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5. Oktober 2009, 11:03 Uhr

Die steile Karriere von Italiens Quotenkönigin

Model, Ex-Ehefrau von Eros Ramazzotti, Moderatorin von "DSDS", jetzt Kandidaten-Nanny bei "Wetten, dass ..?". In Italien ist Michelle Hunziker längst in der TV-Primetime angekommen. Von Julia Stanek

Zoom
Michelle Hunziker, ",Wetten, dass...",

In Italien ist sie die Primetime-Königin: Michelle Hunziker© Martin Schutt/DDP

Es war der bisher glamouröseste Auftritt ihrer TV-Karriere: Michelle Hunziker im goldenen Abendkleid und mit hochgesteckten Haaren auf der größten Bühne, die Italien zu bieten hat. Im März 2007 moderierte die gebürtige Schweizerin, gerade mal 30 geworden, das älteste Musikfestival Europas - ein fünf Tage andauerndes gigantisches Medienspektakel, das nur präsentieren darf, wer fest zum Showgeschäft-Zirkus Italiens gehört. "Ich dachte, das würde ich vielleicht mal mit 40 machen", sagte Hunziker über die frühe Verwirklichung dieses Traum-Engagements.

12,5 Millionen Zuschauer, Marktanteil rund 60 Prozent - Zahlen, von denen TV-Dino Gottschalk derzeit nur träumen kann. Eine Million Dollar kassierte Hunziker an Gage, das sorgte flugs für einen Eklat. Denn ihr Moderationskollege, Showbiz-Urgestein Pippo Baudo, der seit 1968 insgesamt 14-mal in Sanremo auf der Bühne stand, wurde mit lediglich 750.000 Euro abgespeist.

Eros und der "schönste Po Italiens"

Die steile Karriere der Michelle Hunziker begann auf dem Laufsteg. Nach der Scheidung ihrer Eltern zog sie mit ihrer Mutter nach Italien und wechselt in Mailand direkt von der Schulbank ins Fotostudio. Den "schönsten Po Italiens" stellte sie für Armani und LaPerla zur Show. In einer Disco lernte sie 1996 Italiens Schmusebarden und Plattenmillionär Eros Ramazzotti kennen. Große Liebe, eine Liasion wie geschaffen für die Klatschpresse. Schon bald kam Tochter Aurora, inzwischen neun Jahre alt, auf die Welt, Traumhochzeit mit 500 Gästen, gemeinsame Villa am Comer See mit Kinosaal und Schwimmbad. Eros arbeitete, Michelle saß zu Hause, während der Macho-Gatte durch die Welt tourte. "Eine Frau, die Karriere macht, ist mir zu maskulin", tönte er. Seine Eifersucht war der Liebeskiller. Die Trennung folgte nach gut drei Jahren.

Während Ramazzotti im Stillen litt, sich zurückzog und kaum dazu äußerte, wusste Hunziker aus der durch die Beziehung erreichte Popularität Kapital zu schlagen. Gab Interviews, moderierte TV-Sendungen. Ihre erste TV-Show "I Cervelloni" hatte sie 1996. Der große Durchbruch im italienischen Fernsehen kam 2001 mit der Kult-Comedyshow "Zelig", in der sie mit Sketchen, Tanz- und Gesangseinlagen zeitweilig bis zu zehn Millionen Zuschauer begeisterte. Außerdem moderierte sie äußerst erfolgreich "Scherzi a parte", das italienische Pendant zur "Versteckten Kamera". Die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt Rai verlieh ihr 2002 für beide Formate den italienischen "TV-Oscar". Kurz zuvor war "Cinderella", ihre eigene Lifestyle-Show in der Schweiz, gefloppt. In Italien hingegen avancierte Michelle Hunziker Schritt für Schritt zum Publikumsliebling. Mit dem Comedy-Format "Paperissima Sprint" landete sie erstmals in der Primetime.

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KOMMENTARE (6 von 6)
 
cybertanne (04.10.2009, 09:41 Uhr)
Da haben die PR-Abteilungen
des ZDF und von Frau Hunziker ja mal wieder gute Arbeit geleistet.
Frank_aus_Genf (04.10.2009, 09:12 Uhr)
@Doshi + @J.Stanek
Doshi, ich werde zwar vom Stern nicht bezahlt, aber dieser Kommentar ist eher unterhalb des von Ihnen beschriebenen Niveaus der Frau Hunziger. Der Stern ist ein Magazin, das über alle Sparten des Lebens informiert (siehe Rubriken) und tut dies in gleichem Masse über Politik, Kultur, Wirtschaft, People etc etc... Aufregen unnötig, wechseln sie einfach zur Literatur eines reinen Politikmagazins. Sie haben anscheinend das Konzept hier nicht verstanden...
@J.Stanek
Frage: Gibt es eigentlich irgendwelche "Ehrencodices" bzgl der Promis oder Politiker, aufgrund derer manche Fakten aus Anstand einfach totgeschwiegen werden, oder haben sie bei der Passage über Eros einfach in alten Schlagzeilen der BILD recherchiert? Ramazotti ist - für die Presse und Öffentlichkeit! - genauso ein Supermacho wie Ricky Martin, mit dem er übrigens gerne schon mal Ferien in der Karibik verbringt. Und als er noch mit Frau Hunziger verheiratet war, stand er neben mir in der New Yorker Disco "XL" (X-Large, schauen sie im internet nach). Manchmal wundere ich mich, wie bereitwillig Journalisten fressen, was Ihnen die PR-Abteilung eines Promis hinschmeisst, wo sie doch in anderen Fällen, wie dem Dienstwagenskandälchen von Ulla Schmid, über Wochen nicht locker lassen.
MarthaMuse (04.10.2009, 09:00 Uhr)
Fröhlich?
Frau Hunziker ist fröhlich? selbst auf dem Referenz-Bildchen in der Online-Ausgabe des STERN wirkt ihr Grinsen/Lächeln so angespannt und künstlich, als hätte man ihr grade vor laufender Kamera einen Zehnagel gezogen und gefordert: Nun lach' dabei!

Ich verstehe nicht, was das Deutsche Fernsehen immer mit den abgelegten Ehegattinnen oder Bettgespielinnen irgendwelcher Promis unterer Kategorie hat. In Deutschland muss eine dumpfbackige Frau nur einmal mit einem halbwegs bekannten Mann ins Bett steigen und ist anschließend selber prominent.... gern auch mal angeblich prominenter als der Bettpartner.

Bisher konnte man dem ausweichen, indem man die unsäglichkeiten im Privatfernsehen gemieden hat, aber nun werden auch die Zwangsgebührengelder dafür eingesetzt. Unverschämt.

Diese Dämchen sollten vernünftige Eheverträge machen mit ihren Bettgenossen, dann müssten sie nach der Trennung nicht von den Fernsehsendern alimentiert werden.
Skillet4 (04.10.2009, 01:14 Uhr)
Wer
brauch das eigentlich ?
Licorice (04.10.2009, 00:57 Uhr)
Die Hunziker machts nicht schlecht(er)
Habe die Sendung das erste Mal seit zig Jahren mal wieder gesehen - und fands okay mit der Hunziker. Die Sendung geht nur eine Stunde zu lange.
feldsalat (03.10.2009, 23:52 Uhr)
Nur nervig ...
Die brauchts bei "Wetten dass" nun wirklich nicht, Gottschalk kann seine Schleichwerbung und seine politische Gesinnung auch allein unter die Leute bringen.
Hab heute nach langer Zeit mal wieder geschaut und mich anschließend gefragt, weshalb ich mir das angetan habe. Es war einfach nur nervig ...
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