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1. Juli 2007, 12:44 Uhr

Mein Gespräch mit Gott

Apple-Chef Steve Jobs ist ein charismatischer Verkäufer, der es versteht, um fast jedes neue Produkt seiner Firma einen Hype entstehen zu lassen. Ihn zu interviewen, ist allerdings eine eher spezielle Erfahrung. Erinnerungen von Oliver Creutz

Jobs im Jahr 2001: Er stellt den iMac vor© Mario Tama/Getty Images

Da ist es wieder, das Zucken. Der linke Mundwinkel springt nach oben, ganz kurz, aber deutlich sichtbar für das Gegenüber. Steve Jobs im Interview, Paris 2001. Vor ein paar Stunden hat er sich, wie üblich, bei einer Ansprache an die Apple-Gemeinde für die neuen Produkte feiern lassen. Jetzt hat er sich Zeit genommen für ein Einzelgespräch. Wie wenig Zeit, wird sich bald zeigen.

Sein wiederkehrendes Zucken ist ein Zeichen dafür, dass ihm eine Frage nicht gefallen hat, etwa die Frage, wie es war in den 70ern, als die jungen Menschen in Kalifornien an die Rockmusik glaubten, an die Drogen, die Liebe - und nicht an Computer. Als er einer der wenigen war, der nicht mit dem Rock'n'roll berühmt werden wollte, sondern mit dem Computerbauen. Jobs zuckt, als wollte er die Antwort seinem Gegenüber ins Gesicht brüllen, doch dann findet er sein Geschäftsmann-Lächeln wieder und sagt, er sei nicht hier, um über die Vergangenheit zu reden, sondern über seine neuen Produkte.

So geht das bei jeder weiteren Frage. Warum stellen sich die Menschen einen Macintosh auf den Schreibtisch? "Weil wir fantastische Geräte haben." Wollen Apple-Nutzer ein bisschen anders sein als Microsoft-Nutzer? "Nein, sie wollen nur den besten Computer der Welt besitzen." Ist ein Apple-Computer eine Lebenshaltung? "Ich verstehe die Frage nicht." Nun, was ist denn so toll an dem neuen Betriebssystem? "Es hat ein sehr fortschrittliches Underpinning." Ach so. Nach zehn Minuten wird das Gespräch, das eigentlich eine Stunde dauern sollte, beendet, Steve Jobs lächelt sein Geschäftsmann-Lächeln, sagt "Machen Sie's gut" - und denkt wahrscheinlich, dass die ganze Welt aus Idioten besteht.

Ich würde gern mit Ihnen über das Apple-Gefühl reden.

Jobs: Das Apple-Gefühl?

Mehr über den Lifestyle-Aspekt als über technische Details.

Okay.

Ich würde gern in den 70ern anfangen.

Oh, um diesen Kram kümmere ich mich nicht mehr. Schreiben Sie, was Sie wollen, ich bin hier, um darüber zu reden, was Apple heute macht.

Vielleicht sind Vergangenheit und Gegenwart einander ähnlich.

Hmhm.

Haben sich die Ideen geändert?

Das müssen Sie selber rausfinden. Ich würde mich gern über die Sachen unterhalten, die wir heute auf den Markt bringen.

Dann lassen Sie uns doch über die Menschen reden, die einen Apple bei sich zu Hause stehen haben.

Okay.

Haben Sie einen typischen Apple-Benutzer im Kopf, wenn Sie sich neue Programme und Produkte ausdenken?

Wir haben weltweit 25 Millionen Kunden, oder nein: Benutzer ist das bessere Wort. Allgemein gesagt, sind die alle ziemlich smart, kreativ. Sie arbeiten als Designer, Wissenschaftler, Schreiber. Wir sind die Nummer eins in der Bildung, viele Schüler und Lehrer benutzen Apple. Und: Auch im Kundenmarkt entwickeln wir uns prächtig. Wir haben fantastische Geräte, um ins Internet zu kommen. Und jetzt kann man auf einem Macintosh sogar einen Film herstellen.

Sind das Menschen, die anders sein wollen als andere Menschen?

Nicht unbedingt. Das sind Menschen, die einfach den besten Computer der Welt kaufen wollen.

Menschen, die sehr leidenschaftlich werden, wenn es um ihren Computer geht.

Mac-Nutzer lieben ihre Macs mehr als andere Kunden ein Produkt lieben.

Warum ist das so?

Apple legt Wert auf gutes Handwerk. Bei uns ist alles zu Ende gedacht, nicht nur angedacht. Der Nutzer muss kein Computer-Experte sein, um seinen Computer zu bedienen.

Er hat also keine Angst vor seinem Computer?

Der Apple ist einfach zu bedienen, und mit unserem neuen Betriebssystem Mac OS X wird alles noch einfacher.

Dann erklären Sie mir doch mal bitte die drei wichtigsten Dinge, die Mac OS X drauf hat.

Erstens: Es hat einen wahnsinnig fortschrittliches "underpinning". Das ist ein extrem modernes Betriebssystem, das unterhalb der Benutzeroberfläche arbeitet. Sehr schnell, sehr stabil, sehr zuverlässig. Nummer zwei: Es hat ein total neues Nutzer-Interface. Das Ziel: Es soll leistungsstärker und einfacher sein. Und die dritte Sache ist: Es wurde geschaffen für das Internet. Wir haben ein super Grafiksystem eingebaut.

Gibt es Ähnlichkeiten zwischen den Menschen, die Apple machen, und den Menschen, die Apple nutzen?

Klar gibt es die.

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KOMMENTARE (9 von 9)
 
