. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
13. Februar 2009, 07:46 Uhr

Heidi braucht mehr Drama

Nackte Haut, Zickenkrieg und unechte Busen: Zum Start von "Germany's next Topmodel" gab's eigentlich genau das, was die Show erfolgreich gemacht hat. Trotzdem war die erste Folge langweilig wie nie. Schuld daran ist vor allem Heidi Klum. Sie braucht dringend mehr Drama. Von Jens Maier

Heidi Klum, Germanys next Topmodel, Pro Sieben, Model,

Gut gelaunte Jury: die Top-Model-Juroren Rolf Scheider, Heidi Klum und Peyman Ami haben Spaß bei der Arbeit. Das Vergnügen der Zuschauer hielt sich in Grenzen© Ethan Miller/Getty Images

"Peyman ist richtig fixiert auf falsche Brüste", sagt Rolf Scheider über seinen Juror-Kollegen Peyman Amin. Der Grund dafür ist Topmodel-Kandidatin Marina. Unter 1100 Kandidatinnen beim Casting in Düsseldorf hat sie es in die engere Auswahl geschafft und steht jetzt im Bikini vor der Jury. "Ist alles echt an dir? Was hast du machen lassen? Wie lange ist das her?", lauten die Busen-Inquisitionsfragen an die verunsicherte 24-Jährige. Heraus kommt dabei, dass Marinas Brüste nicht echt sind - und am Ende auch, dass dies der Jury eigentlich ganz egal ist. Warum dies hier trotzdem Erwähnung findet? Weil es das Spannendste war, was in der ersten Folge von Heidi Klums Modelsuche passiert ist.

Noch härter solle die vierte Runde der Model-Castingshow "Germany's next Topmodel" (GNT) werden, hat Jurychefin und Model Heidi Klum vorab versprochen. "Wir machen natürlich die allerhärtesten Sachen mit den Mädchen", sagte Klum. "Shootings, Catwalks, Castings und Challenges" hätten die Bewerberinnen zu absolvieren. Doch zum Start der ersten Folge am Donnerstagabend musste die größte Herausforderung zunächst der Zuschauer bestehen: zwei Stunden und 15 Minuten durchhalten ohne einzuschlafen.

Dabei hat ProSieben das bisherige Erfolgsrezept auch diesmal angerührt: Nackte Haut beim Bikini-Contest, etwas Schadenfreude, wenn ein Model auf dem Laufsteg ausrutscht, viel Fremdschämen mit peinlichen Kandidatinnen, ein handfester Zickenkrieg - der dank Tessa und Ira auch in der nächsten Folge fortgesetzt werden dürfte - und natürlich Modelmama Heid Klum sind die Zutaten, die in den bisherigen Staffeln für gute Unterhaltung gesorgt haben. Doch dieses Mal fehlt das Salz in der Suppe. Woran das liegt? An mangelnden Ideen der Macher und an der Protagonistin.

Der Zuschauer langweilt sich, weil die Show genauso abläuft wie in den vorangegangenen Staffeln. "Da musst du wohl noch ein paar Kaffee trinken", hatte Juror Amin einer Kandidatin geraten, die ohne Elan über den Laufsteg geschlendert war. Leider hätte die ganze Show einen Koffeinschub bitter nötig. Das Konzept Castingshow zeigt erste Ermüdungserscheinungen, die bei RTL und "Deutschland sucht den Superstar" von Dieter Bohlen kaschiert werden. Eine sich ständig verhaspelnde Heidi Klum schafft das bei GNT leider nicht.

Stattdessen wird gecastet, was das Zeug hält: Aus den 1100 Kandidatinnen werden nach einer chaotischen Auswahlrunde, in der Heidi aufgeregt durch die Messehalle in Düsseldorf läuft, 45. Nach einem Auftritt im Bikini werden aus 45 schließlich 25, nach einem Fotoshooting daraus wiederum 15, die es in die nächste Runde schaffen. Nächste Woche beginnt dann das gleiche Spiel beim Casting in München von vorne. Das ist ungefähr so spannend wie die Ziehung der Lottozahlen, wenn man keinen Tippschein abgegeben hat.

Nur ein lauer Abklatsch des US-Originals

Wie es besser geht, könnte sich Heidi Klum beim amerikanischen Original abschauen. In den USA ist bereits die zwölfte Staffel der TV-Suche nach dem nächsten Topmodel in Vorbereitung, was vor allem der Erfinderin und Moderatorin der Sendung zu verdanken ist: Tyra Banks. Auch sie ist ein ehemaliges Supermodel, und auch sie ist Moderatorin und Chefjurorin der Sendung. Doch im Unterschied zu Klum hat Banks Mumm, tappt gerne in Fettnäpfchen und will nicht jedermanns Liebling sein.

Die 35-Jährige packt schon mal vor laufender Kamera ihre Brüste aus, um per Ultraschall zu beweisen, dass sie echt sind - im amerikanischen Fernsehen, wo schon der kleinste Nippel zensiert wird, ein handfester Skandal. Der Presse, die sie wegen etwas zu viel Speck auf den Hüften zum "Top-Moppel" gekürt hatte, streckte sie ihren Hintern in die Kamera und rief: "Jetzt könnt ihr meinen fetten Arsch küssen!" Gerade für ihre direkte und unkomplizierte Art lieben die Zuschauer Banks. Für die Moderation ihrer eigenen Talkshow gewann die Skandalnudel sogar einen Emmy Award.

