substanzen eingegrenzt, kann er sie auf Ihrer Haut testen. Für den so genannten Epikutantest bekommen Sie ein Pflaster auf den Rücken geklebt. Darin sind flache Kammern mit 25 Standard-Allergieauslösern eingearbeitet. Einige weitere Kammern sind frei und werden mit jenen Substanzen bestückt, die für den Arzt als Allergene infrage kommen.
Nach zwei Tagen werden die Pflaster abgenommen und es wird überprüft, ob und welche Stellen der Haut reagiert haben. Wenn nötig, kontrolliert der Arzt die Haut am nächsten und übernächsten Tag sowie nach einer Woche erneut. Hat sich die Testreaktion verschlimmert, ist das ein Hinweis auf eine allergische Reaktion. Bleibt sie unverändert, spricht das eher für eine so genannte toxisch-irritative Hautreaktion, die durch einen giftigen Stoff ausgelöst wurde.
Der Epikutantest funktioniert nur, wenn Sie keine Medikamente gegen Allergien einnehmen und wenn die Haut am Rücken gesund ist. Zudem sind die Ergebnisse solcher Pflastertests nicht immer eindeutig: Ob die Haut wirklich allergisch oder nur gereizt reagiert hat, lässt sich nicht immer eindeutig sagen. Im Zweifel kann Ihr Arzt noch einen Provokationstest durchführen. Hierbei bringt er die Haut mit den vermuteten Allergieauslösern direkt in Kontakt. Da der Test zum Teil sehr heftige allergische Reaktionen auslösen kann, sollte sie am besten in Anwesenheit eines Arztes durchgeführt werden, am besten in einer Klinik.