Kleine gelbe Flecken im Mund

Wenn Essen weh tut, sind vielleicht kleine, gelbliche Flecken auf der Schleimhaut im Mund schuld: Aphthen reagieren besonders auf Obst, Saures und Süßes. Die kleinen Entzündungen sind hartnäckig.

0 Bewertungen
Apthen, Entzündungen, Entzündung, Apthe

Gelbe Tüpfel auf der Mundschleimhaut sind ein Anzeichen für eine Entzündung©

Es brennt und zieht im Mund, wenn Sie Tomaten essen oder Orangensaft trinken? Möglicherweise haben Sie eine so genannte Aphte: einen gelben Tüpfel auf der Schleimhaut des Mundes. Diese Flecken bilden sich, wenn die Mundschleimhaut entzündet ist. Aphten sind oft kleiner als einen Zentimeter und überzogen von einem gelblichen Belag. Etwa 10 bis 14 Tage lang stören sie erheblich beim Essen und Trinken, manchmal auch beim Sprechen - bis sie wieder spurlos verschwinden.

Wieviel Menschen Aphten bekommen, ist nicht eindeutig geklärt. Je nach Studie schwanken die Angaben über die Betroffenen zwischen 6 und 66 Prozent. Frauen leiden darunter häufiger als Männer. Auch Kinder können Aphthen haben. Wer sie einmal bekommen hat, wird sie immer wieder bei sich entdecken.

Woher die gelben Tüpfel kommen, ist unbekannt

Warum sich die Schleimhaut entzündet, ist bislang unbekannt. Bei Frauen können Hormonschwankungen schuld sein, vermuten manche Experten. Auch Stress und seelische Belastung sollen eine Rolle spielen. Kleine Verletzungen durch eine Zahnspange oder durch die eigenen Zähne können ebenfalls eine Aphthe verursachen. Lebensmittel sind bislang nicht eindeutig als Übeltäter enttarnt.

Darüber hinaus können Aphthen möglicherweise ausgelöst oder verschlimmert werden durch:

  • einen Mangel an Eisen, Folsäure, Zink oder Vitamin B12, verursacht durch einseitige Ernährung;
  • eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit auf Gluten, das Klebereiweiß in Getreide;
  • eine erbliche Veranlagung: 40 Prozent der Betroffenen haben Familienmitglieder mit Aphthen;
  • eine Reaktion des Körpers auf bestimmte Bakterien, zum Beispiel Streptokokken;
  • ein geschwächtes Immunsystem oder eine HIV-Infektion.

Manche Apthen machen den Mund zur Kraterlandschaft

Mediziner unterscheiden drei Formen von Aphthen: kleine, große und massenhaft auftretende. Die kleine, die so genannte Minor-Aphthe, kommt bei etwa 75 bis 80 Prozent der Betroffenen vor. Dieser Flecken-Typ hat einen Durchmesser von weniger als fünf Millimetern und ist relativ flach. Meistens sitzt er an der Innenseite der Wange oder an der inneren Lippenfläche. Der Schleimhaut-Pickel verschwindet nach ein bis zwei Wochen wieder.

10 bis 15 Prozent der Betroffenen kennen große entzündete Flecken, so genannte Major-Aphten. Sie sitzen meist auf den Lippen und auf dem Gaumen weit hinten in der Mundhöhle. Die große Aphte kann auf einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern anwachsen und bis zu acht Wochen bleiben. Heilt das Gewebe, bleibt meist eine Narbe zurück.

Sehr unangenehm und sehr selten sind Aphten, die Herpes-Bläschen ähneln. Fachleute nennen sie deshalb herpetiforme Aphthen. Sie bilden sich gleich in Scharen, bis zu hundert Stück auf einmal. Sie sitzen in der gesamten Mundhöhle wie kleine schmerzhafte Schleimhautkrater. Erst nach etwa zwei Wochen verschwinden sie wieder.

Viren können Ihre Mundschleimhaut attackieren

Ist die Schleimhaut entzündet, muss es sich nicht unbedingt um Aphten handeln. Möglicherweise haben Sie auch Herpes. Die schmerzhaften Bläschen werden durch Viren ausgelöst und sitzen meist an der Lippe. Zusätzlich können die Herpes-Viren aber auch Aphten auf der Wangenschleimhaut und auf dem Zahnfleisch verursachen. Hat Ihr Kind im Mund Aphten sowie an Händen und Füßen Bläschen, könnte es sich mit dem so genannten Coxsackie-Virus infiziert haben. Dieser Erreger löst die so genannte Hand-Fuß-Mund-Krankheit aus.

Neben Viren attackieren Pilze die Mundschleimhaut: Vor allem Kinder und ältere Menschen werden von dem so genannten Soor geplagt, einem weißlichen Belag auf den Schleimhäuten. Ihr Zahnarzt kann feststellen, ob Sie Mundsoor haben. Möglicherweise ist Ihr Immunsystem geschwächt, vielleicht löst auch eine schlecht sitzende Prothese die Pilz-Infektion aus.

Ob Schokolade schadet, diskutieren Forscher noch

Ob Nahrungsmittel dafür sorgen, dass sich die Schleimhäute entzünden, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise können folgende Lebensmittel Aphten auslösen:

  • Schokolade, Nüsse, Mandeln,
  • Cerealien wie Müsli und Cornflakes,
  • Kaffee,
  • Erdbeeren und Tomaten,
  • Käse,
  • Gluten, ein Eiweiß in Weizenmehl.

Wer raucht, bekommt seltener Aphten. Denn der Qualm sorgt für eine dickere Hornschicht in der Mundhöhle. Dennoch ist es natürlich gesünder, wenn Sie nicht rauchen, schließlich belasten Zigaretten Lunge und Adern.

Seite 1: Kleine gelbe Flecken im Mund
Seite 2: Symptome
Seite 3: Diagnose und Therapie