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Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat kritisiert, dass Finanzämter und Sozialbehörden immer häufiger Konten überprüfen.
Im Februar war es noch abgelehnt worden: Nun hat das EU-Parlament dem umstrittenen Swift-Abkommen zugestimmt, das US-Geheimdiensten die Einsicht in Kontodaten von Millionen von EU-Bürgern erlaubt.
Als Ausnahme gedacht, inzwischen zur Routine verkommen: Datenschützer beklagen, dass die Behörden immer ungehemmter die Kontodaten von Bürgern kontrollieren. In einigen Bundesländern sind die Ämter offenbar besonders eifrig.
So wird in Berlin regiert: plötzliche Einigung, spontane Pressekonferenz, Gründung einer Kommission. Wie zwei Minister, husch, husch, die Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze präsentierten.
An diesem Montag trifft "Swift" in Kraft. Der Name hört sich harmlos an, das Abkommen, das dahinter steckt, ist das Gegenteil. Es sichert den USA Zugriff auf europäische Bankddaten. Jeder Bürger mit Konto könnte ins Visier der US-Behörden geraten. Doch länger als ein paar Tage wird es "Swift" in der jetzigen Form wohl nicht geben.
Datenmissbrauch in Deutschland: Tarnfirmen sollen bis zu 17.000 Bankdaten ausspioniert und missbraucht haben. Kontonummern wie auch Namen, Adressen und Geburtstage sollen auf CDs verkauft worden sein. Datenschützer raten allen Bundesbürgern, ihre Kontoauszüge zu überprüfen.
Internetbetrüger werden immer dreister: Derzeit fluten gefälschte Steuerbescheide deutsche Postfächer. Einige Kriminelle sind noch dreister und sperren gleich den PC. Wir zeigen, wie sie sich schützen.
Unerwünschte Werbung am Telefon kann nervig sein - und teuer werden. Mit zum Teil miesen Tricks werden dem Angerufenen die Kontodaten entlockt. Ein Insider berichtet.
Er lehrte Steuerbetrüger wie Klaus Zumwinkel das Fürchten, verkaufte 13 Staaten Liechtensteiner Kontodaten für Millionen und taucht dann ab: Heinrich Kieber. Dem stern gab er sein erstes Interview. Es enthält - wie auch sein Buch - Schilderungen wie aus einem Agententhriller.
Aus dem eigenen Lager hagelt es Kritik an Kanzlerin und Finanzminister. Soll der Staat die berüchtigte Daten-CD kaufen? Das fragt sich auch die stern.de-Redaktion. Er muss es, findet Hans Peter Schütz. Er darf es keinesfalls, meint Manuela Pfohl.
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