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30. Dezember 2007, 18:00 Uhr

Gestatten: Der neue deutsche Spießer

Spült Joghurtbecher aus, bevor er sie wegwirft, und zerlegt Verbundstoffe mit chirurgischer Präzision: Der Mülltrennungs-Spießer© Gerhard Haderer

Das "Golddorf" Winnekendonk nahe der holländischen Grenze hat diverse Auszeichnungen im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden/Unser Dorf hat Zukunft" gewonnen. Es enthält alles, was man so braucht: Edeka-Laden, Schlecker- Markt, Kirche, Eisdiele, Apotheke, Bank mit Geldautomat, Kriegerdenkmal, Minigolfplatz. Vor den Häusern und Bungalows saubere Rasenflächen, ondulierte Buchsbaumhecken, Carports. Keine Graffiti, keine sichtbare Migrantenszene, kein Müll auf Straßen und Gehsteigen. Der Event des Herbstes heißt "Wettpflügen".

Hier lässt man noch das Navi über Nacht an der Frontscheibe kleben. Frage: "Wo ist es denn besonders schön?" "Na, hier halt so", sagt die Frau vom Imbiss und macht eine Handbewegung zur Hauptstraße hin. Lebte Gisela Elsner noch, im Golddorf fände sie das ideale Ambiente für eine ätzende Satire. Oder?

Der Soziologe warnt

"Vorsicht!", warnt Soziologe Schulze. "Buchsbaumhecken und Kriegerdenkmäler sagen heutzutage nichts mehr darüber aus, wie die Leute denken. Die alten Schubladen funktionieren nicht mehr." Ausgerechnet das Zentralorgan der Lehrerszene, die "taz", hat ein paar schöne neue Spießertypen ausgemacht. Den "Alternativspießer" etwa oder den "Traditionsspießer". Wie wahr: Die Frau, die auf dem Parteitag der Grünen der Afghanistan-Debatte lauscht, neben sich einen Plüschbären, der einen blauen Button mit Friedenstaube zwischen den Tatzen hält - dieses Bild von einer, die sich hinter ihrem ideologischen Jägerzaun von keiner Realität stören lässt, es sagt mehr als drei Leitartikel.

Und was ist mit dem Traditionsspießer? Ortstermin in der Hamburger Filiale des Edelversenders Manufactum ("Es gibt sie noch, die guten Dinge"). Das vor 20 Jahren gegründete Unternehmen vertreibt mit großem Erfolg Dinge, die schön altmodisch, überflüssig und teuer sind. Wie Filzpantoffeln aus Kamelhaar (72 Euro), nostalgieträchtige Bakelit-Telefone (229 Euro, "emaillierte Ziffernscheibe, mit Eisengarn umflochtene Handapparateschnur") und Montecristi-Panamahüte (629 Euro, "aus den Fasern der Toquilla-Palme Carludovica palmata; ein Flechter arbeitet 2-3 Monate an einem Hut"). Der gepflegte Manufactum-Spießer besitzt Landhaus, SUV und aufgenähte Lederflecken am Tweedjackett und distinguiert sich über die subtile Kennerschaft des Wahren, Genuinen.

Der türkische Gärtner grüßt mit: "Morgen!"

Ein Paar begutachtet den Gartenschlauch Marke Goldschlange, 20 Meter für 218 Euro. Sie: "Arg teuer. Soll man sich den ins Wohnzimmer legen?" Er: "Hält aber glatt 30 bar aus." Wie machen Spießer Urlaub und wo? Möglichkeit eins: das Hotel Paradise Side Beach an der türkischen Riviera. Keine Frau über 50 mit langen Haaren, kaum ein Mann dieses Alters ohne Wampe. Am Pool, wo eine 14-Punkte-Badeordnung hängt, spielen sie: "Da steht ein Pferd auf dem Flur". In der Disco läuft Wolfgang Petrys "Wahnsinn". Der türkische Gärtner, der in der Früh den Rasen sprengt, grüßt mit: "Morgen!" Ab neun Uhr gibt es "Bild".

