Eier sind gesund, sie enthalten Mineralstoffe, Vitamine, Eisen und viel Proteine. Im Schnitt gönnt sich jeder Deutsche etwa 200 Eier im Jahr.
Die meisten kaufen immer noch Käfig-Eier. Wie das Huhn leben musste, von dem das Ei stammt, sehen Sie an dem Stempel auf dem Ei: Eine Null bedeutet: ökologische Haltung, die Tiere dürfen artgerecht leben, herumlaufen, im Boden scharren, sie haben genügend Platz für sich und bekommen natürliches Futter. Eine Eins heißt: Freilandhaltung, eine Zwei steht für Bodenhaltung - das heißt nur, die Hühner müssen nicht ständig auf einer Stange oder auf Gitterstäben hocken. Eine drei heißt: Diese Hennen fristen ihr Leben in kleinen Käfigen ohne Tageslicht.
Allerdings sind Käfighennen gesünder als ihre herkömmlich gefütterten Schwestern draußen. Denn die Hühner mit Auslauf sind mehr Infektionsrisiken ausgesetzt und werden deshalb von den Bauern vorbeugend und dauerhaft mit Medikamenten gefüttert. Das tun Biobauern nicht.
Öko-Eier sind in etwa genauso gut wie Eier aus herkömmlicher Produktion. Ihr Nährwert unterscheidet sich nicht. Nur den Hennen geht es bei der Biobäuerin besser. Zudem picken die Tiere anderes Futter: Es enthält keine Medikamente und kein Gen-Soja.
Biobetriebe dürfen auch keine Farbstoffe an ihre Hühner verfüttern. Deshalb sind die Dotter von Bio-Eiern heller. Allerdings ist es Ökobauern erlaubt, bis zu 15 Prozent ihres Futters aus konventioneller Herstellung zu beziehen. Dieses herkömmliche Futter enthält den Farbstoff Canthaxanthin. Deshalb ist es möglich, dass auch Bio-Eier Canthaxanthin enthalten. Diese Substanz lagert sich beim Menschen im Augenhintergrund ab und kann Sehstörungen auslösen.
Nicht aus Bio-Eiern verbannen lassen sich Dioxine. Das Gift entsteht bei Verbrennungsprozessen der Industrie und durch den Autoverkehr. Es lagert im Boden und in den Pflanzen. So gelangt es in Milch, Fisch, Fleisch und Eier, egal ob Bio oder nicht. Dasselbe gilt für weitere Umweltgifte wie DDT - ein Insektengift - oder für giftige Chlorverbindungen.
Antje Helms