Lynx2 (02.07.2007, 21:27 Uhr)
Gähne auch..
Was interessiert mich Jobs? Der Mac tut bei mir seinen Job gut und ist einfach zu bedienen. Also benutze ich ihn gerne. Jobs hat 'ne grosse Klappe, genau wie die Microsoftler. Ich habe auch schon gut funktionierende Windowssysteme gesehen. Das Nutzerinterface ist mir aber nicht so nahe, weil ich von ATARI zu Mac gewechselt bin und nicht von Windows. Also, jedem Tierchen sein Pläsirchen... . Gates und Jobs sind Verkäufer . Von denen erwarte ich nichts anderes, als das was sie halt tun.
screne (02.07.2007, 12:09 Uhr)
Interessant...
Ist schon interessant zu sehen, wie sehr Apple-Fans Sektenanhängern gleichen. Abweichler werden mit Ignoranz bestraft und ob der entgangenen Glückseligkeit bemitleidet. Und wenn ihnen jemand die Unvollkommenheit ihres Gottes Schwarz auf Weiß vor Augen führt, wird natürlich geblockt und geleugnet.
Apple-Sektierer! Seht es ein. Apple ist eine klevere Aktiengesellschaft. Apple tut in erster Linie alles für die Aktionäre, denn dazu sind sie verpflichtet. Apple betreibt cleveres Marketing und was gibt es besseres an PR als eine Horde blinder Jünger, die vor den Geschäften campieren (!) und einem alles und zu jedem Preis aus den Händen reißen?
Get a life.
manndernichtdaist (02.07.2007, 11:36 Uhr)
Jobs hat sich nicht verändert....
selbst im Jahre 2007 glaubt er wie der Messias herumzureden: "Unser i-phone ist das beste auf der Welt und kann einfach alles, ist innovativ und nur die kreativen und intelektuellen Leute kaufen Apple Produkte, blabla" (und macht tausend fingerabdrücke auf dem Display das täglich mindestens 5 mal gereinigt werden muss)
Ums kurz zu machen: Nur wahre Idioten, die keine Ahnung von Computern haben kaufen Apple. Warum das so ist? Weil es sonst kein Apple geben würde.
Ich frage mal die Apple Besitzer: Schon mal nen PC aufgemacht und Hardware gesehen? Schon mal was damit anfangen können? Nein? Dann bitte wieder setzen und mal ganz ruhig sein.
Taifun (02.07.2007, 10:58 Uhr)
Bye, Bye Stern
Meine Freundin und ich haben uns vor 2 Jahren den Stern abonniert. Seit knapp einem Jahr schaffe ich es nicht mehr, mehr als ein dutzend Seiten in diesem Magazin zu lesen. Zwei Gründe:
- schlecht geschriebene und recherchierte Artikel
- uninteresannte Themen (wen bitte interessiert das Liebesleben der Iraner oder Israelis? (bitte nicht missverstehen, nichts gegen die Iraner oder Israelis)
Ich werde das Abo nicth verlängern, und dieser Artikel bekräftigt nur meinen Entlschluss.
corehead (02.07.2007, 10:43 Uhr)
Wie dämlich ist das denn?
Welchen Sinn soll dieses Interview von 2001 erfüllen? Ohne jeden Hinweis auf das warum ergibt das alles keinen Sinn. Was kommt als nächstes? Exklusiv-Interview mit Adolf Hitler? Erinnerungen an damals? Ne Leute, bei aller Liebe, aber so sinnfreie Artikel solltet ihr euch demnächst sparen.
screne (02.07.2007, 08:34 Uhr)
Hoho....
Die Apple-Fanboys mögen das Interview offenbar gar nicht... LOL
Einmal tief durchatmen, Leute! Danach könnt Ihr dann wieder ungestört Euren Gott, äh ich meine Euren Jobs anbeten.
Prometheus90 (01.07.2007, 23:51 Uhr)
Hupps...
bin ich bei der BILD gelandet?
dist-bln (01.07.2007, 22:39 Uhr)
Ähhh..?
sie veröffentlichen ein über 6 jahre altes interview? von jemdandem geführt, der offentsichtlich noch nie einen apple computer angeschaltet hat und im übrigen unheimlich begabt scheint- sinnfreie fragen zu stellen? kommen dann zu der überspitzung des gottesvergleichs (der weder im interview, noch im restlichen text wirklich begründet wäre)..?
ist das eine neue form von wiederverwertung/ aufbereitung..? bei solchem "sondermüll" soll eher eine nachhaltige beseitigung das ziel sein- der papierkorb!
JoeausderHeide (01.07.2007, 17:11 Uhr)
Warum????
Wenn ich mich nicht irre schreiben wir das Jahr 2007, genauer gesagt Juli 2007. Nichtsdestotrotz haben Sie sich entschlossen uns ein "Interview" aus dem Jahr 2001 zu praesentieren. Jeder Depp kann sich ausrechnen dass das mindestens sechs Jahre zu spaet ist.
Dieser Artikel zeigt eigentlich nur drei Dinge:
1. stern.de Mitarbeit sind zu unfaehig Zugang zu einem aktuellen Interview mit Steve Jobs herzustellen, obwohl gerade jetzt in der Phase des I-Phone die Chancen dafuer sehr hoch sind.
2. Der Autor ruehmt sich ein Gespraech mit Steve Jobs gefuehrt zu haben. Leider ist es nicht die Schuld des letzteren das die Antworten so kurz sind, vielmehr fuehren hirnlose Fragen zu knappen, spoettischen Antworten. Ausserdem ist die Ueberschrift falsch gewaehlt - Steve Jobs ist kein Gott, sondern ein begnadeter Stratege - nicht mehr und nicht weniger. Er ist noch nicht mal ein erstklassiger Manager, geschweige denn Management-Guru. Der Autor hat von BWL keine Ahnung, deshalb auch die komplette Abwesenheit eines Inhaltes.
3. stern.de ist immer noch auf dem absteigenden Ast - die Redaktion besteht aus einem Haufen Praktikanten.
Abgedreht, abgewuergt, abgesaegt, abgesoffen. Gute Nacht stern.de
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