Das Hotel ist sehr beliebt bei Deutschen, weil es sehr deutsch ist. "Russen kommen hier nicht rein", freut sich die miniplierte Frau K. am Frühstückstisch. "Das heißt, ein russisches Paar ist da. Oder sind es Polen? Benehmen sich aber tadellos." Überhaupt ist alles im Paradise Side Beach akkurat, der Pool von 9 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 17 Uhr bewacht. Schick ist die Anlage nicht. Trotzdem kriegt sie Jahr für Jahr den "Primo", eine Neckermann-interne Trophäe für viele zufriedene Gäste. Spießer? Vielleicht.

Naturschutz-Terror

Oder findet man sie eher 3000 Kilometer nordwestlich von Side, auf der Nordseeinsel Spiekeroog? 800 Einwohner, 350 Häuser, 27 autofreie Straßen. Fahrradfahren ist verpönt. Väter ziehen ihre Lütten in Bollerwägen hinter sich her, Mütter kaufen im Naturkostladen Schokocreme der Marke Rapunzel. Hier bollert zusammen, was zusammengehört. Rudolf-Steiner-Jünger, Bachblüten-Fans, Frauen, die beruflich "was mit Kindern" machen. Eigentümlich still ist es in den Gassen des einzigen Ortes. Die Urlauber gucken oft ernst und unterhalten sich gedämpft, als fürchteten sie, abgehört zu werden. Worte wie "nachhaltig" oder "ganzheitlich" fallen häufig. Kinder, die in den Dünen spielen, werden angepfiffen. Die Gäste stören sich nicht am Naturschutz-Terror, der sich in zahllosen Verboten und Mahnungen niederschlägt.

Im Gegenteil. Wer hier Ferien macht, kann seinen Häuptling Seattle ("Was immer der Erde widerfährt, widerfährt den Söhnen und Töchtern der Erde") im Tiefschlaf singen. Jetzt ist Stunk im Biotop. Ein Investor vom Festland hat sich in das Eiland verguckt. Schon jetzt hält er zehn Prozent der Bettenkapazität, und er will Millionen in hochwertige Unterkünfte investieren. Ein Glücksfall für Spiekeroog, wo Gäste für viel Geld in spießigen 50er-Jahre-Rotklinkerbauten nächtigen müssen? Nicht doch!

"Nichts rührt sich im Idyll"

Viele Insulaner fürchten die Konkurrenz. Und die Stammgäste barmen, auf Spiekeroog halte "Schickimicki" Einzug. "Nichts rührt sich im Idyll", beschreibt die "Hannoversche Neue Presse" ihren Wunschzustand, "alles ist wie immer." "Der Spießbürger", definierte der Dresdener Militärpsychologe Dr. Gniza in einer typologischen Persönlichkeitsanalyse, "hat vor allem nur den Wunsch, dass alles so bleiben möge, wie es ist, oder wieder so werde, wie es war." Er sei einer, "der die Zeit verschläft, ein Ewiggestriger, der an veralteten Gewohnheiten, die bisher seine Ruhe garantierten, festhält". Gniza nennt ihn "kleinformatig" und bescheinigt ihm "Ichbegrenztheit ohne Entsagung". Seine Analyse stammt aus dem Kriegsjahr 1941. Liest sich, als habe er Spiekeroog vorausgeahnt.

Um mal den Müll in der Tonne zu lassen: Auch den dumpfen Spießer-Dino gibt es noch, wie ihn Gerhard Polt in seinen wunderbaren Fernsehsketchen gab. Einer seiner Horte ist der Prickings-Hof im westfälischen Haltern. Zig Busladungen mit grauhaarigen Windjackenträgern aus der ganzen Republik besuchen jeden Tag den monströsen Agrarindustriebetrieb, den der "singende und dichtende Bauer Ewald" aufgebaut hat. Kostprobe: "Wer gerade seine Furche pflügt, den Freund und Kumpel nicht betrügt, wer keinem Lump die Stiefel putzt und nicht das eigene Nest beschmutzt, wer, gleichwie auch der Würfel fällt, dem Vaterland die Treue hält, tut jetzt und im neuen Jahre 'das Wahre'." Ungefähr so klebrig wie die Verse des früh verstorbenen Ewald ist sein abgewetzter Hof mit der deprimierenden Massentierhaltung, über allem der Gestank von Schweinegülle. Es gibt Leberwurst, Blutwurst, Schwartemagen und gekochtes Mett, vier Dosen 12,80 Euro, gratis dazu den Ewald-Spruch "Schaffen und Streben ist Gottes Gebot, Arbeit ist Leben, Nichtstun ist Tod." Bei einer Tombola wird ein halbes Schwein verlost. "Jetzt kommt der Orgasmus!", kräht der Alleinunterhalter, "gewonnen hat Los 495554, hallo Sau, bitte melden!" Tausende pilgern immer mal wieder zum Prickings-Hof, um dort ein im Fahrpreis enthaltenes "Schlemmerpaket" abzugreifen, welches normale Menschen ruckartig zu Vegetariern machen würde.

"Entkriminalisierung des Spießerseins"

Der Ausflug ins Herz der deutschen Finsternis beweist: Neben diversen Neospießern lebt auch noch das Original. Sind wir denn allesamt irgendwie spießy und haben auch noch Spaß dabei? Eine "schleichende Entkriminalisierung des Spießerseins" machte das Magazin der "Süddeutschen Zeitung" aus. Harald Schmidt bekannte: "Mir geht's richtig gut, seit ich mich entschieden hab, auch offiziell ein Spießer zu sein."

Einen Volltreffer landete die Landesbausparkasse mit ihrer Werbung: "Du, Papi, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden." Klein-Lena sagt das zu ihrem Alten, der als Spätalternativo in einer Bauwagenkolonie haust und alle als Spießer abtut, die es zum Eigenheim gebracht haben. "Mit dem Spot kamen wir schlagartig in alle Feuilletons", sagt Günther Lüke, Fernsehreferent der LBS. "Viele Leute besetzen den Spießerbegriff heutzutage positiv, das wissen wir aus Gesprächen." Für seine Kollegin Ivonn Kappel von der LBS-Bundesgeschäftsstelle war der Erfolg mehr als ein Gag. "Bausparen wird ja als eingeschlafenes Produkt dargestellt. Aber viele machen es, und sie haben recht damit. Die freuen sich, wenn sie endlich mal die Botschaft hören: Wir liegen gar nicht so falsch, wenn wir so leben, wie wir leben." Folgerichtig setzt die LBS ihre Spießer-Reha gnadenlos fort. Auf einer neueren Anzeige lümmelt ein Typ vor seinem Häuschen auf der Harley, Tankbeschriftung: "Born to be Bausparer". Neben dem Bike ein Gartenzwerg.

"Ein anderes Wort für Arschloch"

Die Ironie, scheint's, hat den alten Hass aufs Spießertum elegant erledigt. Der ja immer auch Selbsthass war. Wo aber alle - irgendwo - Spießer sind, ist nichts mehr richtig spießig. Gerhard Schulze, der etwas andere Soziologe, erkennt in dem Schmäh "nur noch ein anderes Wort für Arschloch". Er glaubt unbeirrbar an die Fortentwicklung des Deutschen zu einem Menschen, "der sich jeden Tag neu erfindet".

Letzter Versuch. Rundgang über die Kölner Sport- und Gartenartikelmesse. Genau hier müsste sich die geballte Kraft des Spießergeschmacks entfalten. Doch Fehlanzeige. Ein einziger Hersteller bietet Gartenzwerge. Jägerzäune? Nirgendwo. Stattdessen wimmelt es von eleganten italienischen Gartenliegen und stilvollen Tischen aus Plantagenteak. Doch halt, etwas fürs Herz gibt es doch! Eine Gartenteichinsel der Firma Sunline. Aus der plätschert eine lustige Fontäne bis zu 50 Zentimeter hoch, von der Energie "amorpher Solarzellen" getrieben. Ja, wenn wir spießern, dann topaktuell. Und klimaneutral.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 48/2008

