Die Bundeswehr will bis 2029 hunderte unbemannte Kampfflugzeuge anschaffen und hat dafür unterschiedliche Flugobjekte von Herstellern aus Europa und den USA zur Auswahl. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte sich bei seinem jüngsten Besuch in Australien ein Bild von den Ghost Bats gemacht.
Im Gegensatz zu billigen Kamikaze-Drohnen, wie sie derzeit etwa vom Iran und im Ukraine-Krieg eingesetzt werden, ist die "Ghost Bat" dafür konzipiert, neben bemannten Jets zu operieren und nach ihrem Einsatz wieder in die Basis zurückzukehren.
Die Drohne könne damit "für die entscheidende Kampfkraft in stark umkämpften Lufträumen sorgen", teilte Rheinmetall weiter mit. Ihr modularer Aufbau und ihre autonomen Fähigkeiten ermöglichten ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, darunter Aufklärung, elektronische Kampfführung und die Integration von Waffensystemen.
Im Rahmen der Partnerschaft mit Boeing Australia wird Rheinmetall die Rolle eines Systemmanagers für die Kampfdrohne in Deutschland übernehmen. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern wird nach eigenen Angaben die Systemintegration in bestehende und zukünftige Führungs- und Waffensysteme der Bundeswehr sowie die Anpassung an nationale Anforderungen überwachen. Zudem wird Rheinmetall die operative, wartungstechnische und logistische Unterstützung sicherstellen.
"Mit Boeing Defence Australia als Partner legen wir den Grundstein, um die MQ-28 optimal auf die Anforderungen der Bundeswehr zuzuschneiden", erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Die strategische Partnerschaft gewährleiste "ein hohes Maß an nationaler und souveräner Wertschöpfung sowie Versorgungssicherheit in Deutschland". Für Rheinmetall gebe es ein "Umsatzpotenzial im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich".