Selbst der Vertreter Gottes auf Erden kann bei einem Kundenservice-Mitarbeiterin an seine Grenzen stoßen. So geschah es wohl Papst Leo XIV. Davon berichtet sein enger Freund, Pfarrer Tom McCarthy, bei einem Treffen von Katholiken in Naperville, Illinois.
Wie die „New York Times“ berichtet, habe der Papst sich mit seinem bürgerlichen Namen Robert Prevost per Telefon beim Kundenservice seiner Bank gemeldet. Sein Anliegen: Er müsse seine in den Akten hinterlegte Telefonnummer und Adresse ändern.
Der Papst habe dann, so McCarthy, die Sicherheitsfragen alle korrekt beantwortet. Dann habe ihm die Frau am Telefon aber erklärte ihm jedoch, das reiche nicht aus. Er müsse persönlich in der Filiale vorbeikommen. „Ich werde das nicht machen können“, hat der Papst dann geantwortet. Und frustriert hinzugefügt: „Ich habe ja alle Sicherheitsfragen beantwortet.“ Als das nichts half, habe er eine andere Strategie gewählt und gefragt: „Würde es helfen, wenn ich Ihnen sage, dass ich Papst Leo bin?“ Die Mitarbeiterin legte daraufhin auf.
Papst Leo beantwortete alle Sicherheitsfragen korrekt
McCarthy hat die Echtheit seiner Geschichte noch einmal bestätigt. Der Vatikan reagierte auf eine Anfrage der „New York Times“ bislang nicht. Dem Papst gelang es schließlich, mithilfe eines befreundeten Pfarrers seine Daten zu ändern. Die Identität der Beraterin, die den Anruf abbrach, ist nicht bekannt. „Können Sie sich vorstellen, bekannt zu werden als die Frau, die den Papst abgewimmelt hat?“, sagt Pfarrer McCarthy.