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Ratgeber Allergie

Die verschiedenen Allergietypen

Typ II: Zytotoxische Reaktion

Die zweite Form der allergischen Reaktion spielt sich an den Blutzellen ab und kommt eher selten vor. Sie kann sich innerhalb von wenigen Minuten entwickeln, manchmal auch erst nach bis zu zwölf Stunden. Dabei werden irrtümlich körpereigene Zellen zerstört, etwa rote oder weiße Blutkörperchen, daher der Name: cytos ist das griechische Wort für Zelle, toxisch bedeutet giftig.

Am häufigsten wird die zytotoxische Reaktion durch die Einnahme von Medikamenten ausgelöst - oder durch eine Bluttransfusion, bei der etwa das Blut einer nicht passenden Gruppe übertragen wurde. Dabei werden rote Blutkörperchen zerstört, was zu einer bestimmten Form von Blutarmut führen kann (hämolytische Anämie). Sind weiße Blutkörperchen betroffen, kann ihre Zahl so stark sinken, dass in der Folge die Immunabwehr geschwächt wird (Agranulozytose).

Dem Allergietyp II liegt folgender Mechanismus zugrunde: Körperfremde Antigene heften sich an körpereigene Zellen, was dazu führt, dass das Immunsystem nun diese „befallene“ Zelle irrtümlich als körperfremd wahrnimmt und entsprechend abzuwehren versucht. Eine besondere Rolle kommt hierbei den sogenannten IgG- und IgM-Antikörpern zu, die auch bei nicht-allergischen Reaktionen zur Abwehr von Krankheitserregern gebildet werden. Sie aktivieren das sogenannte Komplementsystem und körpereigene Abwehrzellen. Das Komplementsystem wiederum gehört zum unspezifischen Immunsystem, ist dem spezifischen Immunsystem gewissermaßen vorgeschaltet und bekämpft Krankheitserreger, bevor sie tief ins Gewebe eindringen, sich vermehren und Entzündungen hervorrufen können. Dieser Abwehrmechanismus kann jedoch, wenn er fehlgeleitet ist, auch körpereigene Zellen und Gewebe schädigen. Genau das geschieht bei der zytotoxischen Reaktion.

 
 
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Allergie bei Kindern

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