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Besser essen

Bio-Obst

Affen wissen, was gut ist: Sie schälen normale Bananen, Bio-Bananen hingegen fressen sie mit Schale, Stumpf und Stiel. Das zeigt ein Experiment des Kopenhagener Zoos. Die Tiere haben einen guten Riecher: Herkömmlich angebaute Früchte bekommen häufig mehrere Giftduschen, um Schädlinge fernzuhalten.

Bio-Obst ist meist frei von Rückständen oder nur sehr wenig mit Pestiziden belastet. Bei herkömmlich angebauten Obst sieht das anders aus, besonders bei Früchten aus dem Ausland: Häufig werden sogar Mengen gemessen, die die zulässige Grenze überschreiten. Beeren und Birnen aus Deutschland sind weniger giftig. Sofern sie nicht im Treibhaus oder unter Folien wuchsen. Eine Ausnahme bilden deutsche Äpfel: Auch solche aus konventionellem Anbau sind wenig gespritzt.

Apfelduell: Jonagold gegen Golden Delicious

Geht es um Vitamine und andere Nährstoffe, zählt nicht die Anbauweise, sondern nur die Sorte: Saure Äpfel wie Jonagold, Boskop, Braeburn haben mehr Vitamin C als süße wie Cox Orange oder Golden Delicios.

Der Anteil an gesunden Pflanzenstoffen wie Polyphenolen und Antioxidantien ist bei den Sorten Elstar und Golden Delicious in herkömmlicher Anbauweise genau so groß wie in ökologischer. Bio-Kiwis dagegen übertrumpfen ihre normal angebauten Verwandten mit ihrem Gehalt an Polyphenole und Vitamin C.

Tendenziell hat Öko-Obst etwas mehr Vitamin C und mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Denn die Pflanzen saugen weniger Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel auf und haben mehr Zeit zum Reifen.

Bio-Exoten: frühreife Früchtchen

Auf exotische Früchte wie Papaya, Mango und Kiwi will heute kaum noch jemand verzichten. Und schon gar nicht auf Bananen! Doch herkömmlich angebaute Früchte aus dem Ausland werden häufig noch mehr gespritzt als heimische. Zwar gelangen bei Früchten mit dicker Schale nur wenige Pestizide ins Innere. Trotzdem sind Bananen, Apfelsinen, Kiwis und Avocados in Bioqualität begehrt.

Der Nachteil bei den Öko-Exoten: Sie werden zwar nach ökologischen Kriterien angebaut, aber häufig zu früh geerntet, damit sie auf ihrem langen Weg zu uns nicht verfaulen. Je länger die Anreise dauert, desto weniger Nährstoffe haben sie.

Schlecht für die Umwelt: Früchte auf großer Fahrt

Ein zweiter großer Nachteil: Weil die Früchte per Schiff oder per Flugzeug transportiert werden, lagern sie oft Wochen in Kühlcontainern. Die Transportmittel und die Container verbrauchen eine Menge Energie. Das ist schlecht für die Ökobilanz: Eine Schale Erdbeeren aus Neuseeland, die nach Deutschland geflogen wird, erzeugt genauso viel Kohlendioxid wie elf Autofahrten zur Schule.

Kaufen Sie daher besser Obst aus der Region. Und: Wählen Sie Biofrüchte, wenn Sie die Feldarbeit mit Pestiziden nicht unterstützen wollen.

Antje Helms

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