1. November 2012, 10:34 Uhr

Satellitentrümmer auf Kollisionskurs mit ISS

Die Internationale Raumstation ISS musste ihre Umlaufbahn wechseln, um einen Zusammenstoß mit umherfliegendem Weltraumschrott zu verhindern. Im All ist das keine Seltenheit.

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Die ISS bewegt sich derzeit in 405 bis 429 Kilometern Höhe um die Erde©

Ausweichmanöver im All: Wegen heranrasenden Weltraumschrotts hat die Internationale Raumstation ISS ihre Flughöhe ungeplant verändern müssen. Die Crew habe in der Nacht den Düsenantrieb eines russischen Frachters aktiviert, der am Vortag am Außenposten der Menschheit festgemacht hatte, und sich in eine andere Umlaufbahn begeben, teilte das Kontrollzentrum bei Moskau am Donnerstag mit. Damit dürften die umherrasenden Trümmer des US-Satelliten Iridium-33 keine Gefahr mehr sein, sagte ein Sprecher der Agentur Interfax. Die ISS bewegt sich derzeit in 405 bis 429 Kilometern Höhe um die Erde.

Die Raumstation muss immer wieder Trümmern aufgegebener Satelliten ausweichen - auch in diesem Jahr gab es bereits mehrere Manöver. Tausende Splitter mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern rasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 28.000 Kilometern pro Stunde durch den Weltraum. Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei US-Astronauten und ein japanischer Raumfahrer.

Am heutigen Donnerstag steigen die US-Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Akihiko Hoshide zu einem gut sechsstündigen Außeneinsatz aus. Die Raumfahrer sollen ab 13.15 Uhr MEZ ein Leck im Ammoniak-Kühlsystem abdichten.

mme/DPA
 
 
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