Ikea attackiert Fernseher-Markt

17. April 2012, 17:58 Uhr

Ein Fernseher von Ikea? Kommt schon im Sommer. Und die Schweden verschmelzen den Multimedia-Flachbildschirm aus China gleich mit dem passenden TV-Möbel.

Ikea, Fernseher, Uppleva, Wohnzimmer

Das Wohnzimmer wird zur Multimedia-Zentrale: Der Fernsehschrank Uppleva ist Möbelstück und Bildschirm in einem©

Ikea hat schöne Lampen, große Schränke und leckere Hotdogs. Und demnächst auch Fernseher. "Uppleva" heißt die neue "All in One"-Lösung fürs Wohnzimmer: Das Möbelstück ist Schrank, Bildschirm, Bluray-Player und Soundsystem in einem.

Die Basisversion von Uppleva besteht aus einem LED-Fernseher mit einer Bildfrequenz von 400 Megahertz, um auch bei schnellen Bildern wie Fußball oder Formel 1 nicht schlapp zu machen. Mit an Bord sind außerdem Wlan und ein separater Subwoofer, der dank Funkübertragung beliebig im Raum positioniert werden kann. Der Fernseher ist zudem ein sogenannter "Smart TV", das heißt er unterstützt zahlreiche Apps wie beispielsweise das Videoportal Youtube. Der Preis für das Komplettpaket: ab 899 Euro.

Und wann geht es los? In Deutschland wird der Ikea-Fernseher ab Sommer zunächst nur in zwei Berliner Märkten (Lichtenberg und Spandau) zu kaufen sein. Massenhaft soll das neue Produkt dann im Herbst zunächst in Frankreich, Italien, Schweden, Polen, Dänemark, Spanien, Norwegen und Portugal verkauft werden. Den Verkaufsstart in den verbleibenden Märkten plant Ikea für Frühjahr 2013.

Technik aus China

Die Technik liefert der chinesische Hersteller TCL, einer der größten Hersteller von Fernsehgeräten und Blu-Ray/DVD-Playern der Welt. Schön: Nervige Kabel verschwinden elegant im Hals des Geräts.

Die Bildschirmdiagonale misst mindestens 32 Zoll, das Gerät bietet zwei USB-Anschlüsse und vier HDMI-Ports für zusätzliche Abspielgeräte und Spielkonsolen. Auch Mp3-Player können an die Multimedia-Anlage angeschlossen werden. Eine Fünf-Jahres-Garantie ist im Preis enthalten.

"Das ist ein großer Schritt für uns", sagte der für Wohnzimmer-Einrichtungen zuständige Ikea-Manager Magnus Bondesson. Nach dem neuen Konzept könnten die Kunden ihre aufeinander abgestimmten Möbel und Elektronikgeräte in einem Geschäft kaufen.

Die Kooperation mit den Chinesen ist nicht der erste Schritt über die Möbelbranche hinaus: Seit Jahren verkauft Ikea Hausgeräte, die zusammen mit Whirlpool und Electrolux entwickelt werden. TCL Multimedia bietet in Europa vor allem Fernseher unter den Marken TCL und Thomson an.

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