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29. Juli 2009, 11:32 Uhr

Twittern kann teuer werden

140 Zeichen - und jede Menge Ärger: Eine US-Bürgerin hatte sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter über den Zustand ihrer Wohnung beklagt und dem Wohnungsunternehmen vorgeworfen, Schimmel zu verharmlosen. Die Firma klagte auf Schadenersatz in Höhe von 50.000 Dollar.

Twitter, Schadenersatz, Klage, USA

Was auf Twitter erlaubt ist und was nicht, muss sich erst noch herausstellen© Marc Müller/DDP

Weil sie auf Twitter über Schimmel in ihrer Wohnung klagte, soll eine Mieterin in den USA 50.000 Dollar (35.000 Euro) Schadensersatz zahlen. Die Immobilienfirma Horizon, der die Wohnung gehört, reichte eine entsprechende Klage in Cook im US-Bundesstaat Illinois gegen Amanda Bonnen ein. Sie wirft der Frau vor, im Mai eine "falsche und verleumderische" Nachricht über den Onlinedienst für Kurzbotschaften abgesetzt zu haben.

Bonnen schrieb damals auf Twitter: "Wer denkt, dass das Schlafen in einer Wohnung mit Schimmel schlecht für die Gesundheit ist? Horizon glaubt, dass das nichts macht." Diese Aussage sei völlig falsch, argumentiert die Immobilienfirma in ihrer Klage. Bonnen, die inzwischen ausgezogen ist, habe damit das Ansehen der Firma beschädigt und müsse deshalb Schadensersatz zahlen.

Auch stern.de twittert. Eine Übersicht über unsere Twitter-Angebote finden Sie hier.

AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Maria1000 (29.07.2009, 18:20 Uhr)
Sehe ich genauso, Echolot...
.*G*
Echolot (29.07.2009, 14:06 Uhr)
Früher...
...hiess der Straftatsbestand glaub ich noch "Majestätsbeleidigung". Statt auch nur mal eine Sekunde innezuhalten und drüber nachzudenken, gleich mal mit der dicken Klagekeule draufhauen. Super Imagewerbung, liebe Firma. Auch eure Reaktion wird sich über Twitter ziemlich schnell im Internet verbreiten - Glückwunsch!
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