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"Pogrom-Stimmung gegen Manager" - Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat seinen Vergleich der Managerschelte mit der Judenverfolgung nach heftigen Protesten zurückgezogen. Der Zentralrat der Juden legte Wulff den Rücktritt nahe.
Bei zahlreichen Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht haben Politiker vor Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gewarnt. Besonders mahnende Worte fanden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch.
Rund 4000 "Stolpersteine" sind in Hamburg ein Mahnmal für die Opfer der NS-Zeit. Gesche-M. Cordes hat Angehörige mit "ihren" Stolpersteinen fotografiert. Ihre Bildltexte berichten von den einzelnen Schicksalen.
In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Geschäfte und jüdische Gotteshäuser in Brand, demolierten Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner. In der offiziellen Bilanz des Terrors waren 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser sowie 7.500 verwüstete Geschäfte verzeichnet
Sie ist mit Kosten in Höhe von 71,5 Millionen Euro das teuerste jüdische Bauprojekt in Europa: die neue Synagoge in München. 68 Jahre nach der NS-Pogromnacht wird sie nun eröffnet.
Nach einer Gedenkfeier zum Jahrestag der Pogromnacht vor 68 Jahren haben Rechtsextreme an einer jüdischen Gedenkstätte in Frankfurt/Oder randaliert. 16 Neonazis wurden festgenommen.
Berlin feiert den 20. Jahrestag des Mauerfalls - mit hohem Besuch und viel Pathos. Ohne den Mut der Menschen in der DDR sei der 9. November nicht möglich gewesen, betonte Kanzlerin Angela Merkel. Am Nachmittag traf sie sich mit Michail Gorbatschow und Lech Walesa an der Bornholmer Brücke - einem historischen Ort.
Große Ehre für Angela Merkel: Als erster deutscher Politiker nach Konrad Adenauer durfte die Kanzlerin eine Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses halten. Sie dankte den USA, mahnte aber auch.
Niemand will verlieren, wen oder was er liebt. Und doch gehört der schmerzliche Verlust zum Leben. Lange haben Psychologen und Mediziner gestritten, ob Trauer ein notwendiger, hilfreicher Prozess ist - oder ein unnötiges Leiden. Inzwischen ergründen Hirnforscher, was im Kopf abläuft, wenn wir trauern.
In der Reichspogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 wurden deutschlandweit rund 1400 Synagogen sowie unzählige jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört. Inzwischen leben die jüdischen Gemeinden in Deutschland wieder auf. Doch die Folgen jener Nacht sind auch heute noch spürbar.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Wulff scharf für seine Äußerung über eine Pogromstimmung in der Debatte über Managergehälter kritisiert. Die Entschuldigung Wulffs vom Freitag habe "nicht überzeugt".
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