Von Wolfgang Röhl
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KOMMENTARE (10 von 15)
 
peeka (01.01.2008, 10:21 Uhr)
Wär mir neu...
... wenn das Lied "linke Spießer" von Rio Reiser wär.
Heute wird der "SLIME"-Titel übrigens gern von der NPD oder den NPD-Nahem benutzt...
sensus (31.12.2007, 11:24 Uhr)
Migranten sind Spiesser!
Sämtliche Migranten, die nach besseren und überschaubaren Lebensverhältnissen streben, sowohl für sich als auch ihre Kinder, sind demnach Spiesser!
Dieser Begriff sollte vielleicht mal einer kritischen Analyse unterzogen werden, denn er passt genau genommen auf jede Gruppe, die sich gemeinsamen Interessen widmet, und sie passt auf alle, die rechtsstaatliche Verhältnisse wünschen...
mr-dobi (31.12.2007, 11:18 Uhr)
Spießer allerorten??
Wenn jetzt überall nur noch "neue Spießer" sein sollen, ist das doch nur ein pseudowissenschaftlich verbrämtes, narzistisches Begriffskonstrukt von ein paar oberschlauen Publizisten. Eine neue Typologie ist sinnvoll, ja - aber der inflationäre Gebrauch des Begriffs führt ihn nun selbst ad absurdum. Was jetzt noch fehlt, ist eine neue Maßeinheit für entdecktes Spießertum: Wer ist ein Voll-Spießer, ein Viertel-Spießer, der 15%-Spießer, der Promille-Spießer?? jeweils angegeben in "X Prozent Spieß".
Wie sieht es eigentlich ausserhalb Deutschlands mit Spießern aus? Es gibt den "Bünzli" (CH), den "Capujo" (Spanien)... - also ein weltweit auf dem Vormarsch sich befindliches Phänomen?? HILFE !!!
Kenner der ausländischen Szene bitte hier zwecks besseren Erkenntnisgewinns ergänzen!
Halodri73 (31.12.2007, 10:58 Uhr)
Ha, ich hab's verstanden!
Es ist immer der ein Spießer, der in seinem Denk- und Handlungsmuster verhaftet und verharrend Abwechslung auch dann verachtet, wenn die Zeit seine Einstellungen bereits überholt hat.
Oder so.
Man könnte jetzt mit Stabilität von Grundwerten kontern, aber mal ehrlich, wer will das lesen?
Da sind wir doch alle Spießer genug, um immer schön satirisch korrekt dagegen zu sein!
:-)
Allen fröhlichen Diskutanten einen guten Rutsch und ein skandalvolles 2008!
Q.
Putinki (31.12.2007, 08:21 Uhr)
Spießer
Erdreulich. Ausnahmslos haben sie sich wieder erkannt. Spießertum ist ein Kulturgut und muß vor dem Austerben geschützt werden. Darum werden die Ampeln durchgeschaltet. Wie süß?
echtschoenhier (31.12.2007, 01:34 Uhr)
Frohes Neues Jahr
Als ich den Artikel anfing zu lesen war mir klar: "Das bin ich nicht!", ein paar Absätze weiter verfestigte sich meine Meinung und als ich den Artikel zu Ende gelesen hatte fühlte ich die harte Hand des Autors um meine Gurgel und mich selbst in der Falle, ein Spießer zu sein. Grausam, hätte ich nie von mir gedacht. Dann aber dachte ich darüber nach, wer kein(!) Spießer ist - und da wir ja hier im stern.de-Forum irgendwie eine kleine Gemeinde sind, habe ich prompt ein paar Menschen ausgemacht, die garantiert keine Spießer sein können.
Da ist erst einmal pamela_71 (oder so), die einen untrüglichen Hang zur Benutzung des großen deutschen "I" hat. Immerhin schreibt sie so schöne Worte wie "StraftäterInnen". Das sieht klasse aus und ist derartig cool und politisch korrekt, dass einem fast schwindlig wird. Leider vermisse ich die Konstanz, die es pamela_71 (oder so) ermöglicht, ganz in den Olymp der Nicht-Spießer aufzusteigen. Zunächst einmal insbesondere vor dem Hintergrund der Roland-Koch-Debatte zu erklären: "Du, das finde ich jetzt nicht gut!" Dann aber, und das ist entscheidender für die permanente Ausgrenzung aus dem immer weiter um sich greifenden Spießermonster, ist es, um dauerhaft geschützt zu sein, notwendig die politische Korrektheit höchstpersönlich nach vorn zu treiben. Alle maskulinen (ich weiß, das ist ein frauenverachtender Begriff) Substantive werden ab sofort politisch korrekt auch feminin (wie weich und süß) dargestellt. Ungefähr so: Dieser Artikel/diese Artikelin ist dazu geschrieben, um dem Deutschen/der Deutschen/dem Menschen/der Menschin eine(n) SpiegelIn (Kurzform) vorzuhalten, in dem/der man/frau sich wiederfindet, um schmunzelnd über sich nachdenken zu können. Ich bin mir sicher, liebe pamela_71 (oder so), dass sich diese Texte sehr leicht und flüssig lesen lassen. Und somit wirst Du bestimmt nicht zu einem/r SpießerIn.
