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25. Mai 2009, 10:55 Uhr

Daten bei britischer Luftwaffe gestohlen

In Großbritannien reißt die Serie der Datenpannen nicht ab. Diesmal wurden bei der Luftwaffe Computer-Festplatten mit hochsensiblen Informationen über Mitarbeiter gestohlen. Unter anderem waren Details über Besuche bei Prostituierten darauf gespeichert.

Großbritannien, Luftwaffe, Datenpanne, Festplatte

Die gestohlenen Festplatten enthalten private Informationen über Mitarbeiter der britischen Luftwaffe© Clemens Bilan/DDP

Bei der britischen Luftwaffe sind Datenträger mit privaten Informationen über Mitarbeiter gestohlen worden - darunter auch Details über Drogenmissbrauch, strafrechtliche Verfolgungen, Besuche bei Prostituierten oder außereheliche Affären. Die Computer-Festplatten seien im September von der Royal Air Force (RAF) in Gloucestershire gestohlen worden und enthielten Informationen, die bei einer Sicherheitsüberprüfung der Mitarbeiter gesammelt wurden, berichteten der Sender BBC und die Zeitung "Guardian". Die Regierung habe dies jedoch geheim gehalten.

Zum Zeitpunkt des Diebstahls hatte das Verteidigungsministerium lediglich mitgeteilt, dass womöglich Bankdetails und Adressen verloren gegangen seien. Ein internes Papier habe nun aber gezeigt, dass auch die Details von den Sicherheitschecks verschwunden sind, berichteten die Medien. Betroffen seien rund 500 Menschen.

In dem Schreiben warnte die RAF davor, dass die Informationen für Erpressungen genutzt werden könnten. "Diese Daten sind eine außerordentliche Liste für ausländische Geheimdienste, investigative Journalisten und Erpresser", heißt es in dem Dokument, aus dem die BBC zitierte. Wenn Details aus dem Privatleben teils hochrangiger RAF-Offiziere an die Öffentlichkeit kämen, werde zudem der Ruf des Militärs beschädigt.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte den genauen Inhalt der Datenträger nicht bestätigen. Es gebe aber keine Hinweise, dass sie für kriminelle Zwecke missbraucht würden. Allen Betroffenen sei Beratung angeboten worden.

In Großbritannien kommt es immer wieder zu peinlichen Datenpannen. So gingen einmal die Daten inklusive Bankdetails von Millionen Kindergeldempfängern verloren. Zuletzt geriet eine CD mit den genauen Spesenabrechnungen britischer Abgeordneter an die Presse. Dadurch wurde ein Skandal ausgelöst, der alle etablierten Parteien gleichermaßen schwer beschädigt hat.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
dekanus (25.05.2009, 17:34 Uhr)
mal weitergesponnen...

frau von der laien verliert ihre handtasche mit "notits" zetteln...
butcher99 (25.05.2009, 17:03 Uhr)
@LOL
dem ist nichts hinzuzufügen
Haris_Pilton (25.05.2009, 12:32 Uhr)
LOL?
"Details über Drogenmissbrauch, strafrechtliche Verfolgungen, Besuche bei Prostituierten oder außereheliche Affären"
Wer speichert denn sowas? Und wie kommen Daten über Bordellbesuche überhaupt zustande? Da ist Lidl ja ein Sch**ß dagegen...
grafbyte (25.05.2009, 12:09 Uhr)
übel..
der einzige trost ^^ dass die daten der normalbürger nicht mehr so der renner sind.. an diesen persönlichen daten haben sich gauner schon genug verdient :/ jetzt die regierungen .. morgen die welt..
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