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Die Welt beschwört mit Wonne den Tod der Wall Street. Dabei verkörpert sie unsere Gesellschaft: Sie ist unmoralisch, hemmungslos und aggressiv. Kein Wunder, dass die Straße des Kapitalismus und ihre Protagonisten die Kultur anziehen und unsere Welt stärker geprägt haben, als uns bewusst ist.
Der freie Wille ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Illusion. Aber eine wichtige: Sie verschafft uns Ordnung im Meer der Emotionen, erlaubt uns ein geregeltes Miteinander - und gibt uns Sinn.
Oder: Heute diktiert die Tochter größtenteils den Papi-Blog. Worum es diesmal geht: Eine zauberhafte Nanny (Teil 1), Emma Thompson, Maries Freund, Michael Jackson (ja, nochmals), der kleine Bruder, das Aufstehen, München, Hamburg, Peter Fox, 2 Paar neue Turnschuhe, viel spielen, The Right Stuff, Tom Wolfe (dreimal). Heute schreibe ich den Papi-Blog zusammen mit meiner Tochter Marie, denn sie wollte ihn endlich auch einmal selbst diktieren. Marie beginnt mit gestern Abend: Wir haben mit unseren beiden Freunden und ihren Eltern und meinem kleinen Bruder "Eine zauberhafte Nanny" (Teil 1) geguckt. Diese Nanny ist wirklich lustig, auch wenn sie ziemlich streng ist, aber sie hilft den Kindern immer sehr. Die Schauspielerin Emma Thompson spielt die Nanny super: am Anfang ist sie hässlich, zum Schluß wird sie schön. Weil bei jeder guten Tat der Kinder eine hässliche Sache aus ihrem Gesicht - zum Beispiel eine Warze - verschwindet. Als der Film zu Ende war, durfte ich vor dem Schlafengehen noch eine Viertelstunde mit meinem Freund Lukas in sein Zimmer gehen. Wir haben Familie gespielt: ich war die Mutter, er der Vater, unsere acht Kinder haben wir uns vorgestellt. Dann musste Lukas ins Bett und ich auch, mein Papi hat mir erlaubt, noch ein Michael Jackson-Video zu schauen: Es war "Remember The Time", dieses Video finde ich deswegen so cool, weil es in Ägypten stattfindet und weil ich den Song total gut finde, ich liebe Michael Jackson wirklich. Dann sind mein kleiner Bruder und ich in den Armen meines Papis eingeschlafen. Morgens um zehn Uhr sind wir aufgestanden, ich wollte gleich wieder mit Lukas spielen, denn er und seine Eltern und sein kleiner Bruder wollten mittags nach München fahren. In dieser Stadt wurde ich vor über acht Jahren geboren und mein Bruder ist übrigens Hamburger. In Lukas'  Zimmer haben wir Peter Fox gehört und dazu getanzt. Peter Fox ist der Lieblingssänger von Lukas, ich kenne nicht soviele Songs von ihm, aber ich mag ihn auch ganz gern so. Dann war es zu Ende mit dem Spielen, weil Lukas ja nach München gefahren ist. Jetzt hatten wir eigentlich eine sturmfreie Bude. Ich wollte gerade meine Chucks anziehen und habe dabei bemerkt, dass sie mir echt zu klein geworden sind. Da hat Papi gesagt: Wir kaufen Dir neue Turnschuhe. Also sind wir losgefahren zu einem Schuhladen, dort haben wir für mich und Alexander neue Schuhe gekauft - aber vorher haben wir ungefähr tausend Paar anprobiert. Meine neuen Schuhe sehen so aus: sie sind weiß und sie haben ein Futter, das lila ist und außen haben sie ein Muster, auch lila. Die Schuhe von meinem Bruder können blinken, sie sind dunkelblau und haben sehr viele Zeichen drauf, zum Beispiel eine Startfahne und Nummern und Schrift. Die Frau, die uns bedient hat, war sehr freundlich. Dann sind wir zu McDonalds gefahren und haben da gegessen: ich einen Cheeseburger und mein kleiner Bruder einen Hamburger und einige Pommes. Auf dem Rückweg zum Haus unserer Freunde hielten wir bei einer Tankstelle an, denn morgen mittag um zwei Uhr fahren wir wieder zurück. Ich wollte eigentlich erst um drei losdüsen, aber mein Papi findet, das ist zu spät. Morgen Vormittag werde ich auf jeden Fall noch viel mit Lukas spielen. Und im Auto höre ich vielleicht