Der Vorspann, der Einfluss und das Geld

8. März 2013, 16:03 Uhr

Zu hohes Budget, zu viel Filz, zu viel Schweiger? stern.de hat den neuen "Tatort"-Kommissar Til Schweiger nach den wiederholten Vorwürfen zu seinem Hamburger Krimi befragt. Von Sophie Albers

© Hannibal Hanschke/DPA Til Schweiger Er ist derzeit Deutschlands populärster Filmstar. Seine in Eigenregie und Reihe entstandenen romantischen Komödien "Keinohrhasen" und "Kokowääh" sind Publikumserfolge - wenn auch bei der Kritik unbeliebt. Als Schauspieler ist Til Schweiger immer wieder auch in internationalen Produktionen zu sehen ("Inglourious Basterds", "Happy New Year"). Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass der 49-Jährige in der Nachfolge von Mehmet Kurtuluş als Kommissar im Hamburger "Tatort" ermitteln wird. Seitdem ist die Hölle los.

Der Vorspann ist ja nun doch der alte.

Weil ich mich nicht durchsetzen konnte (lacht); Quatsch! Ich habe in einem Interview auf eine hypothetische Frage geantwortet: Wenn du etwas ändern könntest, was wäre das? Ich habe gesagt: Den Vorspann vielleicht, weil der so altmodisch und überholt ist. Das war alles. Ich bin nie angetreten und habe gesagt: Wir müssen jetzt den Vorspann ändern. Ich finde ihn nach wie vor altmodisch, aber wichtig ist, was nach dem Vorspann kommt.

Wieviel haben Sie denn nun mitgeschrieben? "Wilkommen in Hamburg" erinnert zuweilen sehr an Ihren Film "Schutzengel".

Ich habe überhaupt nicht mitgeschrieben. Ich habe meinen Senf zum Drehbuch gegeben - so wie der Produzent, so wie der Redakteur. Das war eine Gemeinschaftsarbeit. Aber geschrieben hat das Christoph (Drehbuchautor Christoph Darnstädt, Anm.d.Red.), und der hatte auch die Idee. Da kannte ich ihn noch gar nicht. Es stimmt, dass es gewisse Parallelen gibt, das finde ich auch. Aber das ist schon eine ganz andere Geschichte. Die Ähnlichkeiten sind Zufall.

Dass mit Ihrer Tochter Luna, Tim Wilde und Edita Malovcic Schauspieler dabei sind, mit denen Sie in Ihren Filmen gearbeitet haben, ist auch Zufall?

Nein, ist es nicht. Es war von Anfang an klar, dass ich bei der Besetzung mitreden darf. Erst einmal sind die alle dabei, weil sie toll sind. Aber zwei Leute habe ich mir gewünscht: Fahri Yardim als mein Partner und Tim Wilde als mein Boss. Ich bin ein ganz großer Verehrer von Tim, den sieht man im Fernsehen viel zu selten. Und Fahri kann witzig und auch tough sein. Das können nicht so viele.

Ist "Willkommen in Hamburg" der teuerste aller "Tatorte"?

Wir sind nicht der teuerste "Tatort" aller Zeiten! Unser Budget war so hoch wie das bei jedem anderen besonderen "Tatort". Normalerweise hat man 22 Drehtage, und wir hatten 24. Die hat Maria Furtwängler aber auch.

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