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28. Dezember 2008, 17:48 Uhr

Screening besser als gedacht

Seit drei Jahren läuft das bundesweite Brustkrebs- Früherkennungsprogramm für Frauen. Die veröffentlichten Ergebnisse künden von großen Erfolgen. Doch noch immer bestreiten einige Experten den Sinn des Screenings. Vielen Ärzten fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Von Bernhard Albrecht

Brustkrebs, Früherkennung, Mammografie

Mittlerweile bescheinigen auch Kritiker dem Screeningprogramm einen hohen Qualitätsstandard© Birgit Klemmt

Brüste, Brüste und noch mal Brüste. Der Radiologe Alexander Jänsch nimmt die Lesebrille ab, reibt sich die Augen, in denen sich das weiße Neonlicht des Bildschirms spiegelt. Nur ein kurzes Zeichen von Schwäche, gleich wird er weiter "befunden", 20 Minuten noch. Dann muss er für fünf Minuten raus aus der fensterlosen Kammer ins Freie, die Fernbrille aufsetzen und die Augen entspannen. "Anders halte ich das nicht durch", sagt er. Jänsch arbeitet als "Befunder" am Referenzzentrum für Mammografie in München, einer der fünf Zentralen, von denen aus das deutsche Mammografie-Screeningprogramm gesteuert wird. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren wird diese kostenlose Reihenuntersuchung alle zwei Jahre angeboten, weil Brustkrebs nach gängiger Lehrmeinung in dieser Altersgruppe am häufigsten auftritt.

Es ist Freitagabend, heute sitzt Jänsch seit dreieinhalb Stunden hier und hat die Röntgenbilder von 180 Frauen gesehen, kaum mehr als eine Minute Zeit ist das pro Frauenschicksal, inklusive Eintragen des Ergebnisses in die Datenmaske des Computers. Kann man sich überhaupt noch konzentrieren, wenn man so schnell so viele Bilder beurteilen muss? "Ich spreche nur für mich, aber ich kann das", sagt der Radiologe. "Sie müssen sich das vorstellen wie einen sportlichen Wettkampf."

Das Screeningprogramm schreibt vor, dass zwei Fachärzte jedes Röntgenbild unabhängig voneinander bewerten. "Und da habe ich den großen Ehrgeiz, möglichst nichts zu übersehen. Das treibt mich an, ich stehe ständig unter Strom, der Puls rast, ich schwitze, und wenn ich nachts nach Hause komme, bin ich noch hellwach", erzählt Jänsch. Wenn er mit offenen Augen im Bett liege, überfalle ihn manchmal die Unsicherheit, ob er ein bestimmtes Bild richtig beurteilt habe. Dann nehme er es sich am nächsten Tag noch einmal vor.

Viele Frauen müssen eingehender untersucht werden

Freitag, 19 Uhr, Beginn der "Konsensuskonferenz". Das ist die zweite Stufe des Screeningprogramms. Hier werden die Röntgenaufnahmen jener Frauen erneut begutachtet, die einer der Ärzte im ersten Durchlauf als abklärungsbedürftig eingestuft hat. Drei Radiologen sitzen vor dem Bildschirm: Neben Jänsch und dem Kollegen, der dieselben Bilder bewertet hat, auch Sylvia Heywang-Köbrunner. Sie ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Mammadiagnostik und "programmverantwortliche Ärztin", das heißt, sie entscheidet abschließend, wie die Röntgenbilder zu beurteilen sind. Bundesweit arbeiten 94 programmverantwortliche Ärzte für das Screening, Heywang-Köbrunner ist in dieser Funktion für rund 100.000 potenzielle Teilnehmerinnen im Raum München zuständig.

Die drei Ärzte diskutieren über jedes auffällige Bild, und wenn Sylvia Heywang-Köbrunner dabei die Wörter "Architekturstörung", "Mikrokalk" und "Asymmetrie" ausspricht, bedeutet das meist für eine Frau, die keiner der Ärzte je gesehen hat, dass sie in einigen Tagen einen Brief erhalten wird, in dem steht: "Für die Feindiagnostik ist die Mammografie in diesem Fall leider nicht ausreichend, sodass wir zur sicheren Befundung ergänzende Untersuchungen benötigen."

