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Rezension Vegan Kochen ohne exotische Zutaten: Kochbuch bietet leckere Rezepte für Kenner und Anfänger

Frau bereitet vegan Tacos zu
Von Früstücks-Bowls über Smoothies zu Tacos und Empanadas bis hin zu Cupcakes – das Kochbuch "Vegan Food Festival" verspricht Spaß beim Kochen und leckere Endergebnisse (Symbolbild)
© alvarez / Getty Images
Vegan zu kochen kann ganz einfach sein: Das beweist das Kochbuch "Vegan Food Festival". Fern von seltenen Zutaten aus dem Bioladen und mit ausgefallenen, simplen Rezepten zeigt das Buch von Joel Adank und Muriel Widmer, was Veganismus ausmacht. Eine Rezension.

Die größte Angst vor veganer Ernährung findet sich in der Küche: Unbekannte Zutaten, Umdenken und ungewohnte Speisen. Wer überlegt, seine Ernährung umzustellen, trifft schnell auf diese Hürden. Für viele gehört Experimentierfreudigkeit dazu. Dabei ist das gar keine Grundvoraussetzung für veganes Essen.

Vegane Rezepte müssen nicht langweilig sein und fad schmecken und gleichzeitig ist nicht immer ein Gang in den Öko-Bioladen notwendig, um ausgefallene Zutaten für viel Geld zu kaufen. Anders als viele erwarten, kann vegane Ernährung ganz einfach sein: Das beweist allen voran das Kochbuch "Vegan Food Festival" von Joel Adank und Muriel Widmer. Mit bekannten Zutaten Unbekanntes kochen: Das Autoren-Team nimmt Koch und Köchin mit auf eine Reise um die Welt – mit Rezepten, die genauso gut schmecken wie das Original, obwohl sie nicht immer authentisch sind.

"Spaß am Essen"

Joel Adank und Muriel Widmer haben sich während des Studiums kennen gelernt. Gemeinsam starteten sie einen Koch-Blog und gingen ihrer gemeinsamen Leidenschaft fürs Essen nach. Die Rezepte wurden so beliebt, dass daraus drei Kochbücher entstanden. Das neueste erschien diesen Sommer.

"In diesem Buch geht es in erster Linie um den Spaß am Essen", schreiben die beiden Autoren in ihrem Vorwort. Sie erklären, das Buch sei eine kulinarische Entdeckungsreise und "weil beim Kochen komplizierte Rezepte und lange Zutatenlisten oft die größte Spaßbremse sind", hätten sie versucht, die Rezepte so simpel wie möglich zu halten und exotische Zutaten durch handelsübliche zu ersetzen.

Veganes Kochen leicht gemacht

Und das ist dem Paar aus Zürich wunderbar gelungen. Ob Hefezopf, Mini-Pancakes als Müsli, Empanadas oder Lahmacun, die veganen Rezepte überzeugen mit einfachen Anweisungen und Zutatenlisten, bei denen sich Koch oder Köchin nicht gleich wie eine Öko-Tante fühlen. Wenn nicht schon alle Zutaten in der heimischen Küche zur Verfügung stehen, genügt ein Gang in den Supermarkt und die Arbeit kann beginnen.

Die simplen Anweisungen machen sogar Kochanfänger:innen zu Profis und ermöglichen es, leckeres Essen auf den Tisch zu zaubern. Die Arbeitszeitangaben der Rezepte stimmen nahezu perfekt mit der tatsächlichen Arbeitszeit überein und viele Rezepte sind direkt für eine Person ausgelegt. Das macht das Kochen für Single-Haushalte perfekt und erleichtert das Rechnen für Familien.

Festivalplan und Nährstoff-Guide

Neben den ausgeklügelten Rezepten zieht auch die Optik des Buchs in ihren Bann. Fotos, Texte, Rezepte, Grafik und Layout stammen hundertprozentig von dem Autoren-Paar selbst. Zu Beginn des Buches wartet anstelle eines ausführlichen Inhaltsverzeichnisses ein Festival-Plan auf die Köch:innen. Ganz nach dem Motto eines Street-Food-Festivals weisen kleine illustrierte Essensstände auf die einzelnen Kategorien des Buches und die Seitenzahl hin. So gibt es beispielsweise eine kleine Holzhütte für Frühstücksrezepte, ein Verkaufsfahrrad preist asiatische Speisen an und in einem Foodtruck gibt es Süßes.

Direkt danach folgt das Vorwort und einige Seiten, die über vegane Ernährung aufklären. Was steckt dahinter, wie gesund ist es, was bedeutet Veganismus für die Umwelt – all diese Fragen werden geklärt und von einem Nährstoff-Guide, Tipps für mehr Nachhaltigkeit und einem Saisonkalender abgerundet.

Ein Kochbuch perfekt für unerfahrene Veganer:innen

Damit scheint das Kochbuch nicht nur für geübte Veganer:innen perfekt, sondern bietet vor allem für frische und unerfahrene Veganer:innen einen großen Mehrwert. Ganz ohne fremde Zutaten und verrückte Lebensmittelkombinationen erleichtert es den Einstieg in die Welt der pflanzenbasierten Ernährung und nimmt das Gefühl der Unsicherheit. Der Nähstoff-Guide erläutert fundamentale Grundlagen veganer Ernährung und gibt sogar weitere Literatur-Tipps.

Mit bekannten Zutaten zu arbeiten, entlastet Koch und Köchin und nimmt die Hemmungen. Wer nur an veganem Essen interessiert ist, aber noch nicht ganz umsteigen möchte, findet hier genau die richtige Mischung an schlichten – dennoch einzigartigen – Rezepten, die sicher auch jeder fleischessenden Person gelingen und schmecken sowie nützlichen Informationen, um Veganismus besser zu verstehen. Gleichzeitig zeigt "Vegan Food Festival", dass veganes Essen nicht kompliziert und umständlich ist. Veganismus ist kein Verzicht und kann genauso gut schmecken, wie die übliche Ernährungsweise mit tierischen Erzeugnissen.

Weitere Infos über "Vegan Food Festival" gibt es hier.

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