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11. Januar 2010, 17:50 Uhr

Länder müssen 34 Millionen Impfdosen abnehmen

Die Bundesländer müssen nach einem Zeitungsbericht jetzt nur noch 34 der bestellten 50 Millionen Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs abnehmen. Durch die Einigung mit dem Pharmahersteller sparen sie wohl 133 Millionen Euro.

Schweinegrippe, Impfstoff, Impfdosen, Einigung, Glaxo Smith Kline

Bislang ließen sich weniger Menschen gegen die Schweinegrippe impfen als erwartet© DPA

Bund und Länder haben sich nach einem Zeitungsbericht mit dem Pharmahersteller Glaxo Smith Kline auf eine konkrete Reduzierung des Schweinegrippe-Impfstoffs geeinigt. Die Länder müssten statt der ursprünglich bestellten 50 Millionen Impfdosen nur noch 34 Millionen abnehmen und könnten so 133 Millionen Euro sparen, berichtete die "Bild"-Zeitung. Vertreter von Glaxo Smith Kline und der Länder hätten sich in Berlin darauf verständigt.

Ein Sprecher des federführenden niedersächsischen Gesundheitsministeriums wollte die Angaben am Montag nicht bestätigen. Allerdings will das Ressort, das derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz hat, an diesem Dienstag ausführlich dazu Stellung nehmen. "Alle Länderkabinette müssen auch noch darüber abstimmen", sagte der Sprecher in Hannover.

Seit vergangener Woche hatte es bereits klare Signale gegeben, dass die Länder weniger Impfstoff abnehmen müssen. Sie hatten ursprünglich 50 Millionen Impfstoff-Dosen für 416,5 Millionen Euro geordert, um damit 30 Prozent der Bevölkerung impfen zu können. Da nun jedoch eine statt der ursprünglich vorgesehenen zwei Impfungen ausreicht, drohten die Länder auf Impfstoff sitzen zu bleiben. Zudem ließen sich weniger Menschen impfen als erwartet.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
Fakten (13.01.2010, 01:07 Uhr)
Klar doch.
Merkels Ehemann hat doch die Geldkoefferchen der Pharma-Industrie gerade erst in seiner als Finanz-Firma getarnten Londoner Geldwaescherei mit Muehe und Not verstauen koennen.

So sieht sie also aus die neue "Verantwortung".
Ikom (12.01.2010, 12:56 Uhr)
@tobix
Nun ja. Überall auf der Welt gibt es Tuberkulose ...... wer spricht da von Pandemie??? Warum nicht??? Dabei sterben wesentlich mehr Menschen an TBC als an Grippe und Schweinegrippe zusammen.
Man wusste sehr schnell, dass der Virus H1N1 zwar harmlos aber höchst ansteckend ist. Nicht der H1N1 ist das eigentliche Problem, sondern die Möglichkeit, dass Schweine - und Vogelgrippe sich "mischen". So gesehen wäre es prinzipiell die bessere, aber weniger gewinnbringede Möglichkeit gewesen, Tourismus etc. in Mexico zu unterbinden, als H1N1 erstmals aufgetreten ist. Die damit verbundenen Gewinnausfälle hätte man mit einem Bruchteil des Geldes für die Impfstoffe kompensieren können. Aber so hätte eben kein gigantischer Gewinn abgeschöpft werden können. ich bin mir sicher, dass die Industrie uns schon bald mit der nächsten Katastrophe "beglücken" wird, gegen die nur irgendwelche teuren Wundermittelchen helfen.
Aber ich gebe Ihnen in einem Punkt recht. Wir - und die Regierungen - werden auf diese Weise abgestumpft. Irgendwann passiert eine echte Katastrophe, an die keiner mehr glaubt, da dies schon zu oft erzählt worden ist.
elwu (12.01.2010, 12:46 Uhr)
Wer
die von Frau Ulla Schmidt, SPD, zu verantworteten Verträge ansieht muss sich zwingend die Frage stellen, wessen Interessen die Verantwortlichen auf Seiten der Politik dabei überhaupt im Sinn hatten. Das sieht aus als habe Frau Schmidt den unzähligen Milliarden Mehrprofite, die sie während ihrer Amtszeit zu Lasten der Beitrags- und Steuerzahler dem medizinisch- industriellen Komplex zugeschanzt hat, noch ein Abschiedsgeschenk draufgesattelt.

