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23. Juni 2011, 16:30 Uhr

Grüne verlangen gesundes Sexspielzeug

Die Grünen sorgen sich, wie sicher die Vibratoren und Dildos der Deutschen sind. Das klingt ein bisschen abstrus, doch die Partei meint es wohl durchaus ernst.

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20 Prozent der Deutschen nutzen Sexspielzeug, ergab eine Umfrage eines Kondomherstellers© Fabrizio Bensch/Reuters

In Sexspielzeug könnten gefährliche Gifte stecken, fürchtet die Fraktion der Grünen im Bundestag. Darunter etwa Weichmacher und andere Chemikalien, die etwa verdächtigt werden Krebs auszulösen. Die Partei will das nun genau wissen und hat eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung vorbereitet. Darin fragt sie, ob es überhaupt Grenzwerte gibt für die Geräte, wer diese kontrolliert und was geplant ist, um eine Belastung zu reduzieren. "Falsche Scham oder vermeintliche Tabus dürfen Verbraucherinformation und Kontrolle nicht behindern", sagte der erste parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck.

Hoher Anteil an Weichmachern in Sexspielzeug

Aufgeschreckt haben die Partei Studien aus den vergangenen Jahren. Wissenschaftler hatten darin die Kunststoffmasse getestet aus denen Sexspielzeug geformt wird und erschreckend hohe Mengen an Phthalaten, anderen Weichmachern und gesundheitsgefährlichen Stoffen gefunden. Phthalate stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt zu stören und etwa Unfruchtbarkeit und Diabetes auszulösen; andere Weichmacher wiederum auch Krebs zu verursachen. In der EU ist es verboten bestimmte Phthalate zu benutzen, etwa in Kinderspielzeug. Nach der Richtlinie für Spielzeug gelte schon ein mehr als 0,1 Prozent an Weichmachern als unzulässig, schreiben die Grünen in ihrer Anfrage. Sexspielzeuge bestünden den Studien zufolge aber sogar aus bis zu 58 Prozent aus diesen Chemikalien.

AFP/hoe
 
 
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