Ärzte und Psychologinnen können sich anhand bestimmter Anhaltspunkte ein Bild machen. Sie werden sich nach den Essgewohnheiten erkundigen. Zudem werden sie sich dafür interessieren, ob die Gedanken seit längerer Zeit ständig um eine gesunde Ernährung kreisen oder ob eine Abweichung vom Essensplan heftige Schuldgefühle hervorruft.
Auch die mit den Essgewohnheiten verbundene soziale Isolation der Betroffenen ist für Fachleute ein Hinweis auf eine mögliche Orthorexie.
Da Orthorexie nicht als Krankheit definiert ist, gibt es auch keine Leitlinien, um sie zu behandeln. Betroffene sollten wieder lernen, Essen zu genießen. Sie sollten gesunde Ernährung als gut für ihren Körper erleben, nicht als Zwang.
Hilfe bieten Psychologen und Psychotherapeutinnen an. Da Orthorektiker jedoch von der Notwendigkeit und Richtigkeit ihres Verhaltens überzeugt sind, ist es sehr schwer, sie zu einer Therapie zu bewegen.