Manchmal kann das eine auch gut für das andere sein: Ob Medikamente gegen Neurodermitis auch gegen Kontaktekzeme helfen, diskutiert derzeit die Fachwelt. Es handelt sich um die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus. Zurzeit sind diese Substanzen in Deutschland nicht für die Therapie von Kontaktekzemen zugelassen. Dennoch behandeln manche Ärzte Patienten damit, denn im Gegensatz zu Kortisonsalben machen diese Medikamente die Haut nicht dünner. Wichtig dabei ist, dass während der Therapie nicht gleichzeitig mit UV-Licht behandelt werden darf.
Die amerikanische Zulassungsbehörde für Arzneimittel, FDA, hat sich zu dieser Praxis bereits geäußert. Denn auch in den USA gibt es Dermatologen, die auf diese Neurodermitismittel schwören. Die FDA sieht das jedoch kritisch: Tacrolimus und Pimecrolimus können das Risiko für Hautkrebs und Lymphdrüsenkrebs erhöhen, das belegen zumindest Tierversuche. Ob die Substanzen auch beim Menschen Krebs auslösen können, ist noch unklar.