Von derartigen Ehrerbietungen für ihre Moderatorenleistung ist Klum in Deutschland meilenweit entfernt. "Du musst mehr lächeln", rät sie manchem ihrer Schützlinge auf dem Laufsteg. Zur Moderation einer Sendung reicht gutes Aussehen und Lächeln leider nicht. Jetzt rächt es sich, dass Klum ihren einstigen Mit-Juroren Bruce Darnell hat ziehen lassen. Er hätte genau das gehabt, was Heidi fehlt: echte Emotionen und vor allem mehr Drama, Baby.

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
faustjucken_de (13.02.2009, 13:34 Uhr)
was den Charme-Faktor betrifft
ist frau klum immer noch besser als bspw. fr. witt...
laluna3 (13.02.2009, 13:03 Uhr)
Germany next Topmodel
Einfach nur grauenhaft.
"Dschungelcamp fuer Duenne"
Glotzfrust (13.02.2009, 12:41 Uhr)
Die kenn' ich doch!
Das Ganze ist doch eh ein Riesenfake. Ist mal jemanden diese talentfreie Brünette aufgefallen (die mit den roten Ohrpuscheln)? Nachdem sie offensichtlich keinen Grafen für sich gewinnen konnte, will sie jetzt eben Topmodel werden und ist immer vorne mit dabei, wenn eine Kamera in der Nähe ist. Wenn solche Freaks von Format zu Format durchgereicht werden ist doch wohl klar, dass da was nicht stimmen kann.
Atrocity (13.02.2009, 11:53 Uhr)
Ausgang eh schon bekannt
Seit 1-2 Wochen kursieren im Internet Bilder von Heidi mit den 10 Finalistinnen der aktuellen Staffel bei einer Modenschau in den USA. Aber ich vermute die Leute die das ansehen wollen das Drama der Vorauswahl :P
Nil.Jang (13.02.2009, 11:34 Uhr)
Klum braucht einen Stimmcoach!
Das Gequieke von Klum wird meiner Auffassung nach immer schriller. Irgendwann fand ich's unerträglich und musste ausschalten.
Hinzu kamen die gelegentlichen "wie"/"als"-Verwechslungen, das (typisch süddeutsche) "wenik/zwanzik/traurik" in einzigartiger Kombination mit dem (originär norddeutschen) "Medchen/Kese/Zehne". Insgesamt ergibt das eine Spreche wie die eines falsch programmierten Roboters.
Ein Stimmcoach und Sprachberater müsste doch wohl drin sein bei der Gage.
Gibt's eigentlich einen genetischen Zusammenhang, weshalb gutaussehende Frau so oft völlig unerträgliche Stimmen haben?
Tom3 (13.02.2009, 10:57 Uhr)
Was soll man auch groß erwarten....
...wenn es um einen Beruf geht, in dem es in erster Linie darauf ankommt, das man laufen u. sich selbständig an u. ausziehen kann...
bR4iNST0RM (13.02.2009, 10:31 Uhr)
Heidi braucht mehr Drama?
Was sie vor allem braucht ist ein Sendeverbot.
mailmemunich (13.02.2009, 10:01 Uhr)
schlechter Artikel
Komisch, ist der Autor evtl. der gleiche der das Dschungelcamp kommentiert hat ?
Wahnsinnig schlecht geschrieben, am Nerv der Zeit vorbei, und so übellaunig.
Auch ein Bruce Dernell würde hier keineswegs das Format aufpeppen, haben wir doch alle gesehen das der Bruce-Einheitsbrei bei den Zuschauern nicht mehr ankommt. Seine Styling Show war ein Flop, und beim Supertalent haben seine immer gleichen Sprüche und die gespielte Betroffenheit den Zuschauer total gelangweilt. Eine Zeit lang war das lustig, nun ist er für mich nur noch verbrannte Erde.
Lieber Kommentator.Warum kommentieren Sie denn nicht demnächst mal das "Frühlingsfest der Volksmusik" ? Hier könnten Sie mit dem Vorschlag Bruce Dernell auf Senioren loszulassen sicherlich noch punkten.
Wir jedenfalls hatten einen vergnügten Abend und freuen uns auf die nächste Folge !
GM
figaroo (13.02.2009, 09:50 Uhr)
ich finde..
dieser artikel ist total langweilig - sie brauchen deutlich mehr drama.......
wann beginnt das neue dschungel-camp?
MEHR ZUM ARTIKEL
"Germany's next Topmodel" Heidis Masche mit den "Mädchen"

Nächste Runde für Heidi Klums Castingshow "Germany's next Topmodel": Bei den Quotenentwicklungen der letzten drei Staffeln ist davon auszugehen, dass sie wieder einschlägt wie eine Schokobombe. Dabei wird gar kein Topmodel gesucht! Die Gewinnerin steht nämlich schon längst fest. mehr...

Internet-Casting Deutschland sucht den Super-Statisten

Dieter Bohlen sucht den Superstar, Heidi Klum das nächste Topmodel und eine der größten deutschen Produktionsfirmen castet im Internet einfach alles, was irgendwie nach Talent aussieht. Gesucht werden Statisten für Soaps oder Comedians für das Radio. mehr...

Verwandte Fragen

Sie kennen die Antwort? Beantworten Sie die Frage hier oder senden Sie selber eine Frage

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft