Minister: Britische Kampfflugzeuge unterstützen Emirate bei Drohnenabwehr

US-Bomber vom Typ B-52 in Fairford
US-Bomber vom Typ B-52 in Fairford
© AFP
Die britische Luftwaffe hat nach Angaben des Verteidigungsministers in London damit begonnen, die Vereinigten Arabischen Emirate mit Kampfflugzeugen bei der Drohnenabwehr zu unterstützen. "Großbritannien fliegt derzeit Verteidigungsflüge" zur Unterstützung der Emirate, erklärte Verteidigungsminister John Healey am Montag vor Parlamentsabgeordneten in London. Typhoon-Kampfflugzeuge hätten bereits "erfolgreich zwei Drohnen abgeschossen", die infolge des Iran-Krieges über Jordanien und auf dem Weg nach Bahrain gesichtet worden waren.

Zudem seien Militärhubschrauber in Zypern eingetroffen und ein britisches Kriegsschiff mit Luftabwehrfähigkeiten werde "in den nächsten Tagen" im östlichen Mittelmeer auslaufen, fügte Healey hinzu. 

Die Ankündigung folgt auf erhebliche Kritik von US-Präsident Donald Trump am britischen Kurs im Iran-Krieg. Der britische Premierminister Keir Starmer hatte zu Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran jegliche britische Beteiligung abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Einen Tag nach Kriegsbeginn gab Starmer aber bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Stützpunkte für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt habe.

Bei den britischen Luftwaffenstützpunkten geht es um Fairford in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire und um einen gemeinsam genutzten Stützpunkt auf der Insel Diego Garcia, Teil der Chagos-Inseln im Indischen Ozean. In Fairford landeten am Montag weitere US-Bomber vom Typ B-52, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

AFP

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