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So lustig veräppelt die "heute show" die AfD

In Sachsen-Anhalt könnte die AfD 17 Prozent der Stimmen bekommen. Grund genug für die heute show, die Partei einmal tief durch den Kakao zu ziehen. Oliver Welke sezierte im Fernsehen genüsslich das Wahlprogramm der AfD.

Die ZDF-Sendung heute show veräppelt die AfD

Die ZDF-Sendung heute show veräppelt die AfD

Am 13. März sind wieder Landtagswahlen – in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Und glaubt man den aktuellen Umfragen der Meinungsforscher, hat die AfD in allen drei Landtagen einen Platz sicher. Vor allem in Sachsen-Anhalt kann die AfD punkten: Würde man jetzt sein Kreuzchen setzen, die Partei würde satte 17 Prozent der Stimmen einfahren. Damit liegt sie auf Augenhöhe mit der SPD (18 Prozent), womöglich wird sie sogar zweitstärkste Kraft. Grund genug für die heute show, die AfD in Sachsen-Anhalt genauer unter die Lupe zu nehmen – in gewohnt spitzzüngiger Manier, versteht sich.

Willkommen zur "heute show Sachsen-Anhalt"

"Uns von der heute show wird ja immer vorgeworfen, wir würden die AfD nur lächerlich machen statt uns mal mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen", erklärt ZDF-Moderator Oliver Welke zu Beginn des Beitrags. "Deshalb habe ich mir das komplette Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt reingezogen. Ich wache jetzt nachts oft schreiend auf – aber das war es wert."

Dass das Wahlprogramm nur so vor völkischen, zugleich aber nichtssagenden Formulierungen strotzt, beweist die Satiresendung in einem witzigen Clip: Welke und Monika Gruber begrüßen die Zuschauer zur heute show Sachsen Anhalt ("kurz: heute show SA"), optisch im Stil der Deutschen Wochenschau der Nazi-Zeit gehalten. "Wir vermitteln auf unterhaltsame Weise deutsche Tugenden. Es darf heftig geschmunzelt werden."

Dann wurde das Wahlprogramm seziert, in dem gefordert wird: "Unser Bildungssystem muss dafür sorgen, dass junge Menschen wieder bereit sind, hart an sich zu arbeiten." Welkes Kommentar: "Sehr gut, mit 13,14 Jahren, was hab ich da jeden Tag hart an mir rumgearbeitet."

AfD fordert preußische Tugenden und deutsche Lieder

In der Schule sollen "klassisch preußische Tugenden" vermittelt werden wie "Geradlinigkeit, Gerechtigkeitssinn, Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Fleiß und Pflichtbewusstsein". Dumm nur, dass es ausgerechnet bei Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg mit einigen dieser Tugenden nicht so weit her ist. Gegen den verkrachten Unternehmer lagen zwei Haftbefehle wegen Zahlungsverzug vor.

Zudem fordert die AfD, dass auf deutschen Bühnen neben den großen internationalen Werken auch deutsche Stücke gespielt werden – und zwar so, "dass sie zur Identifikation mit unserem Land anregen." "Also nicht mehr diese Hottentotten-Opern wie "La Traviata" oder irgendwelche dicken Itaker, die ihre Spaghettilieder singen", scherzt Gruber. Stattdessen gelte dann die Losung: "Deutsches Liedgut auf allen Kanälen."

Hier können Sie den vollständigen Clip in der ZDF-Mediathek ansehen.

"heute show": Die AfD ist immer für einen Lacher gut

Die "heute show" beschäftigt sich immer wieder mit der AfD. Es sei mittlerweile eine Art Hassliebe – "nur ohne Liebe", scherzte Oliver Welke im November. Damals wagte sich ZDF-Reporter Ralf Kabelka für die Satiresendung anlässlich des Karnevals auf eine AfD-Großdemo in Berlin – im Clownskostüm mit kunterbuntem Hosenanzug und roter Lockenperücke. Das fanden die Teilnehmer gar nicht witzig, am Ende wurde Kabelka die Perücke weggenommen und der Reporter gegen einen Laternenmast geschubst. Erst als die Security eingriff, entspannte sich die Lage wieder.

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