Liegen keine früheren Mammografiebilder vor, ist es wahrscheinlicher, dass Frauen noch einmal zur Untersuchung eingeladen werden. "Voraufnahmen helfen uns sehr", sagt Heywang-Köbrunner. "Wenn ein auffälliger Befund vor ein paar Jahren schon genauso aussah, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich dahinter ein bösartiger Prozess verbirgt."

Nach zwei Stunden steht das Ergebnis des Tages fest. Zehn der 180 Frauen bekommen den Brief. "Meistens reicht uns dann eine Ultraschalluntersuchung der Brust oder eine Spezialmammografie, damit wir ausschließen können, dass es etwas Bösartiges ist, und diese Frauen können beruhigt nach Hause gehen", sagt Heywang-Köbrunner. Die Statistik lässt erwarten, dass zwei der zehn Frauen ein drittes Mal kommen müssen, bei ihnen kann erst eine "Stanzbiopsie" Gewissheit darüber liefern, ob sie Krebs haben oder nicht. Dabei entnimmt ein Arzt mit einer dicken Nadel mehrere Gewebeproben aus dem verdächtigen Bereich der Brust.

Hoher Qualitätsstandard

Mittlerweile bescheinigen auch Kritiker dem Screeningprogramm, dass es einen hohen Qualitätsstandard erreicht hat - trotz großer Anlaufschwierigkeiten und trotz unfairer Verteilungskämpfe, bei denen sich die niedergelassenen Ärzte gegen zahlreiche etablierte Brustzentren und Universitätskliniken durchgesetzt haben. Ständig müssen Jänsch und seine Kollegen ihre Diagnosesicherheit in Prüfungen erneut unter Beweis stellen. Jeder von ihnen muss jährlich die Bilder von mehr als 5000 Frauen bewerten, um nicht aus dem Programm zu fliegen. Auch die "programmverantwortlichen Ärzte" werden ständig von den fünf bundesweiten Referenzzentren überwacht, und sogar die Leiter dieser Referenzzentren sind nicht vor Qualitätskontrollen gefeit.

Brustkrebs, Früherkennung, Mammografie

Rund um die Brustwarze liegen blütenförmig die Milchdrüsen und ihre Milchgänge. Rund 65 bis 80 Prozent der aller Tumore entstehen in den Milchgängen© Illustration: Martin Freiling

Oberste Kontrollbehörde ist die EU. Sie hat die strengen Leitlinien für das Brustscreening allen teilnehmenden Ländern vorgegeben; mit dem politischen Ziel, dass künftig in der Gruppe der Teilnehmerinnen am Screening ein Drittel weniger Frauen an Brustkrebs sterben. Wenn das gelingt, könnten in Deutschland jedes Jahr bis zu 3000 Menschenleben gerettet werden. 57.000 Frauen erkranken hierzulande jährlich neu an Brustkrebs, die Hälfte von ihnen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. 17 500 Frauen sterben im gleichen Zeitraum an den Folgen der Erkrankung.

Bis zum OP-Tisch und darüber hinaus greifen die EU-Leitlinien. So muss auch der Arzt, der die Biopsie entnimmt, mindestens 200 solche Untersuchungen im Jahr durchführen, schließlich spielt er eine Schlüsselrolle im Entscheidungsprozess. Ein enges Zeitfenster ist festgelegt, innerhalb dessen alle Untersuchungen erfolgen müssen, damit die Frau sich nicht unnötig lange sorgen muss. Nach einer Operation erfahren alle am Screening beteiligten Ärzte, ob sie mit ihrem Verdacht recht hatten. "Wir alle lernen also ständig dazu, und so wird auch das Programm immer besser, je länger es existiert", sagt Heywang-Köbrunner. "Wo in der ambulanten Medizin haben Sie heute so eine Sicherheit?"

