Wenn Sie wissen, welcher Stoff Ihre Beschwerden auslöst, ist es sinnvoll, ihn konsequent zu meiden. Es ist die erfolgreichste Behandlung. Ratsam ist unter anderem, sich von allem zu trennen, worin er enthalten sein könnte: Schmuck, Pflegeprodukte, Kleidung. Ist das nicht möglich, könnten Sie sich vielleicht mit Handschuhen, Staubmasken oder anderen Maßnahmen schützen. Tritt der Stoff in Ihrer Arbeitsumgebung auf, lassen Sie sich ausführlich beraten.
Gegen das Ekzem kann Ihnen der Arzt eine Kortisonsalbe verschreiben. Kortison ähnelt dem körpereigenen Hormon Cortisol. Es unterdrückt den Juckreiz und sorgt dafür, dass sich das Ekzem zurückbildet. Die Haut heilt normalerweise innerhalb weniger Tage.
Über einen längeren Zeitraum sollten Sie eine Kortisonsalbe jedoch nicht auftragen. Sonst kann sich die Haut nicht mehr regenerieren und wird zu dünn. Falls nötig, können Sie nach einer Pause erneut mit der Behandlung starten. Nur in sehr schweren Fällen sollte der Arzt Kortisontabletten verschreiben. Wer das Medikament einnimmt, muss mit mehr und stärkeren Nebenwirkungen rechnen.
Gegen den Juckreiz kann der Arzt eine Salbe mit dem Wirkstoff Polidocanol verschreiben. Denselben Effekt erzielen Tabletten, so genannte Antihistaminika. Allerdings haben beide Wirkstoffe Nebenwirkungen - lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Um die Entzündung in der geschundenen Haut zu heilen, haben sich Teersalben bewährt. Auch UV-A-Strahlen - ein natürlicher Bestandteil des Sonnenlichts - können helfen. Die Haut wird dabei mit dem Pflanzenwirkstoff Psoralen für die Lichtbehandlung sensibilisiert.
Salicylsäure oder eine Mixtur mit Harnstoff kann die dicke Hornhaut des Ekzems aufweichen und dünner werden lassen, so dass Salben an die entzündeten Hautschichten gelangen können.
Wenn Sie ein Ekzem haben und auf pflegende Cremes nicht verzichten wollen, sollten Sie eine Lotion verwenden, die viel Feuchtigkeit, aber wenig Fett enthält. Fachleute nennen solche Mischungen Öl-in-Wasser-Emulsionen. Wenn Ihre Haut zurzeit gesund ist, aber generell zu Ekzemen neigt, ist es umgekehrt: Dann ist eine möglichst fetthaltige Creme, eine Wasser-in-Öl-Emulsion zu empfehlen.
Bäder oder feuchte Umschläge mit künstlichen Gerbstoffen können bei Ekzemen ebenfalls helfen. Oder Sie probieren einmal einen Umschlag mit schwarzem Tee: Dafür ein Baumwolltuch in abgekühlten Tee tauchen, auf die Haut legen und so lange dort lassen, bis er fast angetrocknet ist. Dann erneut anfeuchten und auflegen. Die Blätter enthalten natürliche Gerbstoffe, die den Juckreiz verschwinden lassen, und sie lösen selbst so gut wie nie eine Allergie aus. Damit handeln Sie sich keine neuen Probleme ein, was bei anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen durchaus passieren kann.