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Kriminelle können Daten stehlen Mehr als 1000 deutsche Online-Shops sind unsicher


Erschreckende zahlen vom BSI: Bei mindestens 1000 deutschen Online-Shops können Cyberkriminelle beim Bestellvorgang Kontodaten von Verbrauchern abgreifen. Nun hat sich die Regierung diesbezüglich geäußert.

Bei mindestens 1000 deutschen Online-Shops können Cyberkriminelle beim Bestellvorgang Kontodaten von Verbrauchern abgreifen oder persönliche Angaben der Kunden ausspähen. Beim sogenannten Online-Skimming (zu deutsch: Abschöpfen) schleusen Kriminelle einen schädlichen Programmcode in veraltete Versionen der Shop-Software ein, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Montag mit. Dieser übermittle dann die Zahlungsinformationen der Kunden an die Täter. Für den Verbraucher sei der "Datenabfluss" nicht zu erkennen.

Betroffen sind laut BSI Online-Shops mit der weit verbreiteten Software Magento. Bereits im vergangenen September seien weltweit knapp 6000 betroffene Online-Shops entdeckt worden, darunter auch mehrere hundert Shops deutscher Betreiber. Die Sicherheitslücke sei von vielen Betreibern aber "bis heute nicht entfernt" worden oder ihre Server seien erneut infiziert worden, erklärte die Behörde. In Deutschland sei die Zahl der betroffenen Shops deshalb auf mindestens 1000 angestiegen.

Viele Betreiber von Online-Shops gingen bei der Absicherung ihrer Seite "sehr nachlässig" vor, kritisierte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Sie seien aber laut Telemediengesetz dazu verpflichtet, ihre Systeme gegen Angriffe zu wappnen und dazu schnell und regelmäßig Sicherheitsupdates einzuspielen.

Die Regierung hat Online-Händler zu einem besseren Schutz ihrer Kunden vor Datenmissbrauch aufgefordert. "Verbraucher müssen davon ausgehen können, dass Online-Händler die nötigen Maßnahmen ergreifen, um den Schutz sensibler Kundendaten zu sichern", sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Gerd Billen am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

cf DPA AFP

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