. .
Telefon - Handy und Festnetz
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
22. Juni 2008, 10:17 Uhr

Die Glotze in der Tasche

Pünktlich zur Fußball-EM sind die ersten Fernseh-Handys auf den Markt gekommen. Sie empfangen unterwegs kostenloses Digital-TV. Wem das Display des Telefons zu klein ist, der kann Geräte nutzen, die größer als ein Telefon, aber immer noch tragbar sind. Von Dirk Liedtke

Größer als Handys, kleiner als Fernseher: Xoro HSD 7580 (li.) kostet ab 180 Euro. Philips PET835 (hi.) für 250 Euro. Thinknavi T7 (re.) ab 599 Euro. Technisat Digitmobil 3 kostet ab 110 Euro© Boris Kumicak

Dass sich viele Deutsche kurz vor Beginn einer Fußball-Europameisterschaft einen möglichst großen neuen Fernseher kaufen, ist normal. Doch es gibt auch TV-Geräte, die gegen den Trend gehen: neue Empfänger, deren Bildschirm in der Diagonale gerade mal fünf Zentimeter misst. Erstmals bieten alle vier Handynetzbetreiber ein Mobiltelefon des koreanischen Herstellers LG mit eingebautem Fernseher an. Die Idee dahinter leuchtet ein. Einen Bildschirm hat sowieso fast jeder ständig in der Tasche: das Handy- Display. Warum nicht auch darauf fernsehen? Möglich macht das ein eingebauter Empfänger für DVB-T, das digital und kostenlos über Sendemasten und Funktürme ausgestrahlte "Überall-TV".

LG HB620T: Das gut ausgestattete UMTS-Handy mit TV-Empfänger kostet ohne Vetrag ab 300 Euro© Boris Kumicak

Doch kommen die großen Gefühle aus Hollywood oder aus dem Stadion auf dem kleinen Monitor an? Tatsächlich liefert das TV-Handy LG HB620T erstaunlich scharfe Bilder. Selbst die eingeblendeten Namen der Moderatoren und die Laufbänder der Nachrichtensender lassen sich entziffern - allerdings nur im Schatten. Wenn sich die Sommersonne auf dem Display der Mini- Glotze spiegelt, erahnt man das Bild nur noch. Immerhin hält der Akku so lange, wie ein Fußballspiel dauert: rund zwei Stunden. Leider kann man Sendungen im Breitbildformat 16 : 9 nur mit schwarzen Streifen betrachten. Das LG-Handy ist ohne Vertrag rund 300 Euro teuer - bei Abschluss eines 24-Monate-Vertrags kostet es ab einem Euro. Vodafone hat zusätzlich ein Smartphone mit TV-Empfang im Sortiment, das mit 590 Euro (mit Vertrag ab 249 Euro) recht teuer ist, aber im Querformat ein größeres Display hat.

Bis zu 29 Programme lassen sich mit DVB-T empfangen - nur in wenigen ländlichen Gebieten klaffen noch Empfangslücken. Allerdings: Erst im Lauf des Jahres werden die DVB-T-Frequenzen so umgestellt, dass die Handys alle Sender empfangen können. Derzeit fehlen zum Beispiel in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Sachsen sowie in Hannover, Berlin und Hamburg einige ARD-Sender. Das kann bei der EM Probleme bereiten. Heimlich im Büro ein Fußballspiel zu verfolgen dürfte an der schwachen Teleskopantenne scheitern. In geschlossenen Räumen klappt der Empfang oft nur in Fensternähe. Vor dem Kauf sollte man daher auf der DVB-T-Empfangskarte im Internet (www.ueberallfernsehen. de) die Signalstärke am Wohnort prüfen oder mit einem Leihgerät ausprobieren.

GSmart T600: Das Windows-Mobile-Smartphone kostet ohne Vertrag rund 590 Euro. Das Bild lässt sich auf Querformat umschalten© Hersteller

16 TV-Kanäle

Wenn kein neuer Vertrag mit einem subventionierten Handy abgeschlossen wird, ist ein mobiler DVB-T-Empfänger meist preiswerter als ein TV-Handy. Diese gibt es bereits für ab 110 Euro. Sie haben ein deutlich größeres Display. Auch tragbare DVD-Player und Navigationsgeräte mit DVB-T-Empfang oder DVB-T-Empfänger für das Notebook sind eine Alternative für den Fernsehgenuss unterwegs.

Eigentlich ist dafür ein ganz anderer technischer Standard vorgesehen: das europäische DVB-H (das "H" steht für Handheld, also tragbar). Andere Länder sind hier schon weiter, doch in Deutschland startet dieser Tage erst der Probebetrieb. Der einzige Betreiber, Mobile 3.0, hat große Pläne: Auf 16 TV-Kanälen sollen auch "interaktive" Sender nach dem Vorbild von "Neun Live" laufen. Nur zwei Sender, vermutlich ARD und ZDF, werden frei empfangbar sein. Für die restlichen Programme wird eine Gebühr fällig. Denkbar sind künftig Kombigeräte, die sowohl das kostenlose DVB-T als auch DVB-H empfangen können. Offen bleibt die Frage, wer für 16 Programme Gebühren zahlen würde, wenn er bis zu 29 Programme gratis empfangen kann.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 24/2008

Von Dirk Liedtke
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Digitales Fernsehen Revolution in Raten

In Berlin und per Satellit werden TV-Programme schon digital übertragen. Auch die übrige Republik soll bald mehr Auswahl haben. mehr...

Smartphones Das Internet für die Hosentasche

Sehr schlau, diese Smartphones: Sie laden unsere Lieblingsmusik aus dem Internet herunter und zeigen online unsere schönsten Handyfotos herum. Und navigieren können sie auch. mehr...

Elektro-Smog Wie stark strahlt Ihr Handy?

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat alle gängigen Handys auf ihre spezifische Absorptionsrate untersucht. Lesen Sie hier, wie hoch die Strahlung Ihres Mobiltelefons ist. mehr...

 
Partnerangebot Der stern.de-DSL-Vergleich Der stern.de-DSL-Vergleich Sparen bei DSL-Flatrates

Mit einem DSL-Tarif-Vergleich finden Sie einfach und schnell den zu Ihnen passenden Anbieter. Kostenlos, schnell und sicher! mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft