. .
Gesundheit - News und Ratgeber
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
22. April 2010, 15:22 Uhr

Deutschland bleibt auf Pandemrix sitzen

Für den überschüssigen Impfstoff gegen das Schweinegrippe-Virus hat Deutschland immer noch keine Käufer gefunden. Viel Zeit, die gut 28 Millionen Dosen im Ausland loszuwerden, bleibt nicht mehr.

Schweinegrippe, Pandemrix. Impfstoff, Schweinegrippe-Impfstoff, Grippe, Impfung, Impfdosen, Pandemie, Gesundheitsministerium

Geschätzte 28 Millionen Impfdosen sind in Deutschland übrig und warten auf Käufer© Martin Meissner/AP

Für den in Deutschland überzähligen Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix haben sich im Ausland bislang noch keine Käufer gefunden. Wegen der geringen Impfquote in den Bundesländern werden schätzungsweise 28 Millionen Impfdosen nicht gebraucht, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Die Verhandlungen mit anderen Staaten über den Verkauf der Dosen hätten noch zu keinem Ergebnis geführt. Er bestätigte damit einen Bericht des "Westfalen-Blatts". Die Wahrscheinlichkeit, etwas von dem Impfstoff zu verkaufen, werde von Tag zu Tag geringer, betonte der Sprecher. Der Impfstoff ist demnach bis November 2011 haltbar.

Nach Schätzungen des niedersächsischen Gesundheitsministeriums, das derzeit den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz hat, haben sich seit dem Start der Massenimpfung gegen die Schweinegrippe im Oktober nur rund fünf bis sechs Millionen Bürger impfen lassen. Bund und Länder hatten sich nach langen Diskussionen mit dem Pharmahersteller Glaxo-Smith-Kline auf eine Reduzierung der ursprünglich bestellten 50 Millionen Impfdosen auf 34 Millionen geeinigt. Weil dies immer noch zuviel ist, sollte ein großer Teil ins Ausland verkauft werden. Nach Angaben des Ministeriumssprechers prüft das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI), ob der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix auch für die normale, saisonale Grippe zugelassen werden kann. Seit die Schweinegrippe vor knapp einem Jahr ausbrach, sind in Deutschland insgesamt mehr als 226.000 Menschen daran erkrankt. 253 Menschen davon starben.

Zwar erwies sich der Erreger als weniger gefährlich als angenommen, allerdings habe sich H1N1 "nicht erledigt", sagt eine Sprecherin des Berliner Robert-Koch-Instituts. Auch das Europäische Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (ECDC) geht davon aus, dass das Virus weiter zirkulieren wird. Zwar halten die Experten eine weitere Welle im Frühjahr und Sommer für unwahrscheinlich, sie schließen aber kleinere Ausbrüche nicht aus.

AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
OttoB (23.04.2010, 17:07 Uhr)
Das schlimme ist
wenn es wirklich mal zu einer Pandemie kommt, glaubt den Lügnern keiner.
Dann bis zum Hebst, vielleich zu einer Hamstergrippe?
bernie-abg (23.04.2010, 13:53 Uhr)
Und wieder einmal...
...zeigt sich, die wahren Schmarotzer sind nicht die H4-Empfänger, wie uns BILD und angeschlossene Parteien (FDPCDUSPDGrüne) erzählen wollen (nicht einmal die ca. 2% tatsächlichen Faulenzer), sondern so ziemlich alle die bereits einen großen Sack Geld im Tresor haben, also Pharmaindustrie, Banken, Großindustrie etc..
Lazarus09 (23.04.2010, 13:14 Uhr)
Schade das die Verantwortliche so sich denn festmachen lassen
fuer diese Pleite und Verschwendung nicht einstehen muessen.
Als ich geschrieben habe mit der Grippehysterie wird nur die Pharmaindustrie bedient wollte es keiner Glauben ..mich wuerde interessierten wer an dem Impfstoff Deal verdient und profitiert hat ....

Aber bei Sozialausgaben weinen und die Menschenwuerde wegsparen ... Bravo Liebe Bundesregierung das war gaaaanz grosses Kino
DaVinci42 (23.04.2010, 10:11 Uhr)
Wie ärgerlich
Zu ärgerlich aber auch, dass sich ein großer Teil der Menschen doch nicht hat für dumm verkaufen lassen. Ich frage mich manchmal, ob die Politikerkaste überhaupt noch was merkt. Zum beispiel, dass sie mit so einer hirnlosen Panikmache auch noch den letzten Rest Vertrauen ins Klo spült.
mid63 (23.04.2010, 09:28 Uhr)
Risikobewältigung ist in unserem ...
... hochentwickelten Land leider inzwischen zum reinen Trauerspiel verkommen.

Unsere Politische Nomenklatura entscheidet, getrieben durch eine WHO, die sich nicht noch einmal Versagen wie im Fall der Vogelgrippe nachsagen lassen wollte, und gemeldete Erkrankungszahlen aus Mexiko, die nach einem ganz anderen Erhebungsschema gezählt werden als in unserem Land, dass Gefahr im Verzug ist. Kaum wird der heftig in seiner Zusammensetzung diskutierte Impfstoff mit zum Teil deutlichen zeitlichen Verzögerungen endlich ausgeliefert, stehen die Krankenkassen parat, um die behandelnden Ärzte für jede angesetzte (aber das ist nur im 10er Pack möglich!), aber nicht verbrauchte Impfdosis in Regress nehmen zu wollen. Merkwürdig, wie ungelenkt die diversen involvierten Instanzen insgesamt agieren ....

Mit dieser Vollkaskomentalität ohne ernsthaftem eigenen Nachdenken ist jedes heute hochtrabend Risikomanagement genannte Handeln nicht mehr als ein laues Lüftchen, bei dem mit viel Bohai erschreckend wenig Wirkung bei maximalem Einsatz von Mitteln aller Art erzeugt wird! Das Problem geht also weit über das im Artikel beschriebene Dilemma hinaus.
kabelmann (23.04.2010, 06:39 Uhr)
moment
50 Millionen bestellte Impfdosen...auf 34 Millionen Impfdosen aufgrund der fehlenden Nachfrage reduziert und davon sind noch 28 Millionen übrig.

Meinen Glückwunsch. Zielgerichteter kann Katastrophenschutz eigentlich garnicht sein.
WernerMeyer (23.04.2010, 01:55 Uhr)
das war doch klar............
Die zuständigen Minister sollte man deswegen haftbar machen.Und Frau Merkel sollte solche Trickserein besser
mit ihrem Chef Herrn Rotschild-genau der
gute Mann der über die Weltfinanzmärkte herrscht-absprechen.
golfpub (23.04.2010, 00:59 Uhr)
Pandemrix
der gesamte Rest sollte den Verantwortlichen (egal wie wenige) zwangsinjiziert werden ;)
bayerbienengift (22.04.2010, 20:32 Uhr)
aber der pharmaprofit war gigantisch
Die Pharmakonjunkturspritze hat gesesssen - nur nicht im Gesäß.
Vielleicht läßt sich ja mit einer neuen Seuchenpropaganda noch was einfädeln, z.B. das Botwanische Blutsfieber. Hoher Durchseuchungsgrad nach 2 Jahren absolut tödlich - einzige Hoffnung eine Spritze - und dann rein mit dem Schweinegerippeimpfstoff in die Blutbahn.fettisch.
heikom36 (22.04.2010, 19:02 Uhr)
Wundern die sich?
Bei sovielen Lügen und keinelei Aufklärung ist es ja fast sicherer am Frankfurter bahnhofsviertel nen Schuss zu bekommen als wie beim Arzt - Der Dealer klärt genauer auf als wie der Staat ;-)
MEHR ZUM ARTIKEL
Schweinegrippe Impfrate war niedriger als in einer normalen Grippesaison

50 Millionen Impfdosen gegen das Schweinegrippevirus H1N1 hatte Deutschland bestellt. Doch dann wollte sich kaum jemand impfen lassen. Jetzt ziehen die Bundesländer Bilanz. mehr...

Schweinegrippe "Eine Milliarde durch den Schornstein gepfiffen"

Die Schweinegrippe ist vorbei und fast vergessen. Es gibt allerdings noch viel aufzuarbeiten, kritisiert der Epidemiologe Ulrich Keil. "Alle paar Jahre werden wir mit Epidemien geängstigt", sagt er im stern.de-Interview. "Dabei sind die großen Killer andere." mehr...

Schweinegrippe-Impfstoff Länder können "größeren Teil" stornieren

Im Streit um zu viel bestellten Impfstoff gegen die Schweinegrippe ist ein Kompromiss in Sicht: Nach einem Treffen mit GlaxoSmithKline hieß es von Seiten der Bundesländer, der Pharmakonzern habe Signale der Kulanz gegeben, einen Teil der Lieferungen zu stornieren. mehr...