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26. November 2009, 15:09 Uhr

Textnachrichten aus dem World Trade Center

Im Internet sind Hunderttausende Pager-Nachrichten zu den Terroranschlägen des 11. September 2001 veröffentlicht worden. Die Website Wikileaks stellte die Nachrichten ins Netz, um "die Wahrheit" ans Licht zu bringen.

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Der Blick über den Hudson River zeigt den zweiten Zwillingsturm des World Trade Centers in New York kurz vor seinem Einsturz am 11. September 2001© Hubert Boesl/DPA

Die Website Wikileaks, die sich nach eigenen Angaben darum bemüht, die "Wahrheit" ans Licht zu bringen, stellte Textnachrichten ins Netz, die am 11. September 2001 per Pager abgeschickt wurden. Es sind teils verzweifelte Aufrufe an Verwandten oder Ehegatten sich zu melden, teils sind es auch Mitschnitte der Polizei und Feuerwehr.

"Bitte, geh nicht aus dem Gebäude raus. Einer der Türme ist gerade zusammengestürzt. Bitte sei vorsichtig!", zitierte der Nachrichtensender Fox News aus einer der Mitteilungen. Aus anderen gehe hervor, dass der Geheimdienst befürchtet habe, dass das Flugzeug mit dem aus Florida nach Washington fliegenden US-Präsidenten George W. Bush ebenfalls ein Ziel der Terroristen sein könnte. Daraufhin sei die Maschine umgeleitet worden.

Insgesamt wurden nach Angaben von Wikileaks 573.000 Textnachrichten veröffentlicht, die über Handys oder Pager in einem Zeitraum von 24 Stunden vor und nach den Anschlägen verschickt wurden. Bei den Anschlägen in New York und auf das Verteidigungsministerium bei Washington waren damals etwa 3000 Menschen getötet worden.

Wikileaks hat es sich zum Ziel gesetzt, Offenheit und Meinungsfreiheit dadurch zu fördern, dass bislang geheime, zugespielte Dokumente online veröffentlicht werden. Die Pager-Mitteilungen seien Wikileaks vor einigen Wochen zugegangen, erklärte ein Wikileaks-Sprecher. Sie seien ein weiterer Baustein, um ein Bild von den Ereignissen dieses Tages zu bekommen. Die Paper-Mitteilungen stammten von den Kunden der Firmen Metrocall, Skytel und Arch. Das Unternehmen USA Mobility, das Arch und Metrocall 2004 zusammenführte, erklärte, man sei besorgt, da offenbar die Kommunikation von Regierungsbehörden abgefangen worden sei. Das sei ein klarer Gesetzesverstoß.

 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
kralli19 (27.11.2009, 13:58 Uhr)
Auch Toll-Collect...
Auf Wikileaks kann man jetzt auch die geheimen Unterlagen zu Toll-Collect einsehen...nicht uninteressant !
Und auch der gutachterliche "Ablaßbrief" für Ratiopharm ist dort nachzulesen, wo allerdings schon die Ratiopharm-Anwälte dran sind, den Bericht rauszuklagen - erfolglos denke ich, wie es viele andere Institutionen auch schon versucht haben.
Jedenfalls werden diese Berichte schon andernorts im Netz gespiegelt.
Epedemic (26.11.2009, 15:51 Uhr)
Zensur
Na wenn die nicht schon kräftig zensiert wurden, wobei so lang ist 9/11 ja garnicht her.
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