Bei Angriffen auf zwei Fahrzeuge in den Ortschaften Wosnessenowka und Bobrawa in der Region Belgorod starben laut Gladkow zwei Männer und eine Frau. Drei weitere Menschen seien dort verletzt worden.
In der ukrainischen Stadt Krywyj Rih wurde nach Angaben des Chefs der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, ein 40-jähriger Mann bei einem russischen Angriff getötet. In Tschugujiw starb ein 70-Jähriger bei einem Angriff auf ein Wohnviertel, wie örtliche Behörden mitteilten.
Aus der Hauptstadt Kiew wurden tagsüber heftige Explosionen gemeldet. Die Luftabwehr sei im nördlichen Viertel Obolon im Einsatz, teilte der Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Kurz zuvor hatte die Luftwaffe Drohnen gemeldet, die im Anflug auf Kiew seien. Die Behörden riefen die Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Luftalarm wurde nach 49 Minuten wieder aufgehoben.
Klitschko zufolge wurden zwei Menschen bei den Angriffen verletzt, darunter ein Fußgänger im westlich gelegenen Viertel Schewtschenkiwskyj, als zwei Autos in Folge eines Drohnenangriffs zusammenstießen. Zudem fielen Klitschko zufolge Drohnenteile auf ein im Bau befindliches Gebäude. In Online-Netzwerken war ein Video zu sehen, in dem eine Drohne auf einer Baustelle in einem Feuerball explodiert.
Im Zuge seiner Offensive gegen die Ukraine greift Russland das Nachbarland fast jede Nacht mit hunderten Drohnen an. Im Gegenzug greift die ukrainische Armee regelmäßig die russische Energieinfrastruktur und militärische Ziele an. Russische Drohnenangriffe auf die Ukraine am helllichten Tag waren bisher selten gewesen, nehmen seit einigen Monaten jedoch zu.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe das Staatsgebiet in der Nacht zum Dienstag mit insgesamt 123 Drohnen attackiert. 95 davon seien abgefangen worden.
In der am Schwarzen Meer gelegenen südrussischen Stadt Tuapse brach laut örtlichen Behörden nach dem Absturz von Trümmerteilen einer ukrainischen Drohne ein Brand in einer Erdölraffinerie aus. Die Anlage war bereits in der vergangenen Woche angegriffen worden. Daraufhin brach ein Brand aus, der mehrere Tage andauerte und unter anderem giftigen Niederschlag auslöste.
Der Regionalgouverneur Veniamin Kondratiew teilte mit, dass die Evakuierung der Straßen in unmittelbarer Nähe des Brandes angeordnet worden sei. Er sprach von einer "schwierigen" Lage, die jedoch "unter Kontrolle" sei.
Die ukrainische Armee bekannte sich am Dienstag zu dem neuerlichen Angriff auf die Raffinerie, welche ihren Angaben zufolge der "Versorgung der russischen Besatzungsarmee in der Ukraine" dient.