eine "Bibi und Tina"-CD, die Folge "Der Pferdetausch", die höre ich ziemlich oft. Tina wird eifersüchtig, weil ihr Freund Alex Besuch von seiner Cousine Sissi kriegt und Tina denkt, sie sind verliebt, sind sie aber nicht. So und jetzt gehe ich in Lukas'  Zimmer und spiele allein und mein Papi übernimmt jetzt. Tja, merkwürdig, weil wir schon länger wieder in Hamburg leben, hatte ich verdrängt, dass meine Tochter in München zur Welt kam - vermutlich wegen nicht so schöner beruflicher Erinnerungen an diese Stadt. Sei es wie es war, heute regnet es im Allgäu immer wieder wie aus Kübeln, wir machen es uns jedoch lauschig, Alexander spielt eben Mondrakete und Mondfahrt, was mich an meinen Kinder-Super-Berufs-Wunsch erinnert: Astronaut. Vielleicht klappt es in meinem nächsten Leben damit, hätte schon was, "The Right Stuff" mit Sam Shephard ist einer meiner Top-Ten-Movies, das Buch von Tom Wolfe habe ich schon dreimal gelesen, um immer aufs Neue fasziniert zu sein von der bemannten Raumfahrt. Upps, ein Begriff der unmodern klingt, schließlich fliegen Frauen längstens ins Weltall. Wie schaffe ich jetzt den Sprung vom All in die Badewanne? Denn ich gehe mit meinem Sohn dorthin , Knisterbad, et cetera. Eines der nächsten Male will Sohnemann den Blog schreiben mit seinem getrennten Papi zusammen, hat er eben angesagt. Morgen fahren wir jedenfalls erstmal zurück nach Hamburg und irgendwann gegen Abend werden die Kinkies im Auto einschlafen und es wird ganz still werden. Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...
Jetzt geht die Zockerei weiter! Die Finanzkrise schien die Gier der Wall-Street-Händler zu bremsen. Doch das ist vorbei. Ein Streifzug durch New York zeigt: Sie feiern und prassen wieder.
Sie fotografierte Intim-Tattoos und nackte Männer, dicke Frauen und extremen Haarwuchs, Deutsche in ihren Wohnzimmern und die Bussi-Bussi-Schickeria, Angela Merkel, Til Schweiger und Domenica. Über die Jahre ist Herlinde Koelbl zu einer Porträtistin Deutschlands geworden. In Berlin ist ihre erste große Bilderschau zu sehen.
Die Nobelpreisjury mag es anders sehen, aber Amerika hat einige der größten Schriftsteller überhaupt hervorgebracht. Faulkner, Hemmingway oder Mailer: Was wissen Sie über diese und andere berühmte amerikanische Autoren? Testen Sie sich in der US School.
Ob E-Book-Hype, Ranicki-Hymnen, Bohlen oder Bushido - auf der Frankfurter Buchmesse prallen Welten aufeinander. Und mittendrin im Natternnest Literaturbetrieb: Stephan Maus. Zum Abschluss der weltgrößten Bücherschau zieht der stern-Redakteur Bilanz.
Der amerikanische Schriftsteller und Regisseur Norman Mailer ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren an Nierenversagen. Mailer galt zusammen mit Truman Capote und Tom Wolfe als Begründer des "New Journalism", eines sehr subjektiv und literarisch geprägten Reportagestils.
Der Ökonom Hyman Minsky hat es kommen sehen: Börsenprofis stürzen die Finanzmärkte in die Krise. Die Rechnung zahlen Millionen Kleinanleger - und es wird wieder passieren.
Die Sendung sollte der krönende Abschluss vor der Sommerpause werden: "Wetten, dass ..?" aus Mallorca. stern.de-Mitarbeiterin Tina Olszewski überstand die Sendung jedoch nur dank Alkohol und Schmerztabletten.
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Tom Wolfe ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, Journalist, Kunst- und Architekturkritiker und Illustrator. Er lebt auf Long Island (in der Nähe von New York City). Wolfe gilt zusammen mit Truman Capote, Norman Mailer, Hunter S. Thompson und Gay Talese als Gründer des New Journalism, einem Reportagestil, der literarische Elemente in nichtfiktionalen Texten einsetzt. Der subjektive Blickwinkel und an der literarischen Moderne orientierte Schreibstil steht im Gegensatz zum sachlich-objektiv...