. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
1. Februar 2011, 13:00 Uhr

Vater von Tim K. will kein Mitleid

Eigentlich war er von der Teilnahme am Prozess entbunden. Doch zum Plädoyer seiner Verteidiger tauchte der Vater des Amokläufers von Winnenden wieder im Gerichtssaal auf. Seine Anwälte forderten eine milde Strafe.

Prozess, Winnenden, Amok, Tim K, Opfer, Anwalt, Tim K., Jörg K., Prozess,

Kreidespuren zeigen den Umriss des Amokläufers Tim K. vor einem Autohaus in Wendlingen© Ronald Wittek/DPA

Der Vater des Amokläufers von Winnenden hat aus Sicht seiner Verteidiger zwar die Tatwaffe unverschlossen aufbewahrt, aber die Tat seines Sohnes nicht vorhersehen können. "Es gab keine entsprechenden Hinweise", sagte einer der beiden Verteidiger des 52 Jahre alten Unternehmers am Dienstag in seinem Plädoyer.

Der Angeklagte war erstmals seit Oktober im Gerichtssaal. Er wolle kein Mitleid, sagte K. mit brüchiger Stimme - und: Er bedauere, für seinen Sohn die Verantwortung übernehmen zu müssen.

Für die Verteidiger spricht vieles dafür, dass Tim K. Zugang zum Waffenschrank und zum Munitionsschrank hatte, ohne dass sein Vater dies wusste. Der Angeklagte ist nach den Worten seines Anwalts Hans Steffan deshalb lediglich wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu verurteilen.

Staatsanwaltschaft fordert zwei Jahre auf Bewährung

Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen 15-facher fahrlässiger Tötung gefordert, weil der angeklagte Sportschütze eine seiner Pistolen unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt hatte. Damit hatte der Sohn am 11. März 2009 an seiner früheren Schule in Winnenden und auf der Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen. Dem Vater werfen die Ankläger zudem fahrlässige Körperverletzung in 13 Fällen und Verstoß gegen das Waffengesetz vor.

Steffan sagte, im Prozess hätten die Gutachter dargelegt, dass psychische Auffälligkeiten, wie sie bei Tim K. vorgelegen hätten, für Außenstehende nur "extrem schwer zu erkennen sind". Tim sei ein leidenschaftlicher Pokerspieler gewesen und habe es deshalb gut verstanden, sein Innenleben zu verbergen.

Für Tims Vater spreche, dass dieser nach der Tat die Ermittler gleich zum Aufbewahrungsort der Mordwaffe im Elternschlafzimmer führte. Außerdem habe er alles getan, um die Aufklärung zu ermöglichen. Der Angeklagte war im Oktober von seiner Anwesenheitspflicht im Verfahren entbunden worden. Der Versuch, ihn zur weiteren Teilnahme zu bewegen, war bisher ohne Erfolg geblieben. Nun tauchte er zu den Plädoyers seiner Anwälte wieder auf.

kng/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Prozess um Amoklauf von Winnenden "Wenn er überlebt hätte, hätte ich ihn umgebracht"

Seit 27 Prozesstagen steht der Vater des Amokläufers von Winnenden vor Gericht, weil er die Tatwaffe nicht richtig weggeschlossen hatte. Heute beginnen die Plädoyers der Nebenkläger. Im stern.de-Interview schildern die Eltern eines der Opfer den Prozessverlauf und was sie über Tim K. und seine Familie denken. mehr...

Prozess um Amoklauf von Winnenden "Die Opfer erwarten eine Entschuldigung"

Der Anwalt Jens Rabe vertritt im Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden die Nebenkläger. Im stern.de-Interview sagt er, warum das Verfahren für die Familien der Opfer so bedeutend ist mehr...

Winnenden-Prozess Opfer fordern "klare Entschuldigung" von Tims Vater

Vor anderthalb Jahren erschoss Tim K. 15 Menschen an der Albertville-Realschule in Winnenden. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen seinen Vater. Die Angehörigen der Opfer wollen kein Geld, sie wollen wissen, "was in der Familie los war". Und eine Entschuldigung des Vaters. mehr...

Verfassungsbeschwerde der Winnenden-Opfer Karlsruher Richter prüfen Waffengesetz

Der Amoklauf von Winnenden im März 2009 ist in trauriger Erinnerung. Hinterbliebene der Opfer engagieren sich seither im Kampf gegen das geltende Waffengesetz, gegen das sie nun in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingelegt haben. mehr...

Amoklauf von Winnenden Vater von Tim K. kommt vor Gericht

Das Landgericht Stuttgart hat die Anklage gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden zugelassen. Der 51-Jährige, mit dessen Pistole Tim K. das Blutbad anrichtete, muss sich aber nicht wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten, sondern nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz - die Hinterbliebenden der Opfer sind enttäuscht. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe