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20. Februar 2010, 22:00 Uhr

Mindestens 40 Tote nach Unwettern

Bei einem Unwetter mit Sturm und heftigem Regen sind auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Flutwellen und Erdrutsche rissen Autos mit und ließen Häuser einstürzen.

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Dramatische Szene in Madeiras Hauptstadt Funchal: Ein Helfer versucht einen Fußgänger aus den Fluten zu retten© Octavio Passos/AP

Auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind bei schweren Unwettern mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden, teilte die Regionalregierung am Sonntag in der Hauptstadt Funchal mit. Außerdem gebe es zahlreiche Vermisste. Stundenlanger Regen hatte auf der Atlantik-Insel zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Die Regionalregierung betonte am Sonntag, Touristen seien nicht unter den Todesopfern.

Die Wassermassen spülten Autos ins Meer, zerstörten mehrere Brücken und rissen Bäume um. In einigen Gegenden fiel der Strom aus, wie es weiter hieß. Die Sturmböen erreichten mancherorts Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern. Der Flughafen musste geschlossen werden. Auch zahlreiche Straßen waren unpassierbar. Der Zivilschutz rief die Einwohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Mehrere Ortschaften seien völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Der portugiesische Ministerpräsident José Sócrates flog unterdessen nach Madeira, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Nach einem Treffen mit der Regionalregierung sagte er am späten Samstagabend (Ortszeit), Lissabon werde "jede nötige Hilfe" leisten und schon am Sonntag erste Hilfssendungen auf den Weg bringen.

EU soll Unterstützung leisten

Die Regionalregierung will auch die Europäische Union um Hilfe bitten. Der Präsident der Europäischen Kommission, der Portugiese José Manuel Barroso, zeigte sich bestürzt über die Naturkatastrophe. Die Kommission werde die portugiesischen Behörden in "dieser schrecklichen Katastrophe" unterstützen, sagte er.

Madeira ist mit etwa 265 000 Einwohnern die größte Insel des gleichnamigen Archipels. Zu diesem gehören noch die kleine Insel Porto Santo sowie zwei unbewohnte Inselgruppen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Asiat (21.02.2010, 15:56 Uhr)
"Ferieninsel"
Ja, die Folgen der Naturkatastrophe sind schlimm! Vielleicht hatte aber in den letzten Jahren der Tourismus einen viel hoeheren Stellenwert als die Insel?! Es gibt einige Beispiele, wo die Natur zugunsten von Bauten fuer Touristen, zurueckstehen musste. Schlammassen in der Ebene sprechen fuer Abholzung in Bergregionen.
traldors (21.02.2010, 09:35 Uhr)
Schlimm (...)
sehr nette Menschen und eine tolle Insel (superinteressante Flora) ich hoffe der Schaden weitet sich nicht aus.
Wer einmal dort war, kehrt immer wieder dorthin zurück!
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