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21. September 2005, 15:01 Uhr

Massen-Anzeigen gegen "Internetpiraten"

Zwei deutsche Software-Hersteller haben 20.000 Anbieter illegaler Downloads von Computerspielen angezeigt. Die Gerichte stöhnen unter der Anzeigenflut - mancher Software-Dieb dürfte ungeschoren davon kommen.

Nicht jeder "Internetpirat" wird vor Gericht landen - die Menge der Klagen ist einfach zu groß© Johannes Eisele/DDP

Zwei Hersteller von Computerspielen aus Karlsruhe haben bei der Staatsanwaltschaft rund 20.000 Anzeigen gegen mutmaßliche "Internetpiraten" eingereicht. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, lauten die Anzeigen auf Verletzung von Urheberrechten. Grund: Jugendliche bieten in Tauschbörsen im Internet immer öfter die von den Firmen produzierten Computerspiele zum kostenlosen Herunterladen an. Der Sprecher bestätigte einen Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten".

Die Staatsanwaltschaft hat den Angaben zufolge eine so große Anzeigenflut bisher noch nicht erlebt. Es werde einige Zeit dauern, die Benutzeradressen zu ermitteln. Allerdings würden nicht alle 20.000 Verfahren vor Gericht landen. Das Strafmaß reiche von einer Schadenersatzforderung von 50 Euro im Einzelfall bis zur Haftstrafe für Wiederholungstäter. Zu den begehrtesten Objekten der Jugendlichen zählt laut Zeitungsbericht das Echtzeit-Strategiespiel "Earth 2169". Dem Hersteller zufolge wurden 14.000 Kopien in Internet-Tauschbörsen kostenlos heruntergeladen.

DPA
 
 
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