Entwickelt sich das Kind altersgemäß? Ist alles mit ihm in Ordnung? Um das zu überprüfen, gibt es eine Reihe von Untersuchungen für Kinder und Jugendliche. Die meisten davon sind verpflichtend.

Das Vorsorgeprogramm für Kinder und Jugendliche umfasst insgesamt 14 Untersuchungen© Colourbox
Babys lächeln, wenn sie ein Glockenspiel hören. Kleinkinder können laufen und Treppen steigen. Vorschulkinder ziehen sich schon alleine an. Eltern sind stolz auf alles, was ihr Kind schon kann. Und sie sind froh, wenn ihnen der Kinderarzt bestätigen, dass alles in Ordnung ist. Dafür sind die so genannten U-Untersuchungen da.
In den meisten Ländern sind die meisten dieser Vorsorgechecks mittlerweile verpflichtend, weil sie sehr wichtig für die Kinder sind. Denn der Arzt erkennt dabei, ob ein Kind krank ist oder seine Entwicklung womöglich verzögert ist. So kann er früh handeln. Denn gerade in den ersten Lebensjahren können Mediziner Erkrankungen heilen, deren Symptome sie später lediglich bessern können. Das gilt zum Beispiel für eine falsch gewachsene Hüfte oder für Herzkrankheiten.
Das Vorsorgeprogramm wird von den Krankenkassen bezahlt und umfasst zwölf Untersuchungen, die das Kind vom ersten Lebenstag bis zum neunten Lebensjahr durchläuft. In den ersten zwölf Monaten hat es bereits sechs Arzttermine. Sie folgen dicht aufeinander, um Krankheiten so früh wie möglich zu erkennen. Zwei weitere Untersuchungen sind dann zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr und zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr vorgesehen. Nach jeder Untersuchung schreibt der Arzt die erhobenen Daten und Befunde in ein gelbes und später ein grünes Vorsorgeheft, das Eltern mit nach Hause nehmen.
Bei jedem Vorsorgecheck untersucht der Kinderarzt das Kind genau. Er wiegt es, misst seine Körpergröße und seinen Kopfumfang. Was den Mediziner besonders interessiert, hängt vom Alter des Kindes ab und variiert von Mal zu Mal.
Fragen Sie den Kinderarzt, was auch immer Sie wissen möchten. Und wundern Sie sich nicht, wenn er sich erkundigt, wie Ihr Alltag mit dem Baby läuft. Er fragt und beobachtet, wie Sie sich gegenüber dem Kind verhalten und wie das Kind reagiert. Das ist gut so. Er will sicher gehen, dass Sie verstehen, was Ihnen das kleine Wesen mitteilen möchte. Klappt diese Kommunikation nicht, schadet das dem Kind. Für solche Fälle gibt es Hilfen.
Ihre eigene Vorsorge nehmen die Väter und Mütter längst nicht so ernst. Und auch ihre jugendlichen Kinder schicken sie offenbar nicht gerne zum Arzt. Nur jeder Fünfte kommt zur J1-Jugendberatung. Beratung heißt sie, weil sie nicht nur der Frühdiagnose von Gesundheitsstörungen dient. Die Teenager können dort auch viele Fragen loswerden und sich beraten lassen, zum Beispiel zu Sexualität oder zu Drogen.

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Die Gesundheit ihrer Kinder ist Eltern wichtig: 90 Prozent nutzen die Früherkennungs-Termine im ersten Lebensjahr. Noch bis zu 80 Prozent der Eltern gehen mit ihren sechsjährigen Söhnen und Töchtern zur Kinderärztin.
Ihre eigene Vorsorge nehmen die Väter und Mütter bei weitem nicht so ernst. Und auch ihre jugendlichen Sprösslinge schicken sie offenbar nicht gerne zum Arzt. Nur jeder Fünfte kommt zur J1-Jugendberatung. Beratung heißt sie, weil sie nicht nur der Frühdiagnose von Gesundheitsstörungen dient. Die Teenager können dort auch viele Fragen loswerden und sich beraten lassen, zum Beispiel zu Sexualität oder zu Drogen.