31. Dezember 2012, 02:33 Uhr

Hillary Clinton mit Thrombose im Krankenhaus

Kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit als US-Außenministerin hat Hillary Clinton gesundheitliche Probleme. Nach einer Gehirnerschütterung finden Ärzte bei ihr ein Blutgerinnsel.

US-Außenministerin Hillary Clinton ist wegen einer Thrombose ins Krankenhaus gebracht worden. Der Blutpropf sei die Folge eines Unfalls vor einigen Wochen, teilte ihr Mitarbeiter Philipe Reines am Sonntag mit. Die Ministerin, die Anfang des Jahres ihr Amt aufgeben will, hatte sich Anfang des Monats eine Magenvirus-Erkrankung zugezogen und war in Ohnmacht gefallen. Dabei erlitt die 65-Jährige eine Gehirnerschütterung.

Bei einer Folgeuntersuchung sei nun der Blutgerinnsels entdeckt worden, erklärte Reines. Clinton werde im New Yorker Presbyterian Krankenhaus behandelt und über die kommenden 48 Stunden überwacht. Nähere Angaben zum Ort des Blutgerinnsels oder ihrem Zustand machte Reines nicht. Clinton war seit der Rückkehr von ihrer letzten Auslandsreise am 7. Dezember nicht mehr zur Arbeit im Ministerium erschienen. Auf Rat ihrer Ärzte sagte sie mehrere Auslandsreisen ab.

Bisher hieß es, Clinton arbeite von zuhause aus und werde am Montag an ihren Schreibtisch im Ministerium zurückkehren. Die Chefdiplomatin war während ihrer vierjährigen Amtszeit unermüdlich gereist und hatte rund 400 Tage im Flugzeug verbracht.

In einem Interview im Oktober 2007 hatte Clinton über ein Blutgerinnsel in ihrem Bein gesprochen, das sie 1998 erlitt. Die Thrombose sei der "schlimmste gesundheitlicher Schreck" ihres Lebens gewesen, sagte Clinton der "New York Daily News". "Es war erschreckend, weil du es sofort behandeln musst - du willst ja nicht riskieren, dass es sich löst und sich in dein Gehirn, dein Herz oder deine Lungen bewegt", sagte Clinton damals. Sie sei aber vollständig genesen und habe nicht länger blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen. "Ich hatte Glück. Wir konnten es vollständig auflösen und es gab keine weiteren Konsequenzen."

Die ehemalige First Lady hat bereits vor längerer Zeit mitgeteilt, dass sie nicht für eine zweite Amtsperiode zur Verfügung stehen wird. Der wiedergewählte Präsident Barack Obama hat zwischenzeitlich den demokratischen Senator und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John Kerry für das Amt nominiert. Er muss noch vom Kongress bestätigt werden. Bis dahin wollte Clinton nach eigener Aussage weiterarbeiten.

san/AFP/DPA
 
 
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