Das Samsung Galaxy Tab 10.1 im Überblick

12. Juli 2011, 20:05 Uhr

Das Honeycomb-Tablet Samsung Galaxy Tab 10.1 ist leichter und um Haaresbreite dünner als das Apple iPad 2 sowie kleiner als das Motorola Xoom oder das Acer Iconia Tab A500.

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Das Honeycomb-Tablet Samsung Galaxy Tab 10.1 ist leichter und um Haaresbreite dünner als das Apple iPad 2 sowie kleiner als das Motorola Xoom oder das Acer Iconia Tab A500.

Auch der hauseigene Vorgänger Samsung Galaxy Tab 10.1V ist dicker und schwerer und stieß auf nur mäßige Begeisterung bei den Anwendern. Die einzigen Tablets, die dem neuen Samsung-Galaxy-Tablet ernsthafte Konkurrenz machen können, sind das 10,1-Zoll-Tablet Asus Eee Pad Transformer sowie die 7-Zoll-Modelle BlackBerry PlayBook und HTC Flyer sowie das vielversprechende HP TouchPad. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist auf jeden Fall ein ernstzunehmender Herausforderer auf dem Tablet-Markt.

Aber was unterscheidet das Samsung Galaxy Tab 10.1 letztendlich von der Konkurrenz?

Zunächst ist es leichter und dünner. Mit lediglich 8,6 Millimetern Breite ist es um 0,2 Millimeter dünner als das iPad 2 und mit 565 Gramm sogar um 36 Gramm leichter. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist ein Konstruktions-Meisterwerk, bedenkt man seine Größe. Wenn man es in der Hand hält, erinnert es an einen stark verkleinerten Samsung LED-HD-TV (mit diesen Geräten ist Samsung Markführer).

Im Gegensatz zum Acer Iconia A 500 und dem Motorola Xoom findet das Samsung Galaxy Tab 10.1 die geeignete Balance zwischen einem E-Book-Reader (wie dem Amazon Kindle 3) und einem 10-Zoll-Tablet, das sich perfekt zum Zeitvertreib auf einer langen Reise eignet.

Mit Android Honeycomb (Version 3.1) hat Samsung sich für ein Betriebssystem entschieden, dass sich auch auf dem Asus Eee Pad Transformer findet. Anwender erhalten dadurch einige neue Funktionen. Widgets können beispielsweise in ihrer Größe verändert werden und der Anwender kann in einem Pop-up-Fenster durch alle geöffneten Apps scrollen.

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 verfügt leider über keinen USB-Anschluss, daher können die User nicht von dem neuen Android-3.1-Feature profitieren, mit dem sich Peripheriegeräte anschließen lassen. Das ist sehr schade, doch Samsung setzt mit dem Tablet anscheinend andere Prioritäten und konzentriert sich hauptsächlich auf die Mobilität des Tablets.

Samsung hat das Galaxy Tab 10.1 gegenüber dem Vorgängermodell mit einer schwächeren Kamera ausgestattet. Während beim Galaxy Tab 10.1V eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite zu finden ist, verfügt das Galaxy Tab 10.1 lediglich über eine 3-Megapixel-Kamera, die aber immer noch dreimal leistungsstärker ist als jene des Apple iPad 2. Das Samsung-Tablet hat auf der Vorderseite außerdem eine 2-Megapixel-Kamera eingebaut.

Das Tablet bietet einige interessante Funktionen und Ergänzungen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders beeindruckend wirken, aber als Ganzes Apple Konkurrenz machen.

Das Samung Galaxy Tab 10.1 verfügt über einen 7000mAh-Akku, der in Tests bis zu neun Stunden Leistung erbrachte. Apple im Vergleich verwendet für das iPad 2 einen 6600mAh-Akku.

Das 10.1 verfügt über einen vierachsigen Beschleunigungssensor und einen Drehsensor (Gyrometer), die auch in Navigationsgeräten vorkommen und Richtungs- als auch Bewegungsänderungen erkennen können. Das iPad 2 wurde lediglich mit einem dreiachsigen Beschleunigungssensor ausgestattet. Dies scheint auf den ersten Blick kein großer Unterschied zu sein, macht sich jedoch in der Praxis bemerkbar. Besonders Gamer können mit dem Galaxy Tab 10.1 schnelle Reaktionen bei raschen Drehungen und Bildschirmrotationen sowie eine sehr gute Steuerung erwarten.

