Sie wird geschätzt als selbstbewusste Frau und gilt nicht mehr nur als Geschiedene ihres prominenten Ex. Bunte Blätter kürten sie zur "Stilikone", sie modelt und entwirft Schmuck. Mit Erfolg: Jetzt hat Barbara Becker den Auftrag für ihre erste Kollektion bekommen

"Stilikone" Barbara Becker© Katja Heinemann
Barbara Becker läuft seit zwei Tagen durch New York, wühlt sich durch Flohmärkte und Boutiquen, kauft Vasen, T-Shirts, alte Perlen, schafft die Beute ins Hotel und kauft noch mehr Vasen, T-Shirts, Perlen.
Sie trägt einen dünnen Wildledermantel - keine passende Kleidung für den Winter. Am Handy: die Söhne Noah und Elias, die zu Hause in Miami auf ihre Mutter warten. Stets in der Nähe: ein Kamerateam, das fürs deutsche Fernsehen filmt. Schulter an Schulter mit ihr: Sarah Rissen vom Otto-Versand, die mit Barbara Becker Shop-Scouting für die nächste Kollektion machen will. Es bleibt nicht viel Zeit zwischen der Ankunft aus Addis Abeba, wo Becker mit Alfred Biolek für eine Hilfsorganisation unterwegs war, und dem Weiterflug nach Miami. Ihren Jetlag und die Erkältung lacht sie einfach weg: "Was kommt als Nächstes, wo müssen wir hin?"
Becker kauft nicht nur zum Vergnügen ein, es ist Teil ihres neuen Jobs als Designerin, Model und Repräsentantin des Otto-Versands. Sie spürt auf Flohmärkten und in Secondhand-Shops Teile auf, die sie inspirieren sollen und das Entwerfen im Atelier später erleichtern. Die Kamera läuft, während Becker ein Kleid anprobiert, oder wenn sie mit einem Händler feilscht.
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Stern
Ausgabe 03/2003