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Tschüss, Schmidt Schnauze! Adieu, Pierre Brice! Goodbye, Mister Spock!

Wir müssen ohne Helmut Schmidts schlaue Kommentare auskommen, ohne Henning Mankells eiskalte Thrillerwelten und ohne die Augenbrauen von Leonard Nimoy. Es war schön, dass sie hier waren. Diese Menschen sind 2015 von uns gegangen.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Egon Bahr

Egon Bahr galt als Architekt der Ostpolitik. Der Sozialdemokrat war der "schnelle, kluge Vordenker von Kanzler Willy Brandt". Bahr wurde 93 Jahre alt. Ein Nachruf.

"Denken über den Tod, ist Denken über das Leben", sagt ein jüdisches Sprichwort. Tatsächlich sorgt so eine Liste der verstorbenen Prominenten des vergangenen Jahres mindestens dafür, über deren Leben und Karrieren noch einmal nachzudenken: Seien es Egon Bahrs aufwühlende Familiengeschichte, die Großartigkeit von Leonard Nimoy, die Coolness von Anita Ekberg oder das Lebenswerk von Günter Grass.

Und vielleicht geht das Denken über das Leben der anderen am Ende der Liste ja auf einen selbst über: Weil manche derer, die gegangen sind, auch Bedeutung im eigenen Leben gehabt haben. Ein Film, ein Auftritt, ein Bild, ein Satz, der beide Leben miteinander verband - zu irgendeinem Zeitpunkt, für einen Moment.

Und hier kommt noch ein Sinnspruch, der passt, seitdem er vor knapp 250 Jahren vom deutschen Dichter Jean Paul aufgeschrieben wurde: "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können." Amen.

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