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Wie ein Ring um den Schädel

Therapie

Wenn Ihr Kind unter Kopfschmerzen leidet, sollten Sie ihm nicht gleich Tabletten geben: Besonders Acetyl-Salicyl-Säure (ASS) ist bei Kindern ungeeignet, weil es schwere Nebenwirkungen haben kann. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihrem Kind auch ohne Medikamente zu helfen: Mit Entspannungsverfahren, mit einer ruhigen Umgebung, mit einem offenen Ohr für seine Nöte und Sorgen.

Was Sie selbst für Ihr Kind tun können:

  • Sorgen Sie für eine ruhige, unaufgeregte Umgebung.
  • Dunkeln Sie den Raum ab.
  • Lassen Sie Ihr Kind entspannende Musik hören.

Hilft das auf Dauer nicht, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen. Er wird mit Ihnen weitere Möglichkeiten besprechen. Es kann sein, dass er Medikamente empfiehlt.

Nicht alle Schmerzmittel sind für Kinder geeignet

Hat Ihr Kind starke Spannungs-Kopfschmerzen, können Sie ihm Tabletten geben, die reines Paracetamol enthalten. Kinder über 14 Jahre vertragen auch die Substanz Ibuprofen. Flupirtin, ebenfalls eine Schmerz stillende Substanz, kann Kindern ab sechs Jahren verabreicht werden. Acetyl-Salicyl-Säure (ASS) ist für Kinder nicht geeignet, weil es die Leber schwer schädigen kann.

Wie viele Tabletten Sie Ihrem Kind geben können, hängt von seinem Körpergewicht ab: Je größer und schwerer der Körper, desto mehr Wirkstoff. Achten Sie genau auf die Packungsbeilage. Dort steht, wieviel Milligramm Wirksubstanz eine Pille enthält. So viel Wirkstoff dürfen Sie Ihrem Kind geben:

  • 15 Milligramm Paracetamol pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag oder
  • 10 Milligramm Ibuprofen pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag oder
  • 50 Milligramm Flupirtin pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag bei Kindern, die sechs bis acht Jahre alt sind, bei neun- bis zwölfjährigen Kindern sind es 100 Milligramm.

Kinder reagieren im Übrigen gut auf Schein-Medikamente, so genannte Placebos. Studien belegen, dass sich die Kopfschmerzen damit um bis zu 40 Prozent verringern lassen. Fragen Sie Ihren Arzt nach solchen Placebos. Sie können auch eine Süßigkeit als Schein-Medikament verwenden: Ihr Kind darf die Leckerei aber nicht kennen und sie muss ein wenig nach Tablette aussehen. Erzählen Sie Ihrem Kind glaubhaft, dass diese Pille die Schmerzen lindern werde. Gehen die Kopfschmerzen damit weg, haben Sie eine ungefährliche, nebenwirkungsfreie Behandlung für Ihr Kind gefunden.

Spannungskopfschmerzen können oft ohne Medikamente behandelt werden. Zu den erfolgreichen Therapien zählen:

Versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, die Auslöser für Spannungs-Kopfschmerzen herauszufinden. Dabei kann ein Kopfschmerz-Tagebuch helfen. Sind diese so genannten Trigger-Faktoren bekannt, können sie in Zukunft möglicherweise umgangen werden.

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