Noch nie habe ich einen Vertrag gesehen, bei dem das Risiko derart einseitig beim Kunden (hier also beim Steuerzahler) liegt. Denn auf Ein- wie Ausstiegsfaktoren hat der Kunde gar keinen Einfluss, die liegen bei der unter Margaret Chan durchaus als inkompetent und pharmaindustrielastig zu bezeichnenden WHO.

Nachzulesen hier:

http://www.arznei-telegramm.de/Vertrag01-GSK-Bund-Laender.pdf
http://www.arznei-telegramm.de/Vertrag02-GSK-Bund-Laender.pdf
bR4iNST0RM (12.01.2010, 11:47 Uhr)
@ DaVinci42
??sehr viele Menschen nicht von dieser künstlichen Panikmache haben anstecken lassen,??
Und genau das war und ist der lieben Industrie ein Dorn im Auge, aber auch hier hält die Politik zu ihrem Brötchengeber, und spart uns doof.
Der Bildungssektor lässt schon seit geraumer Zeit zu wünschen übrig, was sich auch im Wahlergebnis widerspiegelt.
Nichts desto trotz sitzen wir jetzt auf den ?schweinegünstigen? Impfstoffen und zahlen eine immer noch viel zu hohe Zeche!
tobix (12.01.2010, 10:15 Uhr)
@DaVinci42
"Unter Pandemie versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, im engeren Sinn einer Infektionskrankheit." Wikipedia
Die Ausbreitung fand definitiv statt.
Eine andere Frage sind Krankheitsverlauf und -schwere, die Frage konnte man zu Beginn aber nicht hinreichend sicher beantworten - hinterher ist man meistens schlauer.
DaVinci42 (12.01.2010, 09:15 Uhr)
Panikmache
@Politix: Es ist wahr, dass Donald Rumsfeld erhebliche Anteile an der Firma hat, die Tamiflu herstellt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Was mich aber - offen gestanden - freut, ist die Tatsache, dass sich sehr viele Menschen nicht von dieser künstlichen Panikmache haben anstecken lassen, sondern ihren gesunden Menschenverstand benutzt und sich in alternativen Blogs und Foren informiert haben.
daisytim (12.01.2010, 08:38 Uhr)
@tobix
welche Pandemie? Nach welchen Kriterien wurde denn hier eine Pandemie ausgerufen??? Doch nicht nach den seit dem Beginn der WHO, als die Regeln zur Warnung für eine Pandemie festgelegt wurden, oder erst nach den kürzlich aufgeweichten, allerdings für die Pharmas sehr entgegenkommenden Neufestlegungen, nachdem ein Schnupfen (grob überspitzt) in Lima ausgebrochen ist oder ein paar Schweine in Mexico ein wenig geröchelt haben???
daisytim (12.01.2010, 08:34 Uhr)
@kabelmann
ziemlic genau meine Meinung dargestellt, vielleicht ein Tick zu brav, aber treffend.
@facilidad_de_ser, sehe ich genauso, denn sich zusätzlich noch diese Wirkungsverstärker reinjagen zu lassen, so blöd ist das deutsche Stimmvieh nun doch wieder nicht. Es ging einem doch persönlich an die Wäsche, sich die Nadel mit dem "Stoff" verabreichen zu lassen. Und das Rummie da auch noch eine goldenen Nase dran verdient, da köntt ich ab der Dummheit unserer liebe Regierung, oder soll ich sagen, der nicht ganz unbeteiligten WHO, den Kopf schütteln. ´S hilft nix, ein paar Milliönchen weiter als rausgeschmissen betrachten und die Reputation am A...!
tobix (12.01.2010, 08:26 Uhr)
Jajaa
Jeder wusste natürlich, wie die Pandemie verläuft. Sicher.
Wäre es anders herum gelaufen - etwas schwerer Verlauf, weniger Panik vor dem Impfststoff und dafür zuwenig Impfstoff - dann würden sich alle beschweren, dass die Regierung sie nicht schützt.
Politix (12.01.2010, 08:20 Uhr)
Donald Rumsfeld...
...., jeder kennt ihn noch als den Kriegsminister von George W. Bush, soll ja das Patent am Impfstoff haben.
Sollte das stimmen, so wäre es nicht verwunderlich, dass das alles so gekommen ist, wie es nun ist.
Mehr muss man dazu nicht sagen.... .
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