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15. April 2010, 17:24 Uhr

Flexibilität nur gegen Aufschlag

Viele DSL-Anbieter versüßen ihre Vertragsangebote unter anderem mit kurzen Kündigungsfristen - die der Kunde allerdings bezahlen muss. Das Verbraucherportal Toptarif hat bekannte DSL-Anbieter verglichen. Ergebnis: Ohne Mindestlaufzeit wird es einige hundert Euro teurer.

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DSL-Verträge ohne Mindestlaufzeit - flexibel, aber teurer© Frank Rumpenhorst/DPA

Wie auch bei den Handyverträgen herrscht auf dem Markt der schnellen Internetzugänge seit einigen Jahren ein harter Konkurrenzkampf, wodurch die Preise fallen. Die Anbieter von DSL-Anschlüssen locken Kunden mit immer höheren Rabatten, Sonderaktionen und verbessertem Service. Außerdem werden - wie auf dem Mobilfunkmarkt - neben den klassischen Verträgen mit einer Laufzeit von 24 Monaten auch vermehrt Tarife ohne Mindestlaufzeit und mit kurzer Kündigungsfrist angeboten. Diese Flexibilität bedeutet für den Kunden allerdings deutlich höhere Kosten, wie das Verbraucherportal Toptarif bei einem Vergleich bekannter DSL-Angebote ermittelt hat. (Das Berliner Unternehmen liefert für stern.de auch Tarifrechner zu Gas- und Stromverträgen.)

"Während die monatlichen Grundgebühren bei klassischen Standardverträgen und bei Verträgen ohne Mindestlaufzeit in der Regel gleich bleiben, profitiert der Laufzeitkunde oftmals von verschiedenen Boni und Vergünstigungen bei Einrichtungspreis und Hardware", sagt Toptarif-Experte Ingo Bohg. "Bei einem flexiblen Vertrag muss man zugunsten der kurzen Bindung auf die meisten dieser Vorteile verzichten."

Bis zu 36 Prozent höhere Kosten

Toptarif hat DSL-Komplettpakete (mit einer Übertragungsrate bis zu 16.000 Kilobit/Sekunde) von vier Anbietern verglichen. Das Resultat: Die Freiheit bei der Vertragslaufzeit ist mit bis zu 36 Prozent höheren Kosten verbunden.

Beim Anbieter 1&1, der laut Toptarif zurzeit verstärkt für seinen flexiblen Tarif wirbt, können Neukunden die DSL-Pakete ohne Mindestvertragslaufzeit zwar zum gleichen Grundpreis beziehen, aber ohne viele Vorteile eines Laufzeitvertrages. Beispielhaft der Tarif "1&1 Doppel-Flat 16.000": Beim Zweijahresvertrag wird der Einrichtungspreis entlassen, außerdem gibt es ein Startguthaben. Gesamtwert dieser Vergünstigungen: rund 200 Euro.

Bei Alice ist es ähnlich: Beim Tarif "Alice Fun" bleiben Grundgebühr mit und ohne Flexibilität gleich. Die Einrichtungsgebühr entfällt aber beim Laufzeitvertrag, außerdem gibt es einen geldwerten Bonus. Insgesamt kostet der flexible Tarif rund 210 Euro mehr. Verglichen wurden außerdem Tarife von O2 ("O2 DSL Komplett Premium") und vom Billiganbieter Congstar ("Komplett 2"), mit ähnlichen Resultaten. Die Ergebnisse aller vier Tarifvergleiche können Sie der Grafik oben rechts entnehmen.

"DSL-Kunden sollten bei der Wahl eines neuen Tarifs die Vor- und Nachteile eines flexiblen Vertrags abwägen", rät Toptarif-Experte Bohg. "Durch die hohen Anschaffungskosten sind Tarife ohne Mindestlaufzeit anfangs teurer. Erst auf längere Sicht überwiegen die Vorteile." Denn Neukunden-Boni und andere Vergünstigungen fallen bei Bestandskunden kaum mehr ins Gewicht. Der flexible Kunde hat in der Regel weiterhin die gleichen monatlichen Kosten wie der Laufzeitkunde, kann jedoch jederzeit kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Zu beachten ist allerdings: Auch bei den flexiblen Tarifen gelten unterschiedliche Kündigungsfristen. Ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen ist - wie immer - dringend zu empfehlen.

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KOMMENTARE (4 von 4)
 
friedolin (16.04.2010, 08:57 Uhr)
Mein Tip:
Alten Vertrag OHNE Übernahme des Anschlusses Kündigen und auslaufen lassen.
Danach Neuanschlusss. Gibt keine Probleme.
tobix (16.04.2010, 08:35 Uhr)
Das ist reine Werbung hier
6x das Wort "Toptarif".
4x Link auf die Website.

Dazu ein paar Binsenweisheiten (Flexibilität kostet mehr, Verträge mit Mindestlaufzeit auf lange sicht billiger, ...).

Das ist kein journalistischer Artikel. das ist reine Werbung.

stern.de, kennzeichnet das ganze doch bitte gleich als "Partnerangebot" oder einfach "Werbung".
sudoku35 (15.04.2010, 19:03 Uhr)
@Leseratte79
Ja, ich hab einmal versucht, meinen damals bestehenden Freenet-Anschluss beim Umzug "mitzunehmen". Als dies selbst nach 3 Monaten noch nicht geklappt hat und niemand mir den Grund dafür sagen konnte, habe ich den Vertrag gekündigt und einen neuen Anschluss (dieses Mal bei Alice) einrichten lassen, was innerhalb von einer Woche funktioniert hat. Seitdem ändere ich meinen Vertrag nur noch beim selben Anbieter, wenn sich die Bedingungen verbessern. Falls ich umziehen sollte, würde ich den Vertrag kündigen und einen neuen abschließen, aber ganz sicher nicht den alten mitnehmen.
Leseratte79 (15.04.2010, 17:36 Uhr)
Flexibilität????
Schon einmal versucht mit einem bestehenden Anschluss umzuziehen oder den Anbieter zu wechseln? Irgendeiner macht immer Mist (meistens der magenta Riese mit seinen Technikerterminen) und man wartet gut und gerne einmal 3 Monate auf die Freischaltung (manche Anbieter bekommen den Wechsel gar nicht hin (Anschluß existiert plötzlich nicht mehr, 3er Konflikt zwischen 3 beteiligten Anbietern, usw. usw, usw.) Weder bei mir noch bei jemandem den ich kenne hat ein Wechsel zum angepeilten Termin geklappt (nur über Kabel hat es funktioniert).
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