Drei Jahre mussten sich die Fans von Harry Styles gedulden, jetzt ist es so weit: Der Weltstar ist wieder auf Tour. Wobei man dieses Mal nicht wirklich von Tour sprechen kann, sondern eher von einer Residency: Der Sänger spielt mehrere Shows in nur wenigen, ausgewählten Städten. Das hat bei vielen Anhängerinnen und Anhängern im Vorfeld der Tour für Enttäuschung gesorgt.
„Ein Großteil meiner Überlegungen dahinter dreht sich darum, dass es die Show meiner Meinung nach besser macht“, verteidigte Styles seine Entscheidung im Interview mit Apple Music. Wenn er an einem wiederkehrenden Ort spiele, könne er ein weitestgehend normales Leben aufrechthalten. Er könne besser auf sich achten, was sich seiner Ansicht nach in einer besseren Performance niederschlage.
Fans von Harry Styles feiern die neuen Songs
Auch die exorbitant hohen Ticketpreise haben Kritik an der „Together Together“-Tour ausgelöst. Bei den Tausenden Fans, die zum Auftaktkonzert nach Amsterdam geströmt sind, dürfte etwaiger Groll längst der Vorfreude gewichen sein. Bereits mehrere Tage vor dem ersten Konzert (insgesamt spielt der Sänger dort zehn Shows) versammelten sich die Fans, ausgerüstet mit Decken, Regenjacken und Tüten voller Snacks, vor der Arena. Die vielen Stunden, die die Anhänger des Popstars draußen ausgeharrt hatten, taten der Energie des Konzertes offenbar keinen Abbruch.
Konzertkritiken aus dem „Guardian“ und der „Sunday Times“ berichteten von einem überaus enthusiastischen Publikum. „Die Stimmung war sofort da“, schreibt auch das niederländische Musikmagazin „Maxazine“. Die Songs des aktuellen Albums „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“, die bei vielen alteingesessenen Fans weniger Anklang gefunden haben, seien dem „Guardian“ zufolge trotzdem mit großer Begeisterung aufgenommen worden. Das könne laut dem britischen Blatt auch daran liegen, dass manche Songs live deutlich eindrucksvoller wirken als auf der Platte.
Trotzdem würden einige der neuen Songs der „Sunday Times“ zufolge nicht zum Tanzen einladen. Das Gefühl einer durchtanzten Nacht, welches das Album vermitteln sollte, komme nicht immer zur Geltung. Positiv hervorgehoben wird in allen Kritiken durchgehend die Bühnenpräsenz und das Charisma des Popstars. Und seine Fähigkeit, das Publikum zusammenzubringen. Das Zugehörigkeitsgefühl unter den Fans sei laut „Maxazine“ deutlich zu spüren gewesen. Damit hat sich die „Together Together“-Tour ihren Namen bereits verdient.