Dann ist da aber auch J.Stahl. Fröhlich, braungebrannt aus NY zurückgekehrt (ach ne, geht nicht, ist ja Winter) ist sie über das Spießertum weit erhaben, weil ohnehin emotional ausgegrenzt und hochemotional im Umgang mit Kommentatoren. Das ist Kraft, gestählte Stärke, die sich allen möglichen Anfeindungen konsequent in den Weg stellt und nicht den Hauch eines Spießers vermuten lässt. Für dieses Zeichen ehrlicher, aufrichtiger Meinung, versehen mit einem Witz, den alle verstehen möchte ich hiermit aufrichtig danken. Da ist auch noch Roy05441 (den Rest der Telefonnummer kenne ich nicht), der uns mit traumhaften Gedichten zu verstehen gibt, dass die Zeiten von Goethe und Schiller noch lange nicht vorüber sind. Nein, der häufige Interpretationsspielraum ist es, der nachdenken lässt und zu überraschenden Schlussfolgerungen führt. Nicht zu vergessen ist die unsterbliche Bruschetta, die Amazone der Kommentarliteratur, die die Kunst der einseitigen Sichtweise wie kaum eine andere beherrscht oder juliansongs (mit irgendeiner zahl), der sich verhält, als ob ihm ein brummkreisel eingebaut ist, mal diese meinung, mal jene annimmt - wir werden sehen, wo es am besten passt. Ich freue mich, mit all diesen netten Menschen, die ich hier kennen gelernt habe, auch im nächsten Jahr weiter zu diskutieren über die wirklich wichtigen Themen dieser Welt, über Paris Hilton im Strickbikini, über Sarkozy im Liebesurlaub, über den aufrechten Demokraten Putin oder über das Ende, das vorläufige Ende, den Zwischenbericht, das Intermezzo im Leiden, Hoffen, Ahnen eines jungen Herrn W. (für diejenigen, die es nicht ahnen: Marco W. - der war ein paar Monate in der Türkei im Gefängnis und das hat Deutschland ganz schön gerührt, Erbfeinde wieder aufleben lassen und das Verhältnis zu allen Türken dieser Welt maßgeblich verbessert).
Sollten Sie nicht mit mir diskutieren wollen, weil ich ja, wie gesagt ein Spießer bin, dann sehe ich das nach. Dennoch wünsche ich Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest.
P.S.:
Schlotti, Du Wendehals. Über politisch unkorrekte Einträge lachen, schmunzeln oder empört sein ist das eine, ein wenig mitmachen im satirischen Spiel der Mitmachpresse das andere. Lass es Dir gut gehen.
gobbledigook (31.12.2007, 01:12 Uhr)
Ausgerechnet der Stern...
macht sich ueber Spiesser lustig ?
Dieses Erzeugnis urdeutscher Spiessigkeit ? Von Spiessern geschrieben , von Spiessern gekauft und gelesen.
Die Deutschen, das spiessigste aller
Spiesservoelker, einen Tetzlaff an jeder Ecke, Ordnungsdienst, Vorschriften, Spiesserbuerokratie, Kaninchenzuechter und Modelleisenbahner soweit das Auge reicht.
Es lebe Hausmeister Krause.
Die Deutschen, pfui Deibel.
Dein_Koenig (30.12.2007, 22:09 Uhr)
Ja
Ein starker Artikel. Traurig aber wahr. Wir werden doch wie unsere Eltern? Wie uncool...
reinhard44 (30.12.2007, 22:08 Uhr)
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Diese Kommentare der Redaktion melden:
Ich melde euch alle ihr Spießer.
Na ja gut....... ich meinen auch.
barryallen (30.12.2007, 19:59 Uhr)
Gerhard Haderer
ist ein genialer Illustrator.
Seine Witze erreichen jedoch nie die Schärfe und Präzision eines Deix.
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