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26. November 2007, 16:09 Uhr

Gegen den DSL-Notstand in der Pampa

Über 2200 Gemeinden in Deutschland haben derzeit keinen Zugang zum schnellen Internetanschluss. Dagegen möchten jetzt die Telekom-Konkurrenten angehen und auch die restlichen DSL-Lücken in abgelegenen Ortschaften schließen.

Auf dem Land kein Breitband in Sicht© Picture Alliance

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom wollen noch bestehende "weiße Flecken" bei der Breitbandversorgung beseitigen. Dazu sei mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Deutschen Landkreistag ein Aktionsbündnis geschlossen worden, sagte ein Sprecher Branchenverbands VATM in Köln. In einer ersten Phase sollen die Regionen ermittelt werden, in denen die Menschen noch keinen schnellen Internetzugang haben.

Im zweiten Schritt will der Verband zusammen mit den betroffenen Gemeinden erörtern, wie die Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen werden können. "Über 2200 Gemeinden haben derzeit keinen Zugang zu schnellen Internetanschlüssen", sagte der VATM- Sprecher. Betroffen sind vor allem abgelegene Ortschaften, bei denen sich ein Anschluss an das DSL-Netz der Deutschen Telekom oder das eines Wettbewerbers wirtschaftlich nicht rechnet. Die Unternehmen haben in den vergangenen Jahren zwar massiv in den Ausbau ihrer DSL- Infrastruktur investiert, haben sich dabei aber auf Ballungsgebiete fokussiert.

Wimax und DSL über Satellit als Alternativen

"Wenn es gelingt, alle Kräfte zu bündeln und mit bereits bestehenden Bestrebungen auf Bundes- und Landesebene zu koordinieren, sollten innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate 90 Prozent der nicht versorgten Gemeinden einen Zugang zum schnellen Internet bekommen können", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Nötig sei eine Mischung verschiedener Anschlusstechnologien. Als Alternativen zu den schnellen Kabel- und DSL-Netzen gelten Wimax und DSL über Satellit.

Der Druck auf Telekomanbieter und Politik ist in den vergangenen Monaten gestiegen, da die unterversorgten Gemeinden wirtschaftliche Nachteile befürchten. "Die Gemeinden leiden aufgrund der Abwanderung ihrer Gewerbetreibenden und Wertverlust von Immobilien und Grundstücken", sagte Grützner. Die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen ist deutlich angezogen - für dieses Jahr rechnen Experten mit vier bis fünf Millionen Neukunden. Zum Jahresende würden damit zwischen 18 und 19 Millionen Haushalte über einen schnellen Internetzugang verfügen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
alessi (29.11.2007, 09:48 Uhr)
abgelegene Gemeinde???
....bisher wußte ich nicht dass die Hessische Landeshauptstadt (Wiesbaden) eine abgelegen Ortschaft ist. Seit Jahren bemüht man sich in unserem Ortsteil DSL zu bekommen..bis heute Fehlanzeige!!!
aqpa (27.11.2007, 23:51 Uhr)
dsl v. umts
da ich auch in der "pampa" auf dsl such war, kenn ich nun etwas anders empfehlen - umts, von diversen anbietern angeboten, z.b. BASE von e-plus. sogar schneller als normal dsl
Schwarzenegger (27.11.2007, 13:35 Uhr)
DSL überall ist machbar
In der Schweiz wurde ein Gesetz erlassen, das die Grundversorgung mit DSL überall vorsieht. In Frankreich ist noch auf dem letzten elsässichen Dorf zumindest ein 750er Anschluß möglich. Auch hier gab es staatliche Vorgaben. Spätestens hier wird die FDP-Forderung vom Staat, der sich zurückhaltenden muß, mit dem törichten deutschen Egebnis widerlegt.
Littledrummer (27.11.2007, 10:05 Uhr)
Halb-DSL
Für mich wäre auch entscheidend, dass so aisgebaut wird, das man auch die Bandbreite erhält, zumindest ungefähr, für die man bezahlt. Ich zahle seit 4 Jahren für einen 1000er-Anschluss, real steht mir aber nur ein 450er zur Verfügung. Würde gern 2000er haben und dafür auch zahlen, aber das scheint bei der T-Com nicht drin. Auf Fragen diesbezüglich bekomme ich immer nur Standart-Textbaustein-Antworten.
Dudu (27.11.2007, 08:58 Uhr)
Ballungsräume ohne DSL
Auch in direkter Anbindung zu Berlin (sogenannter Speckgürtel) gibt es oftmals kein DSL
-Dagegen- (27.11.2007, 08:13 Uhr)
Realitätsverlust?
Wir wohnen in Sichtweite des Messegeländes in Hannover, wo ja bekanntlich die CEBIT stattfindet. DSL = Fehlanzeige. Die Telekom hat in den 90 er Jahren das Gebiet kostengünstig per Multiplexer erschlossen. Ohne Buddelei geht hier garnichts. Die Alternative "DSL on Air" ist eine Mogelpackung. Wenn viele Nutzer online sind sinkt die Datenrate dramatisch.
Schwaebin (27.11.2007, 07:08 Uhr)
Von wegen abgelegene Gemeinden!
Ich komme ursprünglich aus einem Dorf 20 km ausserhalb einer Stadt mit 120.000 Einwohnern. Selbst da ist immer noch kein DSL Anschluss vorhanden.
gmathol (27.11.2007, 00:15 Uhr)
Kleiner Nachtrag: Schon mal was von SKY-DSL gehoert?
Preise sind etwas hoeher und man muss etwas in die Hardware investieren.
Warum klagen wenn es diese Alternative gibt?
gmathol (27.11.2007, 00:10 Uhr)
Glaube kaum das der Wettbewerb ueberhaupt in den Ausbau investiert.
Die warten naemlich alle solange bis die Telekom die entsprechende Infrastruktur liefert, um dann die veraergerten Buerger als Kunden zu gewinnen.
Knuffiman (26.11.2007, 22:22 Uhr)
kein DSL oder nur halb
Wichtig wäre auch die Geschwindigkeit zu erhalten, die man geordert hat und für die man auch bezahlt.
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