Ende Oktober dieses Jahres stellte die Kooperationsgemeinschaft Mammografie bundesweite Zahlen für das Jahr 2007 vor, die den Erfolg des Programms dokumentieren. Bei 0,74 Prozent der untersuchten Frauen entdeckten die Ärzte Brustkrebs. Fast ein Drittel der Karzinome war kleiner als ein Zentimeter, wurde also in einem sehr frühen Stadium entdeckt, in dem Krebs noch nicht tastbar ist und vermutlich nicht im Körper gestreut hat. Bei 80 Prozent der Frauen waren die Lymphknoten noch nicht befallen. "Das sind Zahlen, mit denen wir uns sehen lassen können, wir übererfüllen die Anforderungen der EU-Leitlinien", sagt Wolfgang Aubke, stellvertretender Vorsitzender der Koope rationsgemeinschaft. Frühestens in zehn Jahren wird sich zeigen, ob das Programm sein Ziel erreicht hat, die Sterblichkeit an Brustkrebs spürbar zu senken.

Streit über Screening nicht beigelegt

Auch wenn alles so perfekt scheint: Der seit Jahren dauernde Expertenstreit über Sinn und Gefahren des Screenings ist noch immer nicht beigelegt. Was ist mit Frauen unter 50 und über 69 Jahren, warum dürfen sie nicht ins Screening? Reicht die Mammografi e zur sicheren Beurteilung der Brust, oder sollen häufi ger Ultraschall und Magnetresonanztomografi e ergänzend eingesetzt werden? Und wie viele Frauen werden wegen eines falschen Alarms unnötig beunruhigt? Jeder argumentiert mit Studienergebnissen und Statistiken, deren Ergebnisse von seinen Gegnern anders interpretiert oder gleich komplett als nicht verwertbar bezeichnet werden. Selbst für Ärzte ist es schwer, sich im Dickicht des Zahlendschungels zurechtzufinden.

Übernommen aus ... GesundLeben GesundLeben
Ausgabe 6/2008

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KOMMENTARE (8 von 8)
 