Natürlich bietet das Samsung Galaxy Tab 10.1 auch andere Funktionen, die mittlerweile auf Android-Tablets Standard sind: integriertes GPS, Unterstützung von Adobe Flash innerhalb des Browsers (allerdings nicht vorinstalliert), eine Bildschirmauflösung von 1290 x 800 Pixel, Bluetooth, WLAN, einen NVIDIA Tegra 2 Doppelkernprozessor und Android-Tablet-Apps.

Das Tablet bietet großartige Lautsprecher an beiden Seiten und Videos werden in einer Auflösung von 1080p wiedergegeben. Das Medien-App-Angebot auf dem Samsung Galaxy Tab 10.1 kann durchaus als unterentwickelt bezeichnet werden. Filme können zwar über das Web gestreamt werden, aber es wird keine App angeboten, die das Herunterladen von Filmen vereinfacht. Samsung hat aber bereits zugesichert, bald eine Media-Hub-App zu veröffentlichen, über die Filme gekauft oder ausgeliehen werden können. Eine weitere App namens "Social Hub" soll ebenfalls auf den Markt kommen. Diese macht es möglich, Feeds aus Sozialen Netzwerken, E-Mail-Konten, Instant-Messaging-Dienste, Kalender sowie Kontaktlisten zusammenzufassen.

Ausgeliefert wird das Tablet samt Ladegerät, USB-Kabel und Kopfhörer.

Fazit: Alles in allem ist das Samsung Galaxy Tab 10.1 das bisher beste Android-Tablet. Obwohl das Asus-Tablet Eee Pad Transformer ein ähnlich gutes Tablet ist, überzeugt das Galaxy Tab 10.1 in der Praxis mehr.

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist in jeder Hinsicht ebenso leistungsstark wie das Apple iPad 2. Es ist darüber hinaus schmaler und leichter. Das Gaming funktioniert einwandfrei und die Bewegungssteuerung ist auf dem neuesten Stand der Technologie. Der Bildschirm lässt sich schneller und exakter drehen als beim iPad 2 und ist genauso klar und hell wie der des Apple-Tablets.

Das Galaxy 10.1 ist das leichteste und dünnste Tablet auf dem Markt. Es ist perfekt, um schnell eine E-Book-Lesepause einzulegen oder sich die Zeit mit Spielen zu vertreiben.

Mittels der Dropbox-App lassen sich selbst gedrehte Videos auf das Gerät laden. Beim Abspielen kann sich der Anwender auf eine farbgetreue Wiedergabe freuen. Auch die Akkulaufzeit ist mit bis zu neun Stunden (trotz Video- und Spielekonsum) ein klarer Pluspunkt für das Tablet.

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist definitiv eine gute Entscheidung für jene Anwender, die ein leichtes Android-Tablet für unterwegs suchen. Bei den Apps müssen die Anwender Abstriche gegenüber dem Apple-Betriebssystem iOS machen. Gute Apps für Googles Android sind nach wie vor rar gesät.

Bei den Anwendungen für Kinofilme und TV-Shows gibt es ebenso Nachholbedarf, doch Samsung hat bereits Apps wie "Media Hub" und "Social Hub" angekündigt. Außerdem will Samsung eine Verbesserung der Benutzeroberfläche anbieten.

Einen Minuspunkt erhält das Tablet durch die Oberfläche des Bildschirms, der Schmutz magisch anzuziehen scheint. Außerdem gibt es keine App zur Synchronisation von Inhalten und noch können Filme nicht über DLNA (Digital Living Network Alliance) auf das Tablet gestreamt werden.

Ein paar Probleme hat es außerdem mit der Texteingabe gegeben - der eingetippte Text erschien teils erst mit Verzögerung auf dem Bildschirm.

Man kann das Galaxy Tab 10.1 durchaus als gelungen betrachten. Es kann dem Apple iPad 2 ohne weiteres durchaus Konkurrenz machen und schlägt jedes andere verfügbare Android-Tablet auf dem Markt.

Wem die Apple-Politik mit seinen strikten App-Richtlinien im App Store nicht zusagt beziehungsweise wer am Android-OS Gefallen findet, sollte auf jeden Fall zugreifen. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist dann definitiv die beste Entscheidung, die man derzeit treffen kann. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist ab Mitte Juli zum Listenpreis von 629,99 Euro erhältlich.

TR
 
 
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