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14. Dezember 2010, 16:06 Uhr

55-Jähriger aus Esslingen festgenommen

Zweimal erschoss er seine Opfer kaltblütig auf Parkplätzen in Baden-Württemberg und Hessen. Nun hat die Polizei einen 55-jährigen Mann aus Esslingen festgenommen, dessen DNA-Spuren an beiden Tatorten gefunden wurden.

Parkplatzmord, Esslingen, Magstadt, Mörfelden-Walldorf, Parkplatzmörder

Anscheinend erfolgreich ermittelt: Vertreter der Polizeidirektion Böblingen verkünden die Verhaftung eines 55-jährigen Mannes© Uwe Anspach/DPA

Die sogenannten Parkplatzmorde im baden-württembergischen Magstadt und bei Mörfelden-Walldorf in Südhessen sind offenbar geklärt. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag mitteilten, hat ein 55 Jahre alter Tatverdächtiger aus Esslingen die im Zusammenhang mit dem Mord bei Magstadt gesicherten DNA-Spuren hinterlassen. Derselbe Täter hatte einen Autofahrer Anfang Juni in Freudenstadt überfallen.

Der bisher polizeilich unbekannte Tatverdächtige war nach monatelangen Ermittlungen am Wochenende festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der 55-Jährige schweigt zu den Tatvorwürfen. Auch über ein mögliches Tatmotiv ist noch nichts bekannt.

Am 8. Mai war der 30 Jahre alte Heiko S. auf einem Parkplatz im Hölzertal ermordet worden. Am 2. Juli wurde ein 70 Jahre alter Rentner aus dem Main-Taunus-Kreis auf einem Parkplatz an der A 5 bei Mörfelden-Walldorf getötet. Beide Tatorte sind als Treffpunkte von Homosexuellen und Strichern bekannt.

Seltene Munition beim mutmaßlichen Täter gefunden

Beamte der Spurensicherung hatten nach dem Überfall in Freudenstadt auch das Fahrzeug des Tatverdächtigen fotografiert. Die Ermittlungen ergaben weitere Anhaltspunkte. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden Beamte einen schwarzen Rucksack und eine Umhängetasche, in denen neben einer Sportschützenpistole auch die Munition des Kalibers ".32 Wadcutter" mit der Herstellerbezeichnung MRP aufbewahrt wurden.

Die Munition wird laut Polizei seit 14 Jahren nicht mehr hergestellt, gilt deswegen als relativ selten. Nach Auskunft eines Sachverständigen der Polizei wurden bei den Morden dieselbe Schusswaffe und Munition verwendet. Nach der Festnahme des Tatverdächtigen am Samstag verglich das Landeskriminalamt eine DNA-Probe des 55-Jährigen mit den Spuren von Freudenstadt und Magstadt. Dabei wurde eine Übereinstimmung festgestellt. Der Mann kommt laut Polizei noch für andere Straftaten infrage.

be/DAPD
 
 
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