Robbs (28.01.2009, 23:18 Uhr)
Vorsorge bezüglich Brustkrebs ist sehr gut, aber Datenmissbrauch durch Krankenkassen möglich? Patienten-Ausgrenzung?
Ich finde es sehr gut, dass man eine solche Vorsorge durchführen lassen kann. Da hier jedoch die Vererbung eine nicht unbedeutende Rolle spielt: Könnte dann ein solches Screening im Umkehrschluss nicht auch dazu führen, dass Krankenkassen sich weigern, z.B. die Kinder der betroffenen überhaupt zu versichern? Ich sehe hier die Gefahr der Patienten-Ausgenzung aus dem Versicherungssystem, die hier auf jeden Fall verhindert werden muss.
Sternchen2020 (29.12.2008, 17:06 Uhr)
@Livia008
Ich gehe völlig konform mit Ihren Ausführungen. Interessant übrigens auch, was Studien insgesamt hinsichtlich der (überzüchteten) Früherkennungsmaßnahmen bewiesen haben. So sind die Menschen seitdem nicht etwa gesünder geworden. Im Gegenteil.
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Ein gewisses Maß an Verschleiß und Veränderungen sind im laufe des Lebens völlig normal. Doch heutzutage führen selbst kleinste und als harmlos zu wertende Veränderungen (und die kann man immer finden, wenn man nur lange genug sucht) zu massiven therapeutischen Ansätzen.
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Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sollten stets höchste Priorität haben, inzwischen aber scheint mir das Gesundheitssystem selbst völlig erkrankt zu sein. Einerseits zeigt es hin und her gerissen zwischen einer möglichst hohen wirtschaftlichen Ausbeute und Effizienzverhalten. Andererseits suggeriert es durch die unüberschaubare Diagnostik etwas, was am Ende gar nicht leistet und wofür es eigentlich gedacht ist: Mehr Gesundheit und damit mehr Lebensqualität. So geht immer mehr Vertrauen den Bach herunter und es macht sich das Gefühl breit, dass es um Zahlen geht, nicht um den Patienten selbst.
Livia008 (29.12.2008, 11:31 Uhr)
@sternchen und eufemia: Das wirklich Unverschämte an diesen Geschäftsgebaren....
ist das schon erwähnte Spiel mit der Angst. Niemand kann sich sicher sein, diese Krankheit nicht zu bekommen. Aber anstatt bei den einzelnen Frauen ein Bewußtsein für Selbstverantwortung und Aufmerksamkeit (z.B. auf Veränderungen achten, Abtasten etc.) zu wecken, werden alle in einen Topf geworfen und zu Patientinnen erklärt.
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Das macht man änlich auch mit Schwangeren. Anstatt ein Bewußtsein für gesunde Lebens- und Verhaltensweisen in der Schwangerschaft zu fördern, bekommt jede Schwangere einen "Paß" und gibt damit ihre Verantwortung beim Frauenarzt ab, zu dem sie alle paar Wochen dann auch hinzitiert wird. Wenn ich alleine überlege, gegen wie viele medizinische Interventionen ich mich in der Schwangerschaft wehren mußte (von Tabletten gegen angeblichen Bluthochdruck, Eisenmangel bis hin zum Dammschnitt), dann werde ich mir bewußt, wie viel Energie ich dafür verwenden mußte.
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Ich denke wir sollten vielleicht mehr von alten medizinischen Erkenntnissen in unser Gesundheitssystem übernehmen. (In der chinesischen Sichtweise z.B. wird dann von Krankheit gesprochen, wenn der Mensch seine Harmonie mit der Natur oder Umgebung verloren hat.) Natürlich brauchen wir unsere schulmedizinischen Therapien z.B. bei der Behandlung von Krebs. Aber unsere Einstellung zu Gesundheit/Krankheit muss sich verändern. - Auch, wenn dann einige Damen und Herren Mediziner mit ihrer Apparatemedizin weniger verdienen!
iris6000 (28.12.2008, 18:51 Uhr)
Alles wird schlechter. Früher hat man abgetastet und sonographiert ...
Witzig, witzig. Genau wie die "Münchner Brustkrebsexpertin" es vorschlägt, machte man es über Jahre hinweg: Die Frauen, die wollten, gingen regelmäßig zum Arzt ihrer Wahl. Dort wurde Ultraschall und Mammographie gemacht und abgetastet.
Heute, welch ein Fortschritt, dürfen das nur noch Frauen wie diese Brustkrebsexpertin machen. Die ist nicht so blöd und lässt sich nur röntgen, ohne Ultraschall und ohne Abtasten. Und danach werden die Bilder (4 Stück!) von einem Jungarzt in einer Art sportlichem Wettkampf in weniger als 1 Minute ausgewertet. Wahnsinn!
Zur Erinnerung das Zitat:
Für sie könnte das Programm als Modell dienen, das sich eine langjährige Münchner Brustkrebsexpertin, die Gynäkologin Cornelia Höß, für sich selbst zurechtgezimmert hat - auch wenn dieses keiner offiziellen Empfehlung entspricht. Seit ihrem 40. Lebensjahr geht die Frauenärztin alle eineinhalb Jahre zur Mammografie, zusätzlich lässt sie eine Ultraschalluntersuchung durchführen. "Zwei Jahre Abstand sind auch okay, aber mir persönlich wäre da das Risiko zu hoch, dass im Zeitraum dazwischen ein Krebs wächst", sagt sie.
eufemia (28.12.2008, 14:33 Uhr)
Das Geschäft mit der Angst
Das Geschäft mit der Angst hat doch schon immer funktioniert.Die Vorstellung,alle 2 Jahre zur Mammographie zu gehen,vielleicht sich noch für 420,00 Euro ein MRT zu gönnen,ist doch völlig absurd.Wahrscheinlich gönnt sich die gute Frau anschließend noch eine Darmspiegelung und eine Untersuchung beim Hautarzt.Ach ja,den kardiologen nicht vergessen,denn Herz-Kreislauferkrankungen sind weit verbreitet...
Sternchen2020 (28.12.2008, 14:22 Uhr)
@Livia008 Unglaublich,
dann auch noch mit einem definitiven Termin plus Uhrzeit erneut zu schreiben, wenn sich die Adressaten nicht melden. Ich bin ohnehin sicher, dass die ganze Klientel-Suche jenseits bestehender Datenschutzrechte abläuft. Hier müssen auch die Einwohnermeldeämter zur Raison gerufen werden.
Livia008 (28.12.2008, 12:41 Uhr)
Dieses flächenhafte Screening ist vor allem erst einmal ein Geschäft!
Und unter der Hand sprechen viele Ärzte bei diesem Brustkrebs-Business von maffiösen Stukturen. (Siehe: http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/diagnose/mammographie-screening-brustkrebs-business_aid_223586.html)
Die Röntgenmethode ist nicht einmal die beste Methode (z.B. bei sehr dichtem Brustgewebe nicht). Zusätzlich ist sie ein eigener Risikofaktor durch ihre Strahlenbelastung, die die Ultraschallmehtode z.B. nicht hat.
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Jede Frau muss für sich selbst entscheiden, ob sie sich in dieses Massenprogramm pressen läßt, oder individuelle Wege geht.
Ich jedenfalls habe mich spätestens gegen dieses Mammographie-Screening entschlossen, als ich nach einer ersten "Einladung" (die in meinem Papierkorb landete) einen zweiten "Termin" mit fixiertem Datum und Uhrzeit bekam. - Nein danke, ich trage da lieber für mich selbst Verantwortung und wähle für mich persönlich maßgeschneiderte Methoden. Zumal, wenn keinerlei familiäre Vorbelastung vorliegt, lasse ich meine Brüste nicht mit Röntgenstrahlen kontaminieren.
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Mädels, schaltet erst Euer Gehirn ein und dann handelt! - Andere wollen nicht immer Euer Bestes....
Sternchen2020 (28.12.2008, 12:05 Uhr)
Es ist bewiesen,
dass ein hoher Prozentsatz der Frauen in höchstem Maße durch undefinierbare Ergebnisse beunruhigt werden. Wie auch immer, die Frauen sind der Boss udn entscheiden selbst, ob sie sich für eine solche Untersuchung zur Verfügung stellen, die letztlich auch eine groß angelegte Versuchsreihe darstellt. Und natürlich ein hoher Wirtschaftsfaktor im Gesundheitsbereich darstellt.
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Was allerdings wirklich eine bodenlose Frechheit ist, liegt in der Tatsache, dass die Einwohnermeldeämter ohne Zustimmung der Frauen die Adresse herausgeben sodass ungefragt Anschreiben ins Haus flattern, die dei Dringlichkeit einer solchen Unetrsuchung darstellen. Einwohnermeldeämter dürfen persönliche Daten nur in begründeten Fällen herausgeben. Dies hier gehört garantiert nicht dazu. Es ist ein Skandal im Datenschutzbereich, zumal zusätzlich die Unwissenheit in diesem Bereich dieser Untersuchung bewusst ausgenutzt und suggeriert wird, dass eine solche Untersuchung quasi unumgänglich ist.
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Ulla Schmidt hat aber insgesamt keinen Respekt vor Daten. Ansonsten würde es so etwas wie eine Gesundheitskarte, die zukünftig alle relevanten Diagnose und Behandlungsdaten speichert und künftig an ein Zentralrechenzentrum weitergibt, wohl kaum geben.
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Über diese Themen sollten Sie als Medien berichten und damit die Mündigkeit der Patienten fördern. Ärzte sind Berater, Datenschutz muss auch weiterhin oberste Priorität haben und Patienten müssen der Boss über die eigenen Entscheidungen und